Samsung Galaxy Book, Galaxy Book Pro und Galaxy Book Pro 360 Neue Samsung Notebooks – auch für die Schule

Autor: Klaus Länger

Samsung stellt drei neue Galaxy-Notebooks vor, darunter zwei Pro-Modelle mit AMOLED-Displays. Mit ihnen erweitert der Hersteller auch sein Portfolio für das Education-Programm, das bisher Android-Tablets umfasst und sich durch Offenheit auszeichnen soll.

Firmen zum Thema

Samsung stattet das Clamshell-Notebook Galaxy Pro und das Convertible Galaxy Book Pro 360 mit Full-HD-AMOLED-Panels aus. Die dünnen Tiger-Lake-Geräte kommen in einer 13,3-Zoll und einer 15-Zoll-Version auf den Markt.
Samsung stattet das Clamshell-Notebook Galaxy Pro und das Convertible Galaxy Book Pro 360 mit Full-HD-AMOLED-Panels aus. Die dünnen Tiger-Lake-Geräte kommen in einer 13,3-Zoll und einer 15-Zoll-Version auf den Markt.
(Bild: Samsung)

Der aktuelle Notebook-Boom hat Samsung dazu bewogen, sich auch in Europa wieder als Notebook-Hersteller in Stellung zu bringen. Mit dem für Samsung-Verhältnisse günstigen Einstiegsgerät Galaxy Book und den beiden kostspieligeren Modellen Galaxy Book Pro und Galaxy Book Pro 360 stockt der Hersteller sein Portfolio auf und bindet sie auch gleich in ein Ökosystem aus seinen Android- und Smart-Home-Geräten ein. Die drei Notebooks sollen zudem die Position von Samsung im lukrativen Education-Markt verstärken, den der Hersteller bisher mit Android-Tablets adressiert.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Galaxy Book

Mit einem Startpreis von 679 Euro (UVP) ist der 15,6-Zöller Galaxy Book das günstigste Modell im Notebook-Portfolio des Herstellers. In dieser Konfiguration ist der Intel Core i3-1115G4 als Prozessor eingebaut. Die Tiger-Lake-CPU verfügt über zwei Cores mit Hyperthreading und eine integrierte UHD-Grafikeinheit. In den kostspieligeren Varianten des 1,54 cm schlanken und 1,6 kg schweren Aluminium-Notebooks kommen die Quadcore-CPUs Core i5-1135G7 und Core i7-1165G7 mit der deutlich schnelleren Iris-Xe-GPU zum Einsatz. Die Core-i7-Version des Galaxy Book bietet Samsung zusätzlich in einer Variante mit LTE an. Hier ist der Arbeitsspeicher dann 16 GB groß. Ansonsten sind die Geräte mit 8 GB LPDDR4x bestückt. Die M.2-NVMe-SSD bietet 256 oder 512 GB Speicherplatz. Zudem kann eine weitere M.2-SSD mit bis zu einem TB Kapazität ausgewählt werden.

Beim Display kommt ein entspiegeltes Full-HD-PLS-Panel zum Einsatz. Die Schnittstellenpalette umfasst zwei USB-A- und zwei USB-C-Ports, jeweils USB 3.2 Gen1, einen HDMI-Ausgang und einen Micro-SD-Einschub. Das WLAN-Modul unterstützt Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1. Mit seinem 54 Wh starken Akku soll das Gerät bis zu 10,9 Stunden Laufzeit schaffen und damit problemlos einen kompletten Arbeits- oder Schultag ohne Nachladen bewältigen. Ein Fingerabdruckscanner gehört zur Grundausstattung.

Galaxy Book Pro und Pro 360

Das Clamshell-Notebook Galaxy Book Pro und das Convertible Galaxy Book Pro 360 sind mit ihren AMOLED-Panels und entweder Core i5-1135G7 oder Core i7-1165G7 in der Premium-Kategorie angesiedelt. Das Pro 360 verfügt dabei sogar über ein Super-AMOLED-Panel mit Touch- und Stifterkennung. Ein passender Samsung-S-Pen mit Wacom-Technologie gehört beim Convertible zum Lieferumfang. Eine intelligente Farb-Engine soll eine eine automatische Feinabstimmung des Farbraums vornehmen. Zudem kann der Blaulichtanteil um 70 Prozent reduziert werden.

