Angetestet: Asus PN64-E1 Mini-PC mit Power fürs Office

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mini-PC statt Midi-Tower: Im Hands-on-Test muss der kleine Expertcenter PN64-E1 von Asus beweisen, dass er einen herkömmlichen Office-PC ersetzen kann. Immerhin wartet der ­Winzling mit einem Intel Core i5-13500H auf, der über 12 Prozessorkerne verfügt.

Der nur 120 x 130 x 58 mm große Expertcenter PN64-E1 von Asus basiert auf Notebook-Technik von Intel. Der kleine Rechner mit Raptor-Lake-H-CPU kann leicht aufgerüstet werden und bietet eine breite Palette an Schnittstellen.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Der nur 120 x 130 x 58 mm große Expertcenter PN64-E1 von Asus basiert auf Notebook-Technik von Intel. Der kleine Rechner mit Raptor-Lake-H-CPU kann leicht aufgerüstet werden und bietet eine breite Palette an Schnittstellen.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Asus wurde von Intel als erster Hersteller dazu auserkoren, die Mini-PCs der NUC-Serie zu übernehmen und die Entwicklung weiterzuführen. Wie gut Asus schon jetzt als Hersteller von Mini-PCs ist, wollen wir mit dem Hands-on-Test des Expertcenter PN64-E1 feststellen.

Auf dem Schreibtisch macht sich der Rechner mit Abmessungen von 120 x 130 x 58 mm ganz klein. In dem mattschwarzen ­Gehäuse steckt daher im Wesentlichen Notebook-Technik. Auf dem winzigen Mainboard ist beim Testgerät als Prozessor ein Intel Core i5-13500H aufgelötet. Die Mobile-CPU zählt zu Intels aktueller Raptor-Lake-­Generation und bietet insgesamt 12 Prozessorkerne. Davon sind vier P-Cores mit Hyperthreading und acht sparsamere E-Cores. Zudem ist in der CPU noch eine Intel-Xe-GPU mit 80 Ausführungseinheiten untergebracht. Mit ihr unterstützt der kleine PC bis zu vier 4K-Displays, zwei über HDMI, einen über DisplayPort und einen über die Thunderbolt-4-Schnittstelle auf der Rückseite des kompakten Gehäuses. Letztere kann auch gleich statt des relativ großen 120-Watt-Netzteils für die Stromversorgung verwendet werden. Allerdings reichen dafür die 65 Watt, die viele Monitore mit USB-C-Schnittstelle liefern, nicht aus. Bei normaler Office-Nutzung konsumiert der PN64-E1 zwar deutlich weniger, kann aber unter Last bis zu 90 Watt ziehen.

Alternativ zum Testgerät mit DisplaPort bietet Asus den Rechner auch in anderen Schnittstellenkonfigurationen an: Mit einem dritten HDMI-Port, VGA, einer seriellen Schnittstelle oder einem zweiten 2,5G-LAN-Port.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Platz für bis zu drei Massenspeicher

Ab Werk ist der Rechner in der getesteten Variante PN64-S5017MDE1 für knapp 780 Euro mit 8 GB DDR5-4800 sowie einer 256 GB großen M.2-NVMe-SSD bestückt. Die TLC-SSD Micron 2400 mit PCIe-Gen4-­Interface schafft im Test eine sequentielle Leserate von 3.577 MB/s. Auf dem Mainboard ist noch Platz für einen zweiten ­SO-DIMM sowie eine weitere M.2-SSD.

Zudem fasst das Gehäuse noch eine SATA-SSD oder HDD im 2,5-Zoll-Format. Das Gehäuse lässt sich nach dem Lösen von vier Schrauben in den Standfüßen leicht öffnen, um die Unterseite abzuziehen. Aufpassen muss man allerdings auf die Kabelverbindung zwischen Mainboard dem im Oberteil des Gehäuses und der Schnittstellenplatine im Boden.

Im Test mit Windows 11 – das OS gehört nicht um Lieferumfang – erzielt der PN64-E1 im Office-Benchmark PCMark 10 Extended von UL Solutions mit 4.783 Punkten einen guten Wert, der auf dem Niveau eines herkömmlichen Business-Rechners mit der Desktop-CPU Core i5-13500 liegt. Bei Spielen oder 3D-Anwendungen ist der Mini-PC mit seiner Xe-Grafik sogar schneller, da die UHD-Grafik in der Desktop-CPU nur über 32 EUs verfügt. Für anspruchsvollere Spiele oder 3D-Anwendungen ist sie mit 14.705 Zählern im 3D Mark Night Raid allerdings nur bedingt geeignet. Eine etwas höhere Leistung ist dabei möglich, wenn beide Speichersockel belegt sind und der Speicher im Dual-Channel-Modus läuft.

Ein GPU-Upgrade ist nur mittels einer über Thunderbolt angebundenen eGPU möglich. Die Anbindung erfolgt dann über vier PCIe-3.0-Lanes. Für die LAN-Anbindung stellt der ­Mini-PC einen integrierten Intel I225-V für 2,5GbE bereit. Als WLAN-Controller ist ein Intel AX210 mit Wi-Fi-6E-Unterstützung, Bluetooth 5.2 und im Gehäuse integrierten Antennen installiert.

Asus bietet für den kleinen Rechner eine eigene MyAsus-Software an, über die ein spezieller Leise-Modus aktiviert werden kann. Zudem bietet die Software Funktionen für die Übertragung von Daten und Anwendungen von anderen Rechnern, für die Priorisierung bestimmter Anwendungen bei der Internetverbindung sowie eine Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen bei Videokonferenzen.

Ultrakompakter und flotter Business-Rechner

Der Expertcenter PN64-E1 hinterlässt im Hands-on-Test einen guten Eindruck. Der kleine Rechner ist flott, energiesparend und arbeitet im Normalbetrieb fast lautlos, auch ohne den Leise-Modus. Zudem ist er mit 2,5G-Ethernet sowie Wi-Fi 6E gut ausgestattet. Der kompakte Rechner lässt sich einfach öffnen und mit zusätzlichen RAM sowie Massenspeichern nachrüsten. Ein extra Speicherriegel ist empfehlenswert, da davon auch die Leistung der im Prozessor integrierten Xe-GPU profitiert.

(ID:49662720)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung