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iTeam-Jahreskongress in Hamburg iTeam macht die Schotten dicht

Redakteur: Marisa Metzger

Die Aufnahme in den Kreis der iTeam-Verbundgruppe wird schwieriger. Denn die selbstgesetzte Obergrenze von maximal 400 Mitgliedern ist fast erreicht. Folgerichtig werden die Aufnahmekriterien verschärft.

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Am iTeam-Jahreskongress 2016 in Hamburg nahmen 138 Partnerunternehmen teil.
Am iTeam-Jahreskongress 2016 in Hamburg nahmen 138 Partnerunternehmen teil.
(Bild: iTeam)

Seit einem Jahr hat Frank Roebers einen „Nebenjob“: Zusätzlich zu seinem „Hauptberuf“ als Vorstandsvorsitzender der Synaxon leitet er als Nachfolger von Olaf Kaiser die Verbundgruppe iTeam. Diese Doppelfunktion spiegelte sich auch in den Themen und Inhalten des iTeam-Jahreskongresses in Hamburg wider.

Der Platz wird knapp

„Es hat sich deutlich mehr geändert, als ich vor hatte“, so sein Resümee nach seinem ersten Jahr als iTeam-Geschäftsführer. Auf dem Kongress fanden die neuen Partner (Stichtag: 19. November 2015) Zeit und Gelegenheit, sich vorzustellen. Viele solcher Vorstellungsrunden wird es bei iTeam wohl nicht mehr geben. Momentan hat die Verbundgruppe 360 Mitglieder – an der Obergrenze von 400 wird nicht gerüttelt: Das Fass ist fast voll.

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Für Kandidaten, die noch einen der raren Plätze ergattern wollen, gelten bald neue Spielregeln. So wird ab Mai jedes Unternehmen nur noch auf Probe aufgenommen. Innerhalb der sechsmonatigen Probezeit hat jedes Mitglied die Möglichkeit, ein Veto einzulegen. Die endgültige Entscheidung über eine Partnerschaft liegt dann beim Beirat. Außerdem muss der Vertragsanwärter in der Probezeit an mindestens einem Regional-Meeting teilnehmen.

Gebietsschutz

Eine weitere Änderung findet sich in der „Gebietsaufteilung“. Diese soll mehr auf die Kaufkraft ausgerichtet werden. Pro „Gebiet“ dürfen maximal 15 Unternehmen iTeam-Mitglieder sein.

Die „iTeam Beiratskandidaten 2016“
Die „iTeam Beiratskandidaten 2016“
(Bild: iTeam)

Auf dem Jahreskongress stellten sich neben den neuen Partnern auch die Beiratskandidaten vor. In diesem Jahr werden letztmalig acht Mitglieder in den Beirat gewählt. Ab der nächsten Wahl soll der Beirat nur noch aus fünf Personen bestehen. Dies sei die ideale Größe, so Roebers.

Auch am Ehrenkodex, der die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit innerhalb der iTeam definiert, werden einige Änderungen vorgenommen. So soll dieser jetzt auch das Miteinander im Online-Marketing regeln.

Ebenfalls vom Miteinander geprägt sind die Expertengruppen, welche sich innerhalb von iTeam seit letztem Jahr gebildet haben. Regelmäßig treffen sich diese beispielsweise zu den Themen IT-Sicherheit, Rechenzentrumsbetrieb und Softwareentwicklung – laut Roebers eine Neuerung, die sich bewährt hat. Die Expertenrunden werden immer größer, die Impulse und der Profit des direkten Austauschs seien enorm.

Synaxon und die dritte Welle

Dass Roebers eine Doppelfunktion hat, machte auch der große Anteil an Synaxon-Themen in der Standortbestimmung der iTeam klar. Die Synaxon-Strategie der dritten Welle, worunter Roebers den Wandel zum Managed-Services-Geschäft versteht, werde gut angenommen: „Das bestätigt, dass wir nahe am Tagesgeschäft sind.“

So finden die diesem Thema gewidmeten Angebote der Synaxon Akademie immer mehr Zuspruch. Letztes Jahr beanspruchten 1.600 Teilnehmer Trainings, Workshops oder Zertifizierungen, die Tendenz sei auch in diesem Jahr stark steigend.

IT-Service.Network

Frank Roebers, Geschäftsführer von iTeam
Frank Roebers, Geschäftsführer von iTeam
(Bild:iTeam)

Ein weiteres Thema auf dem Jahreskongress im Curio Haus Hamburg war das neue Angebot der Synaxon, das kleine und mittlere Systemhäuser beim Marketing unterstützen soll. Mit der Marke „IT-Service-Network“ möchte die IT-Verbundgruppe partnerübergreifend den Bedarf an Vermarktungsunterlagen decken. Für iTeam-Partner allerdings, die in der Regel größer und im Marketing professioneller aufgestellt sind, ist es zunächst nicht interessant.

Die Kosten für das Paket betragen monatlich 110 Euro – laut Roebers ist dies „preislich unschlagbar“. Für diesen Betrag stehen momentan Broschüren mit aufgearbeitetem Leistungsportfolio der Systemhäuser bereit. Es kann zwischen über 50 verschiedenen Templates gewählt werden. Der Fokus liegt zunächst auf klassischen Dienstleistern aus dem Infrastruktur-Segment. Damit ist das Angebot aktuell auch für Systemhäuser aus dem Security- oder Software-Bereich nicht interessant. Eine Vermarktungsplattform für Endkunden soll im dritten Quartal starten.

Vernetzung

Wie im Vorjahr stand auch heuer der Kongress unter dem Zeichen des Austauschs und der Vernetzung. So blieb zwischen den Vorträgen, die unter anderem externe Referenten wie Dr. Gregor Gysi (Mitglied des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Heckmann (Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes) und Marc Elsberg (Bestsellerautor) hielten, reichlich Zeit, um zu diskutieren, Kontakte zu knüpfen und die Aussteller auf dem Kongress zu besuchen. Bei der Abendveranstaltung zwischen den beiden Kongresstagen im Au Quai Port Hamburg Restaurant feierten die insgesamt 250 Teilnehmer, darunter 138 Partner, ausgiebig. Für die Musik auf der Feier sorgten mit Mike Bergmann (Exabyters) und Uwe Molzahn (Einsnulleins) zwei „DJs aus den eigenen Reihen“.

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