B2B-Neuheiten von Lenovo MWC 2026: Lenovo-Thinkpads und KI-Konzepte

Von Klaus Länger 5 min Lesedauer

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Auf dem MWC 2026 hat Lenovo eine neue Generation von Thinkpads vorgestellt, die mit neuen Intel- und AMD-Prozessoren ausgestattet sind. Zudem zeigte der Hersteller interessante Konzepte für KI-Assistenten wie das roboterähnliche Lenovo AI Workmate Concept.

Bisher waren Thinkpads grundsätzlich schwarz. Auf dem MWC stellt Lenovo nun Geräte vor, die auch in Cosmic Blue auf den Markt kommen. Hier ist das T14s Gen 7 mit dem ebenfalls auf dem MWC vorgestellten AMD Ryzen AI Pro 400 zu sehen.(Bild:  Lenovo)
Bisher waren Thinkpads grundsätzlich schwarz. Auf dem MWC stellt Lenovo nun Geräte vor, die auch in Cosmic Blue auf den Markt kommen. Hier ist das T14s Gen 7 mit dem ebenfalls auf dem MWC vorgestellten AMD Ryzen AI Pro 400 zu sehen.
(Bild: Lenovo)

„Jeder Kunde kann ein Auto in jeder beliebigen Farbe lackieren lassen, solange es schwarz ist,“ soll Henry Ford einmal über sein Modell T, das erste Auto aus Fließbandproduktion, gesagt haben. Das galt bisher auch für die zuerst von IBM und später von Lenovo gebauten Thinkpad-Notebooks. Das hat nun ein Ende: Die auf dem MWC 2026 in Barcelona präsentierte Thinkpad-Modelle ThinkPad T14 Gen 7 und T14s Gen 7 werden nicht nur in Eclipse Black, sondern auch in Cosmic Blue angeboten. Eine weitere Neuerung der 2026er-Thinkpad-Generation ist die verbesserte Reparierbarkeit und teilweise auch Aufrüstbarkeit der Geräte. Der Gehäuseboden ist bei den T-Modellen mit Schrauben befestigt und soll einfacher zu entfernen und gegen das komplette Herausdrehen gesichert sein. Zudem lassen sich nun auch die USB-C-Ports einfach austauschen. Die Mainstream-Modelle Thinkpad T14 Gen 7 und das Thinkpad T16 Gen 5 erreichen so in der iFixit-Reparierbarkeitsbewertung die volle Punktzahl, das dünnere T14s Gen 7 immerhin 9 von 10 Punkten.

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Thinkpads mit AMD-, Intel- und Qualcomm-CPU

Mit dem Thinkpad T14s Gen 7 zeigt Lenovo das bislang leichteste Notebook der T-Serie von Lenovo. Es bringt 1,1 kg auf die Waage, verfügt aber über eine 58 Wh starken Akku für eine lange Laufzeit. Das schlanke 14 Zoll große Notebook wird mit verschiedenen Prozessorfamilien auf den Markt kommen: Intel Core Ultra 3 mit Intel vPro, AMD Ryzen AI PRO 400 sowie Snapdragon X2 Elite- und Snapdragon X2 Plus von Qualcomm. Allen gemeinsam ist eine leistungsstarke NPU für lokale KI-Anwendungen, die auch die Anforderungen von Microsoft Copilot+ erfüllt.

Etwas schwerer und dicker ist das Thinkpad T14 Gen 7, das ebenfalls mit den neusten Intel- und AMD-Prozessoren ausgestattet ist. Beim T14 in der Intel-Variante ist der LPDDR5X-Speicher sogar aufrüstbar, da Lenovo LPCAMM2-Speicher einsetzt. Für User, die größere Displays bevorzugen, kommt das 16 Zoll große Thinkpad T16 Gen 5. Alle Modelle der Produktreihe sind optional mit einer 5-Megapixel-Kamera lieferbar, die mit Computer Vision und vHDR arbeitet. Zudem haben die Entwickler größere Lautsprecher in die Gehäuse gepackt. Die drei neuen Modell erscheinen im April 2026 und sollen ab 1.699 Euro (UVP), 1.399 Euro (UVP) und 1.499 Euro (UVP) kosten. Als passendes Zubehör für die Arbeit mit den Thinkpads gibt es für 239 Euro (UVP) das portable 16 Zoll große Display Thinkvision M16.

Neue 2-in-1-Thinkpads

Mit dem Thinkpad T14s 2-in-1 Gen 2 bekommt auch das Convertible-Modell in der Familie ein Update: Mit 1,34 kg ist es leichter als der Vorgänger. Zudem kann der serienmäßig mitgelieferte Stift nun seitlich in das Gehäuse geschoben werden, wenn er nicht für Notizen, Anmerkungen und Dokumentmarkierungen im Tablet-Modus benötigt wird. Für das ab Mai verfügbare T14s 2-in-1 Gen 2 ruft Lenovo einen UVP ab 1.749 Euro auf.

