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Browser, ULC und Ajax
Abacus ist ein Beispiel für eine Zugriffsmöglichkeit auf SaaS-Software ