Benq RM04-Serie Interaktive Displays mit Google-Zertifikat

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Ein direkter Zugriff auf die Google Mobile Services ist mit den interaktiven Benq-Displays der RM04-Serie möglich, denn die Geräte verfügen über eine EDLA-Zertifizierung. Mit Classroom-Care sollen die Displays auch im Klassenzimmer ihren Platz finden.

Die interaktiven Touchscreens der RM04-Serie verfügen über eine EDLA-Zertifizierung durch Google. Damit können sie direkt auf Google-Dienste zugreifen und über diesen Umweg auch auf Microsoft 365.(Bild:  Andrey Popov - stock.adobe.com, Benq)
Die interaktiven Touchscreens der RM04-Serie verfügen über eine EDLA-Zertifizierung durch Google. Damit können sie direkt auf Google-Dienste zugreifen und über diesen Umweg auch auf Microsoft 365.
(Bild: Andrey Popov - stock.adobe.com, Benq)

Interaktive Displays mit ARM-SoC und Android konnten bisher nicht direkt auf Google-Dienste zugreifen – jedenfalls nicht offiziell. Die Hersteller konnten zwar eigene App-Stores anbieten, aber nur mit einem eingeschränkten Angebot. Das hat sich mit dem Enterprise Devices Licensing Agreement (EDLA) von Google geändert. Displays mit EDLA-Zertifizierung haben nun vollen Zugang zu den Google Mobile Services (GMS) und damit auch auf den Google Play Store, Google Play Protect und Google for Education.

Mit den interaktiven Displays der RM04-Serie bietet Benq nun erstmals LFDs mit EDLA-Zertifizierung an.

Drei Displays mit 65, 75 und 86 Zoll

Die RM04-Serie besteht aus den Modellen RM6504 mit 65-Zoll-, RM7504 mit 75-Zoll und RM8604 mit 86-Zoll-Diagonale. In allen drei Geräten sitzen IPS-Panels mit 4K-UHD-Auflösung, 10-Bit-Farbtiefe und bis zu 450 Nits Helligkeit. Mit ihrer Infrarot-Toucherkennung registrieren sie 40 Touch-Punkte gleichzeitig und Stifteingaben. Mit EZWrite6 ist eine leistungsfähige Whiteboard-Software vorinstalliert, die über Funktionen wie Text to Speech, eine mehrsprachige OCR-Texterkennung und Übersetzung verfügt.

In den Geräten der RM04-Serie ist ein Array aus acht Mikrofonen eingebaut. Mit einer zusätzlichen Kamera wie der Benq DV01K mit 4K-Auflösung sind die Displays fit für Videokonferenzen. Für die Audiowiedergabe sind zwei 20-Watt-Lautsprecher und ein zusätzlicher 16-Watt-Subwoofer im Gehäuse der Displays integriert. Der integrierte Rechner mit Android 13 basiert auf einem Octacore-ARM-Prozessor. Zudem sind 8 GB RAM und 64 GB Flash-Speicher an Bord.

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Benq peilt mit der RM04-Serie vor allem den Bildungssektor an. Sie bietet mit Classroom-Care einige besondere Ausstattungsmerkmale für das Klassenzimmer. So wird mit Eyesafe 2.0 der Anteil blauen Lichts reduziert, was die Augen der Schüler schonen soll. Die gehärtete Oberfläche des Displays, die Stifte und die Fernbedienung sind zudem antimikrobiell beschichtet. Das soll dazu beitragen, die Übertragung von Keimen im Klassenzimmer zu reduzieren. Schließlich sind sogar Umweltsensoren und ein Luftionisator eingebaut, der die Luft im Klassenzimmer reinigen soll. Für den digitalen Unterricht ist Cloud-Whiteboarding mit Mobilrechnern möglich. Das funktioniert sogar von zu Hause aus, falls Schüler nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können. Eine einfache Anmeldung funktioniert via NFC – ein Novum der RM04-Serie.

Für Meetingräume im Unternehmen sind die drei Displays ebenso geeignet. Einer der drei USB-C-Anschlüsse in der Front bietet eine 65 Watt Stromversorgung für angeschlossene Notebooks. Drahtlos lassen sich die Inhalte von bis zu neun verschiedenen Zuspielgeräten über Benqs Wireless Screen Sharing-Funktion InstaShare2 gleichzeitig darstellen. Reicht die Leistung des integrierten Android-Rechners nicht aus, kann ein Einschub-PC im OPS-Format nachgerüstet werden.

Sicherheit und Gerätemanagement

Mit der EDLA-Zertifizierung verfügen die Displays über alle Google-Sicherheitfunktionen wie Passwortschutz, zweistufige Authentifizierung, Datenverschlüsselung, System-Updates und App-Scans über Google Play Protect. Benqs Account Management System erlaubt die Fernwartung und -überwachung der Geräte, was auch den Energieverbrauch senkt. Mit X-Sign Broadcast können zudem Nachrichten an die Displays in den Klassenzimmern oder Meeting-Räumen gesendet werden.

Die drei Geräte der RM04-Serie sind laut Benq ab Dezember verfügbar. Als Preise gibt der Hersteller 2.285 Euro (UVP) für den RM6504 , 2.868 Euro für den RM7504 und 3.689 Euro (UVP) für den RM8604 an.

Nachrüstoption für ältere Benq-Displays

Ältere interaktive Displays von Benq lassen sich mittels des EDLA-zertifizierten Einschub-Rechners TEY1A für die Nutzung der Google-Services nachrüsten. Er ist ebenfalls mit einem Octacore-ARM-Prozessor und 8 GB RAM bestückt, bietet aber sogar 128 GB Flash-Massenspeicher. Der Android-13-Rechner kostet 479 Euro (UVP).

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