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eM Client und Brainworks

Mit Kampfpreisen ohne Cloud-Abo gegen Outlook

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Kalender- und Projektmanagement-Funktionen erweitern den Werkzeugkasten der E-Mail-Lösung „eM Client“ aus Prag.
Kalender- und Projektmanagement-Funktionen erweitern den Werkzeugkasten der E-Mail-Lösung „eM Client“ aus Prag. (Bild: eM Client)

Als Generalvertretung für das Software-Haus eM Client aus Prag, will Brainworks aus München die gleichnamige Outlook-Alternative im B2B-Kanal als feste Größe etablieren. Die Chefs der Firmen setzen dabei auf klassischen Channel-Vertrieb und ein Nicht-Abo-Lizenzmodell.

Das Software-Haus eM Client will mit einer Outlook-Alternative durchstarten und kooperiert dazu mit dem Münchner VAD Brainworks. Gegründet wurde eM Client im Jahr 2007. Nachdem zunächst in einem Keller programmiert wurde, ist die Firma inzwischen in einem schönen Glasfront-Büro inmitten von Prag angekommen. „Bei eM Client direkt arbeiten rund 20 Mitarbeiter, alle ausschließlich in der Entwicklung oder dem Support, denn – um das klar zu sagen – wir sind keine Sales-Company. Dafür haben wir Partner, wie beispielsweise Brainworks aus München, die für die DACH-Region die Generalvertretung übernommen haben“, sagt Michal Bürger, CEO, eM Client.

Microsoft-Alternativen

Anton Thoma, Geschäftsführer bei Brainworks
Anton Thoma, Geschäftsführer bei Brainworks (Bild: Brainworks)

Für den Brainworks-Chef Anton Thoma passt die Software gut ins Portfolio, denn: „Wir sind seit gut 15 Jahren stark im Server-Business – speziell in Sachen Microsoft-Alternativen – aufgestellt. Kerio Connect als Exchange-Alternative sei hier genannt, oder die Mailserver- und Groupware-Lösungen von IceWarp. Zu diesen Flaggschiffen passt eM Client als Outlook-Alternative sehr gut dazu – zum einen wegen der günstigen Preisgestaltung, zum anderen, weil unsere Kunden mitunter generell Microsoft-Alternativen oder prinzipiell On-Premises-Lösungen bevorzugen. Insbesondere im Bereich der öffentlichen Hand treffen wir immer häufiger auf solche Grundhaltungen.“ Thoma hat große Pläne: „Unser Ziel ist es, eM Client in die Köpfe der Handelspartner zu bringen und zwar als Nummer-1-Outlook-Alternative. Abgesehen vom Preis und der intuitiven Bedienbarkeit ist die Software superstabil, schnell und verfügt über eine zentrale Verwaltung, die im Partnerumfeld oft gelobt wird.“

Projektpreise

Brainworks feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum und kann im Produktsegment Collaboration-Software auf rund 3.500 Vertriebspartner bauen, von denen 1.700 aktiv innerhalb eines Jahres etwas gekauft haben. Im Partnerbereich der Firmenwebsite erhalten Fachhändler Zugriff auf ein Online-Kalkulationswerkzeug für eM-­Client-Projekte, das nach Eingabe der Eckdaten – welches Produkt mit wie vielen ­Clients in welchem Umfeld (denn für Bildung und Behörden gibt es Extra-Rabatte) – sofort verbindliche Händler-Projektpreise ausgibt.

Dauerlizenz statt Subscription-Modell

Der Cloud-Ära zum Trotze wird im B2B-­Segment mit Dauerlizenzen statt dem Subscription-, beziehungsweise Abo-Modell gearbeitet. Das mag sich etwas gegen den aktuellen Zeitgeist in der Software-Branche stellen, so Thoma, „allerdings ist das in Wahrheit oft ein Wettbewerbsvorteil beziehungsweise in vielen Fällen ein richtig gutes Verkaufsargument.“ Klassischer Lizenzvertrieb also. Allerdings gilt dieses Kredo nur für den B2B-Kanal. „Das B2C-Segment gehen wir über Online-Vertriebskanäle an – einmal direkt über unsere Website und dann auch noch über die Online-Stores von Microsoft und Apple“, ergänzt eM-Client-CEO Bürger.

Preisaggressiver Marktzugang

Michal Bürger, CEO bei eM Client
Michal Bürger, CEO bei eM Client (Bild: eM Client)

„Über den Apple- und Microsoft-Store gibt es unsere Outlook-Alternative aus verschiedenen Gründen in einem Subscription-Modell, das ist aber die Ausnahme. Denn eigentlich bevorzugen wir das klassische Modell mit Dauerlizenzen“, sagt Bürger. Was hierbei die Kosten pro Client angeht, fährt eM Client ein relativ preisaggressives Modell: „Ein einzelner ­Client kostet 40 Euro als zeitlich unbeschränkte Lizenz, und die Kosten gehen schnell runter. Der zweite Client kostet bereits nur noch 25 Euro und bei 100 Usern sind sie bei insgesamt 959,95 Euro, beziehungsweise 9,59 Euro pro Client“, führt Bürger aus. „Die Client-Lösung ist sowohl für den B2B- als auch für den B2C-Markt ausgelegt und umfasst in der Administration von einer zentralen Konsole sowohl Windows- als auch Mac-Clients.“

Look and Feel

Umsatzmäßig liegt das Prager Unternehmen gegenwärtig bei etwa 1,5 Millionen Euro im Jahr. Weltweit nutzen derzeit etwa 1,5 Millionen User die eM-Client-Software und die installierte Basis in Deutschland – nach den USA der zweitwichtigste Markt für die Firma – liegt bei rund 300.000. „Etwa alle zwei Jahre kommt ein größeres Update“, sagt Bürger. „Das nächste Mal wird es Ende 2019 soweit sein, wenn wir Version 8 veröffentlichen.“ Die aktuelle Version beherrscht die Synchronisation mit Exchange 365 von Microsoft, iCloud von Apple und der G Suite von Google. „Mit letzterer haben Wettbewerber bekanntlich mitunter Probleme“, sagt Bürger. Außerdem sollen sich Outlook-Nutzer beim eM Client vom „Look and Feel“ her intuitiv zurecht finden können.

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