Beide Modelle sind jeweils als 13,3-Zoll- oder als 15,6-Zoll-Variante erhältlich. Die Displays liefern jeweils die Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel. Arbeits- und Massenspeicher sowie die WLAN-Ausstattung entsprechen bei den 15,6-Zöllern dem Galaxy Book. Die kleineren und leichteren 13,3-Zoll-Modelle – das Book Pro wiegt nur 870 Gramm bei 1,12 cm Bauhöhe – lassen sich nicht durch eine zweite SSD erweitern. Außerdem fehlt bei der Tastatur der Ziffernblock. Im Gegensatz zum Galaxy Book ist das Keyboard bei den Pro-Modellen mit einer Tastenbeleuchtung versehen. Vom 13,3-Zoll-Book Pro mit Core i7 gibt es ebenfalls eine LTE-Variante und beim 15,6-Zöller eine Version mit zusätzlicher Nvidia Geforce MX450.

Zu den Schnittstellen zählt bei den Pro-Modellen ein Thunderbolt-4-Port. Dafür gibt es beim Pro nur eine USB-A-Buchse und beim Pro 360 ausschließlich USB-C-Anschlüsse. Das Galaxy Book Pro kostet ab 1.099 Euro (UVP), beim Galaxy Book Pro 360 liegt der Startpreis 100 Euro höher.

Einbindung ins Samsung-Ökosystem

Die Galaxy-Book- und Galaxy-Book-Pro-Modelle bieten etliche Funktionen, mit denen sie eng mit Android-Geräten von Samsung zusammenarbeiten können. Mit der Second-Screen-Funktion wird ein Galaxy Tab genutzt, um den Bildschirm der Notebooks zu spiegeln oder zu erweitern. Zudem bietet die App „Ihr Smartphone“ von Microsoft im Zusammenspiel mit Galaxy-Smartphones die Möglichkeit, bis zu fünf Android-Apps per Remote-Zugriff auf dem Notebook anzuzeigen und zu steuern. Und mit der App „SmartThings“ lassen sich Smart-Home-Geräte vom Notebook aus bedienen.

Galaxy Book für die Schule

Judith Hoffmann, Head of Commercial Operations and Business Development bei Samsung Electronics.
Judith Hoffmann, Head of Commercial Operations and Business Development bei Samsung Electronics.
(Bild: Samsung)

Für Samsung stellen das Galaxy Book und die beiden Book-Pro-Modelle eine weitere Komponente im Education-Programm dar, das bisher aus Android-Tablets nebst passender Software und Management-Services besteht. Die Notebooks sieht Samsung dabei als passende Geräte für ältere Schüler in der Oberstufe, an weiterführenden Schulen und für Lehrkräfte. Der Hersteller betont dabei die prinzipielle Offenheit sowohl der Android-Tablets, als auch der Notebooks, die Schulen vor einem Lock-In bewahren sollen. Dabei nennt Samsung selbst zwar keinen Hersteller, bezieht sich aber klar auf Apple. Judith Hoffmann, Head of Commercial Operations and Business Development bei Samsung Electronics, erklärt dazu: „Hat sich eine Schule einmal für ein geschlossenes System entschieden, ist der weitere Betrieb von der Lieferfähigkeit und den Preisvorgaben eines Anbieters abhängig. Das kann Unabhängigkeit, Flexibilität – kurz die digitale Souveränität der Schule kosten“. Laut Hoffmann sind derzeit nur etwa 15 Prozent der laufenden Ausschreibungen für Tablets produktneutral, so wie im DigitalPakt Schule eigentlich vorgesehen. In den anderen 85 Prozent sind konkret iPad-Modelle vorgegeben. Um hier eine Trendwende zu schaffen, hat der Bitkom einen Leitfaden für herstellerneutrale Ausschreibungen von IT für den schulischen Einsatz entwickelt. An der Erstellung haben etliche Vertreter von Mitgliedsunternehmen des Bitkom mitgewirkt, darunter auch Samsung, Microsoft und Intel.

(ID:47377562)

Über den Autor

 Klaus Länger

Klaus Länger

Redakteur