ITscope zu Homeoffice-Equipment Notebooks werden wieder knapp

Autor: Heidemarie Schuster

Die ITscope-Plattform zeigt, dass die steigenden Corona-Infektionszahlen wieder für Engpässe bei der Homeoffice-Ausstattung sorgen. Notebooks sind nahezu ausverkauft, bei den TFTs leeren sich die Lager und Webcams haben sich vom ersten Lockdown noch nicht erholt.

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Die Lagerbestände für Produkte rund um das Homeoffice werden wieder knapp.
Die Lagerbestände für Produkte rund um das Homeoffice werden wieder knapp.
(Bild: UnitedPhotoStudio - stock.adobe.com)

Die jüngste Auswertung der Bestandszahlen der Handelsplattform von ITscope zeigt, dass es viele Arbeitnehmer offenbar wieder aus dem Büro in die eigenen vier Wände zieht. Waren im Frühling die Lager noch fast vollständig leer, entspannte sich die Lage bei den Distributoren über die Sommermonate und die Engpässe gingen größtenteils deutlich zurück. Mit dem Herbstbeginn und der zweiten Covid-19-Welle fingen nicht nur die Hamsterkäufe von Toilettenpapier wieder an, auch die Nachfrage nach passenden Geräten für das Arbeiten im Homeoffice steigt wieder rasant.

Notebook-Bestände schrumpfen drastisch

Der erste Lockdown im März und April sorgte dafür, dass der Gesamtlagerbestand der Notebooks bei nahezu bei Null lag. Über den Sommer und den sinkenden Infektionszahlen erholte er sich wieder und nun, mit dem Lockdown-Light gehen die Bestände wieder komplett in den Keller.

Die Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Notebooks seit Beginn 2020 (durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Notebook).
Die Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Notebooks seit Beginn 2020 (durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Notebook).
(Bild: ITscope)

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei dem für das Homeoffice besonders beliebten ThinkPad E15 20RD von Lenovo mit 8 GB RAM und i5-Prozessor, welches seit Anfang Oktober restlos ausverkauft ist. Und das wirkt sich auch auf den Preis aus: Das sonst vergleichsweise günstige Notebook war zwischenzeitlich rund 100 Euro teurer als noch im August.

Wer nicht auf ein E15 verzichten will, muss sich beeilen und auf das etwas teurere und leistungsstärkere ThinkPad E15 20RD mit i7-Prozessor zurückgreifen. Allerdings wirkt sich die allgemeine Lagerknappheit bei diesem Modell noch stärker auf den Preis aus. Rund 200 Euro mehr kostet das Notebook nun.

Auch Monitore verkaufen sich gut

Die im Homeoffice gleichermaßen unerlässlichen Monitore lassen ebenfalls eine Abwärtstendenz erkennen. Allerdings ist die Lage hier noch weit weniger dramatisch als bei den Notebooks. Selbst der beliebte P2719H von Dell ist derzeit noch in großen Stückzahlen verfügbar. Will man aber den Winter nicht ohne Monitor im Homeoffice verbringen, ist jetzt vielleicht eine gute Gelegenheit, sich einen Bildschirm zuzulegen, bevor sich der Trend weiter fortführt.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten TFT seit Beginn 2020 (durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je TFT).
Auswertung der Top 100 der meistgeklickten TFT seit Beginn 2020 (durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je TFT).
(Bild: ITscope)

Webcams waren und sind Mangelware

Seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht bei den Webcams der Ausnahmezustand: Der Lagerbestand ist nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau und Besserung will sich kaum einstellen. Besonders im Vergleich zum Jahresbeginn wird deutlich, dass die Bestandszahlen massiv zurückgegangen sind.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Webcams seit Beginn 2020 (durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Webcam).
Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Webcams seit Beginn 2020 (durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Webcam).
(Bild: ITscope)

Dieser Zustand zeichnet sich auch in den Preisen ab: So muss man teilweise mit dem dreifachen des bisherigen Preises rechnen – wie beispielsweise die Logitech HD Webcam C270 deutlich erkennen lässt: Der HEK liegt 55 Euro über dem Normalpreis vom Februar.

Erholung in Sicht

Wann sich die Verfügbarkeiten wieder normalisieren, bleibt abzuwarten. Mit den Impfstoffen, die Ende des Jahres bereitgestellt werden sollen, stehen die Chancen gut, dass sich die Lage im nächsten Jahr verbessert und Arbeitnehmer wieder mehrheitlich zurück in die Büros kehren können. Und damit wird vermutlich auch die Nachfrage nach Homeoffice-tauglichen Geräten zurückgehen.

Für alle, die aufgrund der Lagerknappheit nicht auf ihr Wunsch-Notebook zurückgreifen konnten, gilt es Ruhe zu bewahren. Die letzte Welle der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich die Lager genauso schnell erholen, wie sie leergeräumt wurden.

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