Die aktuelle Studie von VMware „Multi-Cloud Maturity Index“ zeigt, dass Unternehmen mehr auf Multi-Cloud-Lösungen setzen, um ihre Daten zu monetarisieren, um so einen höheren Umsatz zu generieren. Auch für Deutschland hat die Studie interessante Ergebnisse.
Die VMware-Studie „The Multi-Cloud Maturity Index“ verdeutlicht Probleme und Herausforderungen zur Datennutzung in deutschen Unternehmen.
(Bild: Who is Danny - stock.adobe.com)
Der Studie „The Multi-Cloud Maturity Index“ von VMware nach, wollen 93 Prozent der Unternehmen in Deutschland die eigenen Daten dazu verwenden, den Umsatz zu steigern. Als wichtige Einnahmequelle sehen das sogar 42 Prozent. Dazu befragt wurden 2.880 Business- und IT-Entscheidungsträger in der EMEA-Region.
Datensouveränität gewährleisten
Mit 52 Prozent sind knapp mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland überzeugt, dass sie ihre Daten für neue Prozesse mit Hilfe mehrerer Clouds besser nutzen können und zudem kritische Fragen zu nationalen sowie sektoralen Datensouveränität lösen können. Die Datensouveränität ist dabei eines der wichtigsten Probleme, wie aus der Studie hervorgeht. 95 Prozent der Unternehmen sehen das so.
Allerdings ist es nicht leicht, aus Daten einen Mehrwert zu generieren. Hier sind die Herausforderungen sehr differenziert. Hindernisse sehen die Befragten bei der Sicherheit (39 %), den Fachkenntnissen (37 %), den möglichen Schwierigkeiten, wenn verschiedene Cloud-Umgebungen zusammengefasst werden sollen sowie der isolierte Zugang zu den Daten (25 %).
Und ganze 74 Prozent der Unternehmen sehen die Notwendigkeit, die Kontrolle über die eigenen Betriebs- und Cloud-Kosten zu verbessern. Das sei unabdingbar, damit die Daten einen konkreten geschäftlichen Nutzen bringen sollen.
Cloud-smart zu sein – also die Fähigkeit, den richtigen Cloud-Typ für die richtigen Daten zu wählen, einschließlich hochsensibler Informationen, die innerhalb der nationalen Grenzen bleiben müssen – wird zum De-facto-Geschäftsmodell für Unternehmen, die aus ihren Daten einen Vorteil ziehen wollen.
Joe Baguley, VP und CTO VMware EMEA
De-facto-Geschäftsmodell Cloud-smart
Als Rückgrat der digitalen Geschäfts bezeichnet Joe Baguley, VP und CTO VMware EMEA, das Vertrauen in die Daten, wenn neue Prozesse initiiert werden sollen und um Wettbewerbsvorteile zu erreichen. „Cloud-smart zu sein – also die Fähigkeit, den richtigen Cloud-Typ für die richtigen Daten zu wählen, einschließlich hochsensibler Informationen, die innerhalb der nationalen Grenzen bleiben müssen – wird zum De-facto-Geschäftsmodell für Unternehmen, die aus ihren Daten einen Vorteil ziehen wollen“, sagt Baguley. Nur durch die Nutzung mehrerer Clouds für die Datenverwaltung und der dadurch ausgeschöpften Wettbewerbsvorteilen können Unternehmen umfassend davon profitieren, ist sich der Experte sicher. Der Erfolg bedinge jedoch die vollständige Kontrolle über die Verortung der eigenen Daten, ohne jeglicher Einschränkungen bei der Sicherheit, Compliance, Souveränität und der Anbieterwahl.
Bei den Vorteilen, die der Einsatz von Multi-Clouds und der damit verbundenen Chancen, diverse Private, Public, Edge oder Sovereign Clouds zu verwenden und zu verwalten, bieten, sind sich 83 Prozent der Befragten einig. Es lohne sich, die Herausforderungen anzugehen. Positive Auswirkungen durch die Nutzung von Multi-Clouds auf das Umsatzwachstum sehen 45 Prozent der Studienteilnehmer. Etwas darunter, mit 41 Prozent, liegt die Meinung, dass dies die Rentabiliät verbessert habe.
Für Lars Riedel, Geschäftsleitungsmitglied und Leitung Development and Operations, von DATEV, ist es wichtig, die gesamte IT-Infrastruktur in die Cloud zu verlagern, um auf dem Markt bestehen zu können. Nur so könne man rascher auf den Markt und auf rechtliche Änderungen reagieren. Er erläutert :„Die Vorteile eines solchen Cloud-nativen Ansatzes reichen von größerer Ausfallsicherheit über bessere Zusammenarbeit bis hin zu intelligenter Automatisierung. Und er ist die Grundlage, um die Digitalisierung unserer Kunden auch in Zukunft optimal zu unterstützen.“
Entscheidungsträger aus 10 Ländern
Für die Befragung wurden 2.880 Geschäfts- und IT-Entscheidungsträger aus 10 Ländern befragt. Die Verteilung in den einzelnen Ländern umfasst ähnlich große Gruppen mit Dänemark (240), Frankreich (350), Deutschland (350), Israel (240), Italien (240), den Niederlanden (240), Spanien (240), Schweden (240) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (240). In Großbritannien waren es 500 Befragte. VMware beauftragte dazu Vanson Bourne, die Befragung fand zwischen April und Juni 2022 statt.
Stand: 08.12.2025
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