ElectronicPartner Kongress 2026 Neuausrichtung bei ElectronicPartner

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Auf dem ElectronicPartner Kongress 2026 hat die Verbundgruppe einen Ausblick auf die Neuausrichtung der Verbundgruppe mit dem neu aufgestellten Vorstand gegeben. Dabei blickt ElectronicPartner auf ein stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück.

Der ElectronicPartner-Vorstand mit (v. l.) Matthias Assmann, Patrick van Tent und Greta Ziob gibt auf dem ElectronicPartner Kongress 2026 Details zur Neuausrichtung der Verbundgruppe bekannt.(Bild:  ElectronicPartner)
Der ElectronicPartner-Vorstand mit (v. l.) Matthias Assmann, Patrick van Tent und Greta Ziob gibt auf dem ElectronicPartner Kongress 2026 Details zur Neuausrichtung der Verbundgruppe bekannt.
(Bild: ElectronicPartner)

In einem herausfordernden Marktumfeld will sich ElectronicPartner (EP) nicht zuletzt seit der Neubesetzung im Vorstand neu ausrichten. Strukturen und Prozesse werden überdacht und Marktkonzepte weiterentwickelt, erklärt Matthias Assmann, EP-Vorstand. Im Januar 2026 hatte das Düsseldorfer Handelsunternehmen bekannt gegeben, dass sich Friedrich Sobol, langjähriger Vorstand, in den Ruhestand verabschieden werde. Neu in den Vorstand berufen wurde Patrick van Tent, der mehrere Jahre Geschäftsführer der ElectronicPartner Landesgesellschaft Niederlande war.

Auf dem ElectronicPartner Kongress 2026 zieht der neue Vorstand Bilanz und gibt Einzelheiten der Neuausrichtung bekannt. Die Verbundgruppe aus Düsseldorf hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Zentralumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Damit ist der Umsatz im dritten Jahr in Folge stabil geblieben. In Deutschland verzeichnet EP ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent. Deutlich gestiegen ist der Umsatz in der Schweiz, während es in den Landesgesellschaften Österreich und Niederlande leichte Rückgänge gab, die Ergebnisse aber im Wesentlichen stabil geblieben sind.

EP behauptet sich

Der Fachhandel unter der Marke EP konnte 2025 im Vergleich zum Vorjahr ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 1,4 Prozent verzeichnen. Gleichzeitig hat sich die Marke besser entwickelt als der Vergleichsmarkt, erläutert Greta Ziob, Finanzvorstand der Gruppe. Der Umsatz von EP liege mit 0,6 Prozentpunkten über dem GfK-Durchschnitt. Dabei habe es im Laufe des Jahres 38 Neueinstiege in die Verbundgruppe gegeben. Zehn dieser Neuzugänge traten aus anderen Kooperationen über und in 13 Fällen konnte ein Standort erfolgreich übernommen werden.

Medimax: Umsatzrückgang in der Großfläche

In der Großfläche stehen die Franchisepartner besonders unter Druck. So hat die Fachmarktlinie Medimax ein Umsatzminus von 6,6 Prozent zum Vorjahr verzeichnet. „Große Flächen stehen massiv unter Druck und haben nur dann eine Zukunft, wenn sie sich mehr in Richtung Fachhandel entwickeln“, ist Patrick van Tent überzeugt. Doch seien die Medimax-Franchisepartner auf einem guten Weg, führt der neue Vorstand aus. „In der Transformationsphase unterstützen wir mit den notwendigen Angeboten, um Knowhow und Serviceangebot auszubauen“, ergänzt er.

Comteam auf der Überholspur

Erfreulicher hingegen waren die Umsatzergebnisse des Systemhausverbunds Comteam.„Unsere dritte Kernmarke, das Technologie-Netzwerk Comteam, hat uns 2025 erneut große Freude bereitet: mit einer Umsatzsteigerung von 18,5 Prozent zum Vorjahr sowie einer deutlichen Ergebnissteigerung“, erklärt Matthias Assmann, der im ElectronicPartner-Vorstand für Comteam verantwortlich ist. Ausschlaggebend für die sehr gute Entwicklung waren unter anderem die Ablösung von Windows 10 und der starke Boom beim Thema Künstliche Intelligenz.

Wendepunkt wächst

Die auf nachhaltige Energielösungen ausgerichtete Marke Wendepunkt konnte im vergangenen Jahr die Marktposition ausbauen und das Leistungsportfolio erweitern. Insgesamt arbeiten in Deutschland inzwischen 141 ElectronicPartner-Mitglieder als Anbieter für erneuerbare Energien. Neben Photovoltaik, Wärmelösungen, Klimageräten und Heimenergie-Managementsystemen gehören neuerdings auch Photovoltaik-Zäune und -Terrassenüberdachungen zum Angebot. Ebenso konnte die Zuführung von Mitgliedern für ElectronicPartner weiter an Dynamik gewinnen, wie Matthias Assmann berichtet: „Die erfolgreiche Teilnahme an der SustainableSolutions-Messe in Düsseldorf führte zu 17 Eintritten von Fachbetrieben aus dem Bereich erneuerbare Energien in die Verbundgruppe.“ In Österreich wurden 52 ElectronicPartner-Mitgliedsbetriebe in das Konzept integriert und bieten landesweit Photovoltaik-Installationen an. In der Schweiz sei der Markteintritt erfolgt. Eine detaillierte Vorstellung ist auf der Home ’26 im April in Zürich geplant.

ElectronicPartner – Zukunft im Verbund

Die zu Beginn des Jahres eingeleitete Neuausrichtung von ElectronicPartner soll weiter fortgeführt werden, bekräftigen die Vorstandsmitglieder der Verbundgruppe. „Aktuell bauen wir neue Strukturen und Prozesse auf. Auch Patrick van Tent bringt gerade einiges in Bewegung. Wir arbeiten an zukunftsweisenden Konzepten und schauen über den Tellerrand, um effizienter und effektiver zu werden“, beschreibt Greta Ziob, ebenfalls Vorständin von ElectronicPartner. Dabei solle das Rad nicht neu erfunden werden, doch müsse die Position des Fachhandels gestärkt und Consumer Electronic neu gedacht werden.

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Van Tent plädiert für eine höhere Eigenverantwortung der Mitglieder. Man müsse da sein, wo die Kunden sind und kundenorientiert agieren. So verschwinden auch die Grenzen zwischen On- und Offline-Handel. Doch sollten klare Produktlinien erkennbar sein und bleiben sowie Beratung und Kundennähe im Fokus liegen.

Matthias Assmann ergänzt: „Wir machen aus unserer Verbundgruppe eine Gruppe, die ihren Namen noch stärker lebt, sowohl in der Zentrale als auch in den Mitgliedsbetrieben: Es braucht mehr Interaktion und Zusammenarbeit – denn Transformation beginnt bei den Menschen. Die wollen und werden wir durch ein neues, professionelles Miteinander und ein zukunftsorientiertes Mindset mitnehmen. Auf unserem Kongress transportieren wir diese Botschaft an unsere Mitglieder und werden ab sofort gemeinsam daran arbeiten.“

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