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Krämer IT erweitert Server-Eye zur RMM-Plattform

| Autor: Michael Hase

Die Köpfe hinter Server-Eye (v. l.): Stefan Klüner (Vertriebsleitung), Kim Schneider, Andreas Behr (beide leitende Entwickler) und Michael Krämer (Geschäftsführer Krämer IT Solutions)
Die Köpfe hinter Server-Eye (v. l.): Stefan Klüner (Vertriebsleitung), Kim Schneider, Andreas Behr (beide leitende Entwickler) und Michael Krämer (Geschäftsführer Krämer IT Solutions) (Bild: Michael Hase)

Mit dem Monitoring-Tool Server-Eye tritt das Eppelborner Systemhaus Krämer IT seit zehn Jahren als Technologieanbieter auf. Inzwischen haben die Saarländer ihr System zur vollwertigen RMM-Plattform weiterentwickelt und treiben den Ausbau ihres Ökosystems voran.

Der Server-Eye Partnertag 2019 markierte einen Einschnitt: Erstmals trat das Systemhaus Krämer IT Solutions mit seinem ­Monitoring-System unter dem Slogan „Einfach mehr drin“ auf, der erst zwei Wochen vor dem Event verabschiedet worden war. Mit dem neuen Claim bringt das Eppelborner Unternehmen zum Ausdruck, dass seine Lösung inzwischen weit mehr kann, als IT zu überwachen. Zum Funktionsumfang gehören auch Managed Antivirus, Fernwartung, Patch Management oder Kundenmanagement. Der bisherige Claim „IT-Monitoring aus Deutschland“ wurde daher nach zehn Jahren abgelöst. Server-Eye sei jetzt „eine ganzheitliche Plattform“ für Remote Monitoring & Management (RMM), betont Michael Krämer, Gründer und Geschäftsführer von Krämer IT.

Das saarländische Systemhaus begann schon 2009 damit, einen indirekten Vertriebskanal für seine zunächst für den Eigenbedarf entwickelte Technologie aufzubauen. Heute wird Server-Eye von fast 2.000 Branchenkollegen eingesetzt, die damit die Infrastrukturen ihrer Kunden überwachen, administrieren und schützen. Rund 150 von ­ihnen kamen Ende August zum Partnertag nach Saarbrücken. Die Vertreter von Herstellern und eigene Mitarbeiter hinzugerechnet, lag die Teilnehmerzahl auf dem Event bei etwa 240.

Technologiepartner

Essenziell für Krämer IT sind Technologiepartner, die wesentliche Features zum Umfang von Server-Eye beisteuern. Dazu zählen unter anderem die Hersteller Baramundi (Patch Management), Eset, Sophos (beide Security) und PCVisit (Fernwartung). Unmittelbar vor dem Partnertag vereinbarten die Saarländer eine langfristige Zusammenarbeit mit Eset bei Managed Antivirus. Zur Veranstaltung gaben sie darüber hinaus eine Kooperation mit dem Hüllhorster Anbieter Wortmann bekannt, dessen Terra Cloud Backup an die RMM-Plattform angebunden wird. Dadurch lässt sich der Backup-Agent der ­Ostwestfalen künftig über die Server-Eye-Konsole auf Kundensystemen installieren und konfigurieren. Auf dem Event präsentierten sich außerdem APC, Datacore, ­Microsoft, NetJapan, Network Box, Neumeier AG, Reddox und Starface.

Das Server-Eye-Team entwickelt die Plattform auch intern kontinuierlich weiter. Teilweise arbeiten die Software-Architekten dabei mit den Technologiepartnern zusammen, wie etwa beim Patch-Management-Modul, das in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Baramundi modernisiert wurde und nun „Smart Updates“ heißt. Aktuelle Entwicklungsprojekte richten sich zudem darauf, die Möglichkeiten zur Automatisierung zu erweitern, Design und Usability der Software zu verbessern sowie deren Architektur flexibler zu gestalten. Das übergeordnete Ziel lautet, das System einfacher, intelligenter und übersichtlicher zu machen.

In diesem Jahr hat das Unternehmen fünf zusätzliche Programmierer für die RMM-Lösung eingestellt. Fünf weitere Stellen sollen in den kommenden Monaten besetzt werden. Momentan steht hinter Server-Eye ein 27-köpfiges Team, zu dem auch Sales-Leute und Presales-Berater gehören. Insgesamt beschäftigt Krämer IT, das größte Systemhaus des Saarlands, 108 Mitarbeiter. Die Eppelborner stellen die Software als Service bereit und arbeiten dabei mit dem Saarbrücker Dienstleister Eurodata als Hosting-Partner zusammen.

Unterm Strich zahlt sich das Investment in die Plattform für den IT-Spezialisten offenbar aus. Etwa 20 Partner kommen jeden Monat neu hinzu, wie Geschäftsführer Krämer mitteilt. Dabei profitiert der Anbieter zweifellos von der wachsenden Bedeutung, die Managed Services im Portfolio von Systemhäusern einnehmen. Laut dem „IT-Servicepreisspiegel 2019“ der Fachhandelskooperation Synaxon, die dafür 600 Partner befragte, ist Server-Eye mittlerweile die am zweithäufigsten eingesetzte RMM-Plattform im deutschen Channel. Mit einem Anteil von 19,4 Prozent liegt sie hinter Solarwinds MSP (35,0 %) und vor dem Managed Workplace von Barracuda (7,6 %). In puncto Zufriedenheit rangiert das System aus dem Saarland im Mittelfeld, wie die Synaxon-Studie ergeben hat.

Auf Augenhöhe

Die Zufriedenheitswerte zu verbessern, mag als Motiv hinter den Investitionen in die Weiterentwicklung von Server-Eye stehen. Michael Krämer ist allerdings ­davon überzeugt, dass die technologische Performance nur einen Aspekt von erfolgreichen Partnerschaften ausmacht und nicht einmal den wichtigsten. „Entscheidend ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“ Dass der Server-Eye-Anbieter selbst als Systemhaus agiert, helfe dabei und mache es einfacher, den Bedarf im Channel zu verstehen.

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Diese Einschätzung bestätigen Anwender auf Nachfrage. „Die offene und ehrliche Art, wie man bei Krämer IT mit uns als Partner umgeht, hat uns dazu bewogen, von einer Wettbewerbslösung zu Server-Eye zu wechseln“, berichtet Markus Nölker, Geschäftsführer beim Paderborner Systemhaus Nacura. Die Unterstützung durch die Saarländer sei „super“ und ­beschränke sich nicht nur auf die Technik, sondern erstrecke sich auch auf den Vertrieb. Nicht zuletzt sei ihr Business-­Modell „einfach und fair“.

Ähnlich äußert sich Timo Zimmerschied, Geschäftsführer bei Stormguards, einem MSP aus Vallendar bei Koblenz. „Wir finden mit unseren Anliegen bei Krämer IT immer einen Ansprechpartner, der uns umgehend hilft.“ Außerdem schätzt er die Möglichkeit, Wünsche an die Server-Eye-Programmierer zu richten, was beispielsweise die Entwicklung spezifischer Sensoren betrifft. Als weiteren Pluspunkt nennt der Rheinländer das Preismodell, das „uns als kleinen Partner gegenüber großen Häusern nicht benachteiligt“.

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