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Fibre Aggregation Switches Lancom positioniert sich als LAN-Komplettanbieter

Autor: Sarah Gandorfer

Das Aggregation-Switch-Portfolio von Lancom startet mit drei Modellen. Die Stacking-fähigen Fibre Switches unterscheiden sich durch die Anzahl der 10-GBit/s-Downlink-Ports und unterschiedlich performanten Uplink-Ports.

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Die Switches kommen mit optinalem Cloud-Management und lassen sich per Software-defined Networking automatisch in Betrieb nehmen.
Die Switches kommen mit optinalem Cloud-Management und lassen sich per Software-defined Networking automatisch in Betrieb nehmen.
(Bild: LANCOM Systems GmbH)

Mit den Fiber-Aggregation-Switches setzt sich Lancom zum Ziel, ein ganzes Netzwerk aus einer Hand anzubieten. Bisher konnte der Hersteller das nicht. Nun positioniert er sich im Bereich LAN-Switching als Alternative zu den Platzhirschen Cisco und HPE Aruba.

Um größtmögliche Flexibilität und Interoperabilität zu gewährleisten, sind alle Ports, inklusive der Stacking-Ports, nativ vorhanden und basieren auf Industrie-Standards. „Wir haben uns bewusst gegen ein modulares Konzept bei den Ports entschieden, um eine optimale Vernetzung zu ermöglichen. So kann der Switch ein zweistufiges Core-Netzwerk redundant bedienen“, erklärt Michael Müller, Vice President WLAN & Switches bei Lancom. „Bei den Preisen liegen wir weit unter denen unserer Mitbewerber.“

Die Geräte sollen ein zweistufiges Core-Netzwerk redundant verbinden.
Die Geräte sollen ein zweistufiges Core-Netzwerk redundant verbinden.
(Bild: Lancom)

Mit den Geräten aus der 10-GBit/s-Klasse adressiert der Hersteller größere Infrastrukturen wie sie beispielsweise in Schulen, Verwaltungen oder größeren Unternehmen zu finden sind. Der Clou ist, dass Access-Switches effizienter miteinander vernetzt werden. Dabei bilden sie die Basis für darauf aufgesetzte Clients, die mit 1 GBit/s oder mehr auf der Access-Switch-Ebene angesteuert werden. Jedes der Geräte kann auf Wunsch über die Lancom Management Cloud gesteuert werden. Für besondere Sicherheit sorgt die implementierte Secure-Boot-Funktion, die einen Hardware-seitigen Schutz vor heimlich eingeschleuster Malware bietet.

Für kleine bis große Netzwerke

Die Switches unterscheiden sich durch die Anzahl der 10-GBit/s-Downlink-Ports und unterschiedlich performante Uplink-Ports beziehungsweise Stacking-Ports. Der kleinste, Lancom XS-5110F fungiert mit seinen acht Glasfaser-SFP+-Ports und zwei zusätzlichen Multi-Gigabit (10/5/2,5/1G) Ethernet-Ports als übergeordnete Instanz für den Anschluss weiterer Access-Switches oder NAS-/Server-Komponenten in kleineren, verteilten Netzwerken. Das Stacking wird mittels SFP+-Downlink-Ports realisiert. Der Lancom XS-5110F ist ab Juli für 3.560 Euro (UVP) erhältlich.

Mit den drei Fibre-Aggregation-Switches möchte Lancom seinen Markt ausbauen und auch größere Netzwerke bedienen.
Mit den drei Fibre-Aggregation-Switches möchte Lancom seinen Markt ausbauen und auch größere Netzwerke bedienen.
(Bild: LANCOM Systems GmbH)

In mittelgroßen, verteilten Netzwerken mit hohen Leistungsansprüchen findet der Lancom XS-5116QF seinen Platz. Der Switch liefert Glasfaser-Performance für virtualisierte Anwendungen und kann als übergeordneter WAN-Edge in verteilten Netzwerken eingesetzt werden. Insgesamt 14 SFP+-Ports (10G) dienen als hochperformante Aggregations-Basis für untergeordnete Access-Switches, davon sind 2 als Multi-Gigabit-Ethernet-Combo-Ports ausgelegt. Einen sehr breitbandigen Uplink bilden die beiden zusätzlichen QSFP+-Ports (40G). Ein ausfallsicherer Betrieb lässt sich mit Switch- oder Netzwerk-Redundanzen über die implementierte Stacking-Funktionalität via Uplink-Ports sowie die im laufenden Betrieb austauschbaren Netzteile realisieren. Der Preis für den im August erscheinenden Lancom XS-5116QF beträgt 5.938 Euro (UVP).

Das Spitzenmodell dieser jungen Familie ist der Lancom-XS-6128QF. Er eignet sich als 10G Stackable Managed für große, verteilte Enterprise-Netzwerke mit virtualisierten Anwendungen und wurde bezüglich der Betriebseffizienz sowie der Ausfallsicherheit optimiert. Mit seinen insgesamt 20 SFP+-Ports (10G), von denen vier als Multi-Gigabit-Ethernet-Combo-Ports ausgelegt sind, dient er als hoch performante Distributions-Basis für untergeordnete Access-Switches. Eine extrem hohe Backhaul-Kapazität steht wahlweise über zwei QSFP+ (40G) oder vier SFP28 (25G) Highspeed-Uplink-Ports zur Verfügung. Non-blocking-Stacking wird dank der vier dedizierten SFP-DD (50G) Backplane-Stacking-Ports realisiert. Auch hier sind die Netzteile und Lüfter im laufenden Betrieb austauschbar, um optimale Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Das Modell Lancom XS-6128QF ist im Oktober für 15.458 Euro (UVP) verfügbar.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS