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„Drag & Drop“ statt „Lines of Code“

Intrexx: Der Low-Code-Ansatz aus Freiburg

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Beim Prinzip „Low Code“ wird mit grafischen Elementen gearbeitet.
Beim Prinzip „Low Code“ wird mit grafischen Elementen gearbeitet. (Bild: United Planet)

United Planet wollte die Multiplikatorwirkung des Channels nutzen und hat in die Partner­betreuung investiert. Eine Schulungsinitiative zur Low-Code-Plattform Intrexx und intensives „Onboarding“ war rückblickend genau der richtige Weg, so die Chefin Katrin Beuthner.

United Planet bietet mit Intrexx eine digitale Arbeitsplattform, mit der Unternehmensportale, Social Business, Webapplikationen und digitale Arbeitsplätze umgesetzt werden können. So könnte man die Software ­Intrexx vielleicht als Werkzeug für Digital-Workspace-Projekte bezeichnen. Verwirklicht werden diese Projekte per Low-Code-Development. Hinter diesem Ansatz stehen visuelle Entwicklungsumgebungen, die mit grafischen Werkzeugen und Bausteinen wie Flussdiagrammen und Tabellen arbeiten. Statt „Lines of Code“ zu produzieren, werden Anwendungen dabei im Grunde genommen per Drag & Drop erstellt, mit dem erklärten Ziel, möglichst wenig direkt am Quellcode arbeiten zu müssen. Vielmehr entstehen die Business-Logik, das Datenbankmodell und die Benutzeroberfläche in einem grafischen ­Applikationsdesigner. Auch IT-affine Mitarbeiter aus Fachabteilungen sollen sich so in die Entwicklungsarbeit einbringen können, so zumindest die Theorie.

Den Channel im Blick

Katrin Beuthner ist Geschäftsführerin bei United Planet.
Katrin Beuthner ist Geschäftsführerin bei United Planet. (Bild: United Planet)

2015 wurden Vertriebsmodell und Partnerprogramm überarbeitet, blickt Katrin Beuthner, Geschäftsführerin bei United Planet, zurück. „Seitdem setzen wir wesentlich stärker auf den Channel als Vertriebsweg.“ Aus- und Weiterentwicklung der Partner spielt in dem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Die Anzahl der United-Planet-Mitarbeiter, die sich dediziert um den Channel kümmern, wurde von damals zwei auf aktuell elf aufgestockt. Dabei wird auf das erfolgreiche „Onboarding“ neuer Partner gesetzt. „Dass wir mit dieser Neuausrichtung unseres Vertriebswegs genau den richtigen Weg eingeschlagen haben, zeigen uns die Zahlen der letzten zwei Jahre mit 25 bis 50 Prozent Umsatzzuwachs über den Channel“, so Beuthner. Die Partner werden in technischen und vertrieblichen Fragen ausgebildet und durch Marketing-Hilfen unterstützt. So bietet das Unternehmen Lehrgänge an – von Basisschulungen bis hin zu erweiterter Programmierung in Bezug auf einzelne Module.

Wertschöpfung der Partner

Darüber hinaus wurde ein Online-Trainingsprogramm aufgesetzt, welches Schulungen über Videos, Dokumente und Übungen digital abbildet. Ein Ansprechpartner aus dem Partner-Consulting ist dabei für Fragen erreichbar. „Die Schulungen schließen mit Tests und Prüfungen ab, so dass die Qualität auch gewährleistet werden kann“, betont Beuthner. Darüber hinaus bietet United Planet vor einem neuen Release sogenannte „Train the Trainer“-Kurse an, in denen die Funktionalitäten des neuen Releases beleuchtet werden. „Entsprechend können unsere Partner je nach Ausbildungsstand von der Beratung über den Produktverkauf bis hin zu Customizing und Support die gesamte Wertschöpfungskette bei ihren Kunden bedienen“, so die Geschäftsführerin.

Bei den ersten Projekten ist das „Partner Consulting Team“ stets im Hintergrund involviert. Im weiteren Verlauf der Partnerschaft können Partner nicht nur mit Umsatz im Rahmen des Partnerprogrammes punkten. Auch beispielsweise das Abliefern von Kundenreferenzen, Events oder die Aufnahme von Applikationen im hauseigenen Application Store gibt Punkte, die es wiederum ermöglichen, bei den Partner-Levels (Bronze, Silber und Gold) aufzusteigen.

Bandbreite an Partnern

Einen „typischen Intrexx-Partner“ in Bezug auf Unternehmensgröße und Produktportfolio zu definieren, fällt schwer. „Zum einen haben wir einige kleinere IT-Dienstleister als Channel-Partner, zum anderen auch große Systemhäuser wie beispielsweise Bechtle“, erläutert die Geschäftsführerin. Auch einzelne Online-Agenturen oder Hardware-Vertriebspartner, die ihr Portfolio erweitern wollen, seien erfolgreich an Bord.

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