Intel Developer Forum 2014 NAS-Konkurrenz durch Microsoft

Redakteur: Klaus Länger

Microsoft gab auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco einen ersten Ausblick auf kommende Mini-Server mit Windows Storage Server 2012 R2 Essentials. Sie sind für den SoHo-Markt gedacht und treten hier gegen NAS-Geräte mit Linux an.

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Der Windows Storage Server 2012 R2 Essentials läuft auf dem kleinen Server unter dem Macbook. Er kann auch via Webbrowser oder sogar von Windows-Smartphones aus gesteuert werden.
Der Windows Storage Server 2012 R2 Essentials läuft auf dem kleinen Server unter dem Macbook. Er kann auch via Webbrowser oder sogar von Windows-Smartphones aus gesteuert werden.
(Bild: IT Business)

Mit der Einstellung des Windows Home Server 2011 hat Microsoft den Markt für günstige und einsteigerfreundliche Storage-Server quasi kampflos den NAS-Geräten auf Linux-Basis überlassen. Das Betriebssystem Windows Server 2012 Essentials hat zwar einige der Konzepte aus dem Windows Home Server übernommen, etwa das Dashboard für das Remote-Management oder das automatische Client-Backup, ist aber mit einem Preis von mehr als 300 Euro keine echte Alternative zu Linux für SoHo-Storage-Geräte.

Mit dem Windows Storage Server 2012 R2 Essentials nimmt Microsoft einen erneuten Anlauf, um im SoHo-Markt Fuß zu fassen. Auf dem IDF zeigte Microsoft im Showcase, sozusagen eine kleine Messe im Rahmen des IDF, eine Studie für einen kleinen 4-Bay-Server mit Atom-Prozessor. Der Rechner war nicht größer als ein vergleichbares Linux-NAS. Kompakte Storage-Server mit Windows Storage Server 2012 R2 Essentials sollen zum Jahresende von verschiedenen Herstellern auf den Markt kommen, der Preis soll dabei bei etwa 400 Dollar für ein Gerät ohne Festplatten für Daten liegen. Solo soll das Betriebssystem nicht verkauft werden.

Einfache Bedienung, raffiniertes Backup

Nach dem, was wir auf dem IDF sehen konnten, basiert der kleine Storage-Server auf dem Windows Server Essentials 2012 R2. Gesteuert wird er primär per RDP über das Dashboard. Diese Oberfläche enthält Reiter für das User-Management, das Client-Management mit der Konfiguration der Backups, die Verwaltung der Festplatten und für Add-ins, die Zusatzfunktionen bereit stellen. Auch der Fernzugriff via SSL und Webbrowser wird hier konfiguriert. Zudem wird es auch Apps für Windows Phone 8.1 und Windows 8.1 geben.

Auf den PCs im LAN läuft jeweils ein Dienst und eine kleine Client-Software, die auch für ein regelmäßiges Backup sorgen. Die Sicherungen können nicht nur für ein Komplett-Restore verwendet, sondern auch als virtuelles Laufwerk eingebunden werden, um einzelne Dateien wieder herzustellen. Auch den flexiblen Umgang mit Festplatten hat der neue Storage-Server vom Server 2012 Essentials R2 übernommen: Über Festplatten mit unterschiedlicher Größe und Interface hinweg können Storage-Pools gebildet werden, auf denen wiederum Storage-Spaces angelegt werden. Diese virtuellen Laufwerke können Daten bei Bedarf redundant speichern. Auch Thin-Provisioning wird unterstützt: Hier wird ein Storage-Space angelegt, der größer als die physikalische Festplattenkapazität ist. Bei Bedarf werden dem Pool einfach weitere Platten hinzugefügt. Ein Vorteil gegenüber NAS-Geräten auf Linux-Basis ist die einfache Active-Directory-Einbindung der kommenden kleinen Windows-Storage-Server.

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