Herausforderungen gemeistert ElectronicPartner: besser als der Markt

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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ElectronicPartner blickt auf ein herausforderndes Jahr zurück, doch hat sich die Verbundgruppe trotz Umsatzrückgangs besser als der Markt entwickelt. Eine durchweg positive Bilanz zieht EP: bei der Umsetzung des hausinternen Nachhaltigkeitsprojekts.

Trotz Krisen und Herausforderungen hat sich die Verbundgruppe ElectronicPartner im vergangenen Jahr „respektabel geschlagen“. (Bild:  www.jochenrolfes.de)
Trotz Krisen und Herausforderungen hat sich die Verbundgruppe ElectronicPartner im vergangenen Jahr „respektabel geschlagen“.
(Bild: www.jochenrolfes.de)

Nach dem Rekordjahr 2020 ist der Umsatz von ElectronicPartner im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. EP-Vorstand Karl Trautmann macht dafür die „vielfach diskutierten externen Sondereinflüsse“ des vergangenen Jahres verantwortlich. Neben dem Ukraine-Krieg und Flüchtlingskrise haben die Verknappung von Bauteilen und Brüchen in den Lieferketten sowie die Kaufzurückhaltung der Konsumenten den Mitgliedern der Verbundgruppe zu schaffen gemacht. Doch ist Trautmann überzeugt, „diese Entwicklung passt durchaus zum Gesamtbild, das der Elektronikfachhandel aktuell zeichnet, wobei sich unsere Verbundgruppe im Verhältnis respektabel geschlagen hat“. Ein Blick auf die Umsatzentwicklung der Landesgesellschaften in der Schweiz, in Österreich und in den Niederlanden zeige aber, dass diese besser auf die Herausforderungen des Marktes reagiert haben. Insgesamt weist der Umsatz dort ein Minus 2 Prozent auf, während die Unternehmen in Deutschland einen um 4 Prozent verringerten Umsatz im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen mussten.

Kaufzurückhaltung und nachhaltige Geräte

Federn lassen musste vor allem der Fachhandel. Laut GfK-Zahlen gab es dabei insgesamt Umsatzeinbußen von 6,9 Prozent. Diesem Trend konnte sich auch die EP-Fachhändler nicht ganz entziehen. Dennoch entwickelte sich die Kernmarke EP zum achten Mal besser als der Vergleichsmarkt. EP weist für 2022 ein Umsatzrückgang von 5,8 Prozent und somit erstmals seit Jahren ein negatives Ergebnis aus. Dabei gab es in den unterschiedlichen Warengruppen durchaus auch positive Entwicklungen. Während es im TV-Geschäft trotz Fußball-WM nicht den erhofften Boom gegeben hat, entwickelte sich etwa der Mobilfunkbereich äußerst positiv mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent. Auch das Segment Elektrokleingeräte hat sich bei EP mit einem Plus von 6,2 Prozent positiv entwickelt. Bei der Weißen Ware gab es ebenfalls eine Umsatzsteigerung (4,9 %), was auf eine gestiegenen Sensibilisierung der Endverbraucher für mehr Nachhaltigkeit zurückzuführen ist.

Franchise-Modell bei Medimax trägt Früchte

Überaus erfreulich hingegen war die Entwicklung bei Medimax. Während die GfK für die Großfläche ein Umsatzplus von 3,6 Prozent für 2022 angibt, verbuchte Medimax ein Plus von 9,6 Prozent. Das Franchise-Modell und die kundenzentrierte, konzeptionelle Neuausrichtung der Märkte tragen Früchte. „Wir haben eine mutige Entscheidung getroffen, als wir kurz nach dem Beginn der Neuausrichtung von Medimax trotz Corona-Pandemie die Privatisierung fortgesetzt haben. Heute sind alle Märkte in der Hand von engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern und die aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung richtig war und sich der Einsatz aller Beteiligten gelohnt hat“, erklärt Friedrich Sobol, im EP-Vorstand verantwortlich für die Marke Medimax.

Einbußen gab es bei Comteam. Nach zwei starken Jahren ist der Umsatz 2022 zurückgegangen und weist ein Minus von 4,3 Prozent auf.icl „Dieses Ergebnis muss im Gesamtzusammenhang gesehen werden: Nach einem Plus von 4,7 Prozent in 2020 und einem Plus von 2,1 Prozent in 2021 liegt der Umsatz der Partner des Technologie-Netzwerks immer noch deutlich über Vor-Corona-Niveau“, erläutert Matthias Assmann, Vorstand von Comteam.

Mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen

Erfolgreich umgesetzt hat EP im vergangenen Jahr aber vor allem das Go-Green-Projekt für mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen. So hat die Firmenzentrale in Düsseldorf jetzt vollständig energetisch sanierte, moderne Geschäftsräume und flexible Arbeitsplätze. Seit Januar 2023 gibt es zudem mit einer einer 35-Stunden-Woche ein neues Arbeitszeitmodell. Mitarbeiter können dabei entscheiden, ob sie eine Vier- oder Fünf-Tage-Woche vorziehen und ob sie im Büro, im Homeoffice oder hybrid arbeiten wollen.

Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, um unseren Mitgliedern und Partnern auch in Zukunft die besten Teams zur Seite zu stellen. Denn nur so können wir optimale Unterstützung für unternehmerischen Erfolg bieten

Karl Trautmann, Vorstand ElectronicPartner

Auf den Ergebnissen ausruhen will sich die Verbundgruppe aber keineswegs. Vielmehr will EP in allen Geschäftsfeldern mit Zuversicht und neuen Projekten durchstarten. Geplant sind unter anderem zahlreiche Aktionen rund um die Firmenjubiläen – EP wird 50 und Medimax 35. „Wir werden trotz schrumpfender Endverbraucherbudgets den Verkauf von hochwertigen, nachhaltigen und energieeffizienten Sortimenten forcieren“, bekräftigt Trautmann.

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