Digitalkamera-Herbst

Neue Bridge- und Systemkameras von Canon, Olympus und Sony

| Redakteur: Sylvia Lösel

Mit neuem Bedienkonzept wartet die OM-D E-M10 Mark III von Olympus auf.
Mit neuem Bedienkonzept wartet die OM-D E-M10 Mark III von Olympus auf. (Bild: Olympus)

Smartphones ersetzen immer mehr die günstigen Kompaktkameras. Deshalb fokussieren sich die Hersteller zunehmend auf die höherpreisigen Modelle. Sony hat nun ein neues Bridgekamera-Flaggschiff vorgestellt, Canon und Olympus warten mit jeweils einer neuen Systemkamera auf.

Schärfeverfolgung bei bewegten Objekten – mit dieser Funktion kann Sonys RX10 IV punkten. Olympus hat beim neuesten Modell seiner Systemkamera-Serie OM-D das Bedienkonzept überarbeitet und Canon setzt bei seiner EOS M100 unter anderem auf Kompatibilität mit den Objektiven der EF- und EF-S-Serie.

Sony RX10 IV

Die RX10 IV ist das neue Sony-Flaggschiff der Bridge-Kameras und eine All-In-One-Lösung für unterwegs. Das Herzstück ist der 20,1-Megapixel-Stacked-CMOS-Sensor, der mit DRAM-Chip, Bionz-X-Bildprozessor und Frontend LSI für hochauflösende und schnelle Aufnahmen sorgt. So sollen laut Hersteller Serienaufnahmen mit 24 Bildern pro Sekunde bei permanenter Schärfenachführung möglich sein und der Autofokus jedes Motiv in 0,03 Sekunden erfassen.

Erstmals arbeitet eine Kamera der RX10-Serie mit dem Fast-Hybrid-AF-System, das die Informationen, die die 315 Phasen-Autofokuspunkte liefern, auswertet. Diese decken 65 Prozent der Sensoroberfläche ab und sorgen so für die hohe Autofokus-Geschwindigkeit. Ebenfalls an Bord ist High Density Tracking. Diese Funktion, die bislang Kameras mit Wechselobjektiven vorbehalten war, konzentriert sich nicht nur auf die Autofokuspunkte auf dem Objekt, sondern bezieht auch die umliegenden in die Schärfeberechnung ein. Das soll die Tracking- und Fokus-Genauigkeit erhöhen. So soll die Schärfeverfolgung beispielsweise bei Sportlern funktionieren, die oft und schnell die Laufrichtung ändern.

Das Objektiv der Bridge-Kamera umfasst einen Brennweitenbereich von 24 bis 600 Millimeter und hat eine Lichtstärke von F2.4 bis F4.0. Der Bildstabilisator beherrscht nun im Rahmen der Funktion Optical SteadyShot das Ausgleichen von bis zu 4.5 Blendenstufen. Sony verspricht Makro-Aufnahmen dank einer Naheinstellgrenze von 72 Zentimetern und einer maximalen Vergrößerung von x0,49.

Die RX10 IV beherrscht 4K-Videoaufzeichnung mit einer im Vergleich zum Vorgängermodell durchschnittlich zweifach schnelleren Geschwindigkeit. Nutzer haben die Möglichkeit in 24p oder 30p im 4K-Modus, oder aber auch mit einer Bildfrequenz von bis zu 120p im Full-HD-Modus aufzunehmen. Dargestellt werden Bilder und Videos auf einem kippbaren LCD-Bildschirm mit Touch-Fokus.

Die neue Sony Cyber-Shot RX10 IV Kamera wird ab Oktober für 1.999 Euro (UVP) zu haben sein.

Olympus OM-D E-M10 Mark III

Olympus hat beim neuesten Modell seiner Systemkamera-Serie OM-D das Bedienkonzept überarbeitet. So können bei der E-M10 Mark lll nach der Modus-Wahl über die Short-Cut-Taste die Menüsymbole eingeblendet und anschließend über das Touchdisplay aktiviert werden. Das funktioniert nicht nur für Schnappschüsse, sondern auch für Funktionen wie Focus Bracketing, Langzeit- oder Mehrfachbelichtungen.

An Bord der Kamera sind ein TruePic-Vlll-Bildprozessor mit 5-Achsen-Bildstabilisation und 121 Kontrast-Autofokus (AF)-Messfeldern, die fast die gesamte Bildfläche abdecken. Für Portraitaufnahmen sind der Face Priority AF und Eye Detection AF gedacht, die automatisch für scharfe und korrekt belichtete Gesichter sorgen. Dazu kommt der Touch-AF: Einfach das Display leicht berühren und das Motiv ist mit perfekter Schärfe eingefroren.

Eingebauter Sucher, Blitz und WLAN-Modul – all dies ist im kompakten Body im Retro-Stil untergebracht. Das Gehäuse liegt angenehm in der Hand liegt und ist dank des vergrößerten Handgriffs nun besser zu halten. Besonders stylish wird die E-M10 Mark lll durch das Echtleder Body Jacket, das es in den Farben Schwarz und Braun gibt.

Die E-M10 Mark lll ist ab Mitte September 2017 in Silber oder Schwarz für 649 Euro (UVP) erhältlich. Die Variante mit dem Pancake-Objektiv M.Zuiko Digital 14-42 mm 1:3.5-5.6 EZ gibt es für 799 Euro (UVP).

Canon EOS M100

Canon präsentiert mit der EOS M100 ebenfalls eine neue spiegellose Systemkamera. Der Sensor verfügt über 24,2-Megapixel-Auflösung, ist dank des DIGIC-7-Bildprozessors schnell bereit und schafft Serienaufnahmen mit bis zu 6,1 Bildern pro Sekunde.

Die ISO-Empfindlichkeit reicht von 100 bis 25.600. Die M100 hat einen Automatik-Modus an Bord und kann über den klappbaren 7,5-Zoll-Touchscreen bedient werden. Videoaufnahmen sind mit Full-HD-Auflösung möglich. Für Verbindung sorgen WLAN und Bluetooth.

Die EOS M100 gibt es Bundle mit diversen Wechselobjektiven. Für noch mehr Möglichkeiten lassen sich mit dem EF-EOS-M-Adapter auch die Objektive der EF- und EF-S-Serie verwenden.

Die Kamera ist in Schwarz, Weiß und Grau erhältlich. Die neuen Fronthüllen gibt es dazu passend in neun Farben. Ab Oktober ist die EOS M100 für 479 Euro (UVP) zu haben. Zusammen mit dem Objektiv EF-M 15-45 kostet sie 599 Euro (UVP), mit den beiden Objektiven EF-M 15-45 und EF-M 55-250 sind es 829 Euro (UVP).

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