Kunden, die für ein Convertible nicht soviel Geld ausgeben wollen, haben ab Juni 2026 die Möglichkeit, das Thinkbook 14 2-in-1 Gen 6 zu erwerben. Das 360-Grad-Convertible mit dem 14 Zoll großen WUXGA-Touchdisplay, optionalem Stift und ebenfalls Panther-Lake-CPU soll ab 799 Euro (UVP) kosten.

Das Thinkpad X13 Detachable wird ab 1.949 Euro (UVP) kosten. Das ab Juli 2026 verfügbare Windows-Tablet mit Docking-Tastatur basiert auf der Panther-Lake-Plattform von Intel und wird mit bis zu 64 GB RAM lieferbar sein, doppelt so viel wie beim Vorgänger. Auch die Diagonale des hochauflösenden, 500 Nits hellen Displays ist von 12 auf 13 Zoll gewachsen. Neu ist ebenfalls das Keyboard mit dem auf 1,5 mm gewachsenen Tastenhub. Der Vollformat-Stift kann in der Folio-Tastatur geparkt und aufgeladen werden. Wie Lenovo betont, hat auch das Thinkpad X13 Detachable bei der Reparierbarkeit zugelegt. Und neben dem Akku können auch die USB-C-Ports getauscht werden.

Robustes Android-Tablet

Eine Premiere ist das Thinktab X11 als erstes robustes Android-Tablet im Think-Ökosystem. Das 11 Zoll gorße Tablet auf Basis der Snapdragon-7s-Gen-3-Mobile-Platform erfüllt die Anforderungen der IP68-Schutzklasse und ist soll für raue Einsatzbedingungen und den industriellen Einsatz in Logistik, Fertigung, Bauwesen, Transport und Energie geeignet sein. Das Display erkennt Touch-Eingaben auch bei Regen und mit Handschuhen. Der Akku des Geräts kann ohne Werkzeug getauscht werden. Zudem bietet das Tablet einen batterielosen Modus für den stationären Einsatz, etwa in Fahrzeugen oder in Verbindung mit Peripheriegeräten, etwa in der Messtechnik. Zwei USB-C-Ports und frontseitiges NFC zählen zur Ausstattung. Das Thinktab X11 ist ab April 2026 für einen UVP ab 499 Euro verfügbar.

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Konzepte für den modernen Arbeitsplatz mit KI-Unterstützung

Lenovo hat auf dem MWC darüber hinaus mehrere Konzeptstudien mit Technologien, die das Arbeiten erleichtern sollen, präsentiert. Das ThinkBook Modular AI PC Concept ist ein modular aufgebautes Notebook, das zeigen soll, wie künftige Business-Computing-Lösungen aussehen können. Bei dem schlanken 14 Zoll großen Notebook kann das Keyboard entfernt und durch ein dünnes Display ersetzt werden. Letzteres soll als zweiter Monitor die Arbeitsfläche erweitern. Das Keyboard funktioniert auch drahtlos. Alternativ kann das Zusatzdisplay mittels Kabel auch als externer Zweitmonitor dienen. Ein weiterer Clou sind die beiden modularen Schnittstellen in der Basiseinheit. Hier können, je nach Einsatzszenario, Module mit USB-C-, USB-A- oder HDMI-Port verwendet werden.

Das Lenovo AI Workmate Concept ist ein Zusatzgerät, das an einen Industrieroboter erinnert. An einem beweglichen Arm ist eine Art Kopf mit einem kleinen Display für die Interaktion mit dem User angebracht. AI Workmate unterstützt laut Lenovo Schrift-, Sprach-, Gesten- und räumliche Interaktion. Zudem soll eine integrierte Kamera Dokumente erfassen, in Text umwandeln und auch gleich Zusammenfassungen liefern. Hilfe gibt es ferner beim Organisieren von Notizen oder bei der Erstellung von Präsentationen. Schließlich sollen sich Inhalte auf Schreibtische oder Wände projizieren lassen.

Deutlich näher an einem Serienprodukt ist das Lenovo AI Work Companion Konzept. Es ist eine Art Tischuhr mit Display, das Aufgaben und Termine aus allen Geräten des Benutzers synchronisiert und anzeigt. Zudem soll es damit möglich sein, einen Tagesplan zu erstellen und den Arbeitsrhythmus des Anwenders im Auge zu behalten. Bei zu langer Bildschirmarbeit mahnt der AI-Coach Arbeitspausen an. Ein Port-Hub ist ebenfalls integriert.

Dass es mache Konzept-Geräte schaffen sogar direkt in die Serienproduktion schaffen, zeigt das kleine Zusatzdisplay Magic Bay Tiko. Im vergangenen Jahr hat Lenovo es auf dem MWC als Konzept gezeigt . Ab Juni 2026 wird es für 49 Euro (UVP) in den Handel kommen. Das runde Display des smarten Begleiters Tiko wird auf einen Notebook-Monitor aufgesteckt und zeigt per KI kontextbezogene Informationen an.

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