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Cloud-PBX-Anbieter LogMeIn und der deutsche Channel

Autor: Sarah Böttcher

Immer mehr amerikanische UCaaS-Anbieter strömen auf den deutschen Markt. Mit dabei auch LogMeIn. Für die Vermarktung seiner neuen Marke GoTo setzt das Unternehmen nun auf den deutschen ITK-Fachhandel.

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Die steigende Cloud-Akzeptanz in Deutschland weckt auch bei internationalen Cloud-Anbietern Begehrlichkeiten.
Die steigende Cloud-Akzeptanz in Deutschland weckt auch bei internationalen Cloud-Anbietern Begehrlichkeiten.
(Bild: tawanlubfah - stock.adobe.com)

Laut dem Digitalverband Bitkom wächst Cloud Computing so stark wie nie in Deutschland. So nutzten im Jahr 2018 drei von vier Unternehmen (73 %) Rechenleistungen aus der Cloud – im Vorjahr waren es erst zwei Drittel (66 %). Auch der Einsatz von UCC-Lösungen aus der Cloud erfreut sich zunehmender Akzeptanz. Zum einen durch den steigenden Einsatz mobiler UCC-Dienste, zum anderen durch den Wunsch vieler Mitarbeiter im Homeoffice (45 %) zu arbeiten.

Pablo Gargiulo, Head of Channel Programme bei LogMeIn
Pablo Gargiulo, Head of Channel Programme bei LogMeIn
(Bild: LogMeIn)

Durch diese Entwicklungen ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr Cloud-PBX-Anbieter auf den deutschen Markt drängen. Neben RoutIT und Fuze, die hierzulande bereits für Bekanntheit gesorgt haben, drängt nun auch LogMeIn nach Deutschland. Pablo Gargiulo, Head of Channel Programme bei LogMeIn, erfasst die Marktsituation in Deutschland wie folgt: „Immer mehr Unternehmen erkennen die zahlreichen Vorteile, die ein Umstieg auf moderne Telefonanlagen wie Cloud PBX mit sich bringt, und IT-Manager ermitteln, wann der richtige Zeitpunkt für einen Systemwechsel ist.“

LogMeIn hat bereits Niederlassungen in München, ein Kompetenzzentrum in Karlsruhe sowie ein Rechenzentrum in Frankfurt. Im Zuge der zunehmenden Cloud-Akzeptanz, der internationalen Expansionsbestrebungen des Unternehmens sowie dem Launch der neuen Marke GoTo und der Einführung der beiden Produkte GoToConnect und GoToRoom, war es Gargiulo zufolge eine „logische Schlussfolgerung“ neben den USA, Lateinamerika, Großbritannien und Irland, den deutschen Markt zu adressieren.

Auf Partnersuche

In Deutschland will LogMeIn vor allem durch seine Komplettlösung für Geschäftskunden punkten. Neben den Bestandskunden sollen weitere Partner dazugewonnen werden, um das GoTo-Portfolio im deutschen Markt zu etablieren. „Wir betrachten den deutschen ITK-Fachhandel als wertvolle strategische Basis. Aktuell sind wir dabei, unser Partnernetzwerk aus bestehenden lokalen sowie globalen Partnern mit Präsenz in Deutschland weiter auszubauen. Zudem suchen wir nach Partnern, die eine vertikale Marktorientierung verfolgen. Und natürlich halten wir stets Ausschau nach neuen Partnern.“

Globales Partnerprogramm

Während dem Unternehmen zufolge die Produktentwicklung in Deutschland seit Kurzem durch den Chief Product Officer Mike Sharp von Karlsruhe aus vorangetrieben wird, gibt es noch kein auf Europa oder Deutschland zugeschnittenes Partnerprogramm. „Wir verfügen über ein globales Programm, das ‚LogMeIn Partner Network‘. Allerdings darf dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass jedes Land eine eigene Kultur etabliert hat, wie dort Geschäfte gemacht werden. Das ist insbesondere in Deutschland der Fall. Vor diesem Hintergrund möchten wir unser Programm so flexibel gestalten, dass es sich sowohl für Deutschland als auch für Partner, die unsere Lösungen außerhalb Deutschlands vertreiben, problemlos anpassen lässt,“ erläutert Gargiulo. Wie sich diese Anpassungen konkret äußern werden, ist allerdings noch nicht bekannt. Die unterschiedlichen Partnerstufen des globalen Partnerprogramms orientieren sich am jeweiligen Umsatz. LogMeIn bietet neben Zertifizierungen auch Vertriebs-, Technik- und Marketing-Support.

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Über LogMeIn

LogMeIn wurde 2003 unter dem Namen 3am Labs in Budapest (Ungarn) gegründet. 2006 folgte dann die Umfirmierung. Seit 2009 ist das Unternehmen an der Börse vertreten und 2012 zog LogMeIn in die amerikanische Stadt Boston (USA) um. Ursprünglich war das Unternehmen ein Anbieter von Software as a Service und Cloud-basierten Remote-Konnektivitätsdiensten.

Durch diverse Übernahmen erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um Cloud-basierte UC-Services. Im Juli 2016 gab LogMeIn die Übernahme der GoTo-Sparte von Citrix bekannt. Im Februar 2018, nach dem Kauf von Jive, einem amerikanischen Collaboration-Software-Hersteller, führt LogMeIn sein bisheriges Kommunikationsdienstleistungsportfolio in einer Cloud-basierten Plattform zusammen. Die GoTo-Lösungen sind momentan nur in den USA, Lateinamerika, Großbritannien, Irland und Deutschland verfügbar.

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Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin