Software-Haus mit Schwerpunkt Warenwirtschaft Limmer Soft half schnell nach Kaufhausbrand

Autor: Sarah Gandorfer

Im Mai brannte es im Bremer Traditionskaufhaus „Harms am Wall“. Der Filialbetrieb konnte dank der Hilfe von Limmer Soft schnell normal weitergeführt werden.

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Bei einem Kunden hat es gebrannt – Limmer Soft konnte dank Cloud-Services die Daten schnell wieder herstellen.
Bei einem Kunden hat es gebrannt – Limmer Soft konnte dank Cloud-Services die Daten schnell wieder herstellen.
(Bild: davis_Fotolia.com)

Um die 160 Feuerwehrleute mit rund 50 Fahrzeugen waren Mitte Mai im Einsatz, als es in dem vierstöckigen Bremer Modehaus „Harms am Wall“ brannte. Der Geschäftsführer des Kaufhauses, Hans Eulenbruch, war von zwei Tätern überfallen und eingesperrt worden. Wie er gegenüber der Polizei aussagte, habe er sich nach etwa einer Stunde befreien können.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft haben die Täter in dieser Zeit an mehreren Stellen in dem Gründerzeitgebäude Feuer gelegt. Der Geschäftsführer konnte Videoaufnahmen der Sicherheitskameras bei seiner Flucht retten, die einen maskierten Täter zeigen. Die restliche IT dürfte den Flammen oder spätestens dem Löschwasser zum Opfer gefallen sein. Aufgrund der Polizeiermittlungen sowie der Einsturzgefahr, darf das als vom Bauamt nicht mehr sanierungsfähig eingestufte Gebäude nicht betreten werden. Eulenbruch hofft, das Unternehmen an anderer Stelle nun wieder aufbauen zu können.

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Datenrettung trotz Feuer und Wasser

Ein wahrer Kriminalfall. Eulenbruch hatte nicht nur das Glück, den Flammen lebend entkommen zu sein. Er konnte auch bereits am nächsten Tag seinen Geschäftsbetrieb in seiner Bremerhavener Filiale normal weiterführen, indem er auf ein Backup seines Warenwirtschaftssystems aus der Cloud zugreifen konnte. Somit konnte nachvollzogen werden, welche Waren verbrannt sind und welche sich im Außenlager befinden. Auch wirtschaftliche Außenstände können hier eingesehen werden. Zudem sind Kunden- und Lieferanten-Daten gespeichert.

Der IT-Dienstleister Limmer Soft hatte Eulenbruch zu dem Cloud-Service geraten. Michael Limmer, Geschäftsführer von Limmer Soft, stellte ihm außerdem recht schnell einen bei Busymouse gehosteten Server zur Verfügung, den Limmer eigentlich als Testgerät für Kundenvorführungen bereitstehen hatte. Das Cloud-Backup basierte auf „GFI Managed Online Backup“, einem Produkt das Limmer Soft seinem Kunden für 17,95 Euro im Monat verkauft. Ein recht kleiner Betrag, der sich angesichts geschäftlichen Schadens nun rechnet.

„Innerhalb einer Stunde hatten wir die fünf Gigabyte Daten des Backups auf den Cloud-Server gespielt. Am Bremerhavener Standort sind die Mitarbeiter begeistert, wie viel schneller der Busymouse-Server im Gegensatz zu der alten Variante ist“, erzählt Limmer. Limmer Soft hat sich als Software-Haus auf die Textil-Branche spezialisiert. Denn Michael Limmer war selbst Textilhändler mit drei Filialen Anfang der 1980er-Jahre. „Damals bin ich auf einen Programmierer gestoßen, der ein erstes Warenwirtschaftssystem auf Apple II unter Cobol konzipiert hatte – allerdings war das Ganze noch recht unausgereift: Man musste alles per Hand eingeben und konnte mehr oder weniger nur Etiketten drucken. Dennoch wurde ich ein Early Adopter“, schildert der Geschäftsführer. „Der Programmierer hatte keine Erfahrung bezüglich der Textilbranche und so fingen wir an zusammenzuarbeiten.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Michael Limmer vom Textil- zum Apple-Händler wurde.

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Redakteurin bei IT-BUSINESS