Collaboration heute und in der Zukunft Meetings auf dem »Holodeck« werden mit Telepresentern real

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Wenn sechsstellige Investitionskosten kein Problem sind, können Firmen bessere Videokonferenzen halten als man sie vom Raumschiff Enterprise her kennt. Wer noch ein wenig wartet, kann sogar auf Hologramme wie in Star Wars setzen – zwar nicht über intergalaktische Grenzen hinweg, aber in besserer Auflösung.

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So fern und doch so nah – Meeting mit einem Telepresenter.
So fern und doch so nah – Meeting mit einem Telepresenter.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Erfahrung hat gezeigt, dass in der Science-Fiction zukünftige technische Errungenschaften oft mit geradezu prophetischer Treffsicherheit vorausgesagt werden. Was die Collaboration-Technologie angeht, sorgt ein Blick ins Star-Trek-Universum jedoch schnell für Ernüchterung. Wenn Jean-Luc Piccard, Captain der USS Enterprise, Kontakt mit der Admiralität aufnimmt, geschieht dies per audiovisuellem Bewegtbild auf einem relativ kleinen Monitor. Im Vergleich dazu ist die Videoconferencing-Technologie von heute bereits ein paar Schritte weiter.

Diese auch Unified-Communications-Video (UCV) genannte Technik wird von Cisco, Hewlett-Packard, Polycom und Teliris im Markt voran getrieben, so ein Überblick der Marktforscher von Gartner. Der Netzwerkkomponentenhersteller Cisco aus San Francisco läutete im Dezember 2006 mit ersten Pilotprojekten die Telepresence-Technologie ein. Seitdem werden Telepresenter in immer mehr Großunternehmen eingesetzt. Sie erzeugen ein sehr realitätsnahes Abbild der zusammen arbeitenden Menschen, wenn auch nicht über intergalaktische Entfernungen hinweg, sei fairerweise angefügt.

Gegenwärtig verfügen etwa 100 Konzerne über diese Technologie. Bei einem so genannten Telepresence-Meeting werden hoch aufgelöste Videobilder der Konferenzteilnehmer in Lebensgröße in einer speziell gestalteten Konferenzumgebung in Echtzeit übertragen.

Die Ausstattungsmerkmale

Ein ovaler Konferenztisch ist dabei zur Hälfte real als Möbelstück mit sechs Sitzplätzen vorhanden. Die andere Hälfte mit sechs Sitzplätzen ist nur virtuell auf drei 65-Zoll-Plasma-Bildschirmen zu sehen. Kameras, Mikrofone, Lautsprecher und eine Lampengruppe zählen zur Basisausstattung. Den realen Konferenzteilnehmern wird suggeriert, dass ihnen die Teilnehmer, die sich in Wirklichkeit an anderen Orten befinden, real gegenüber sitzen.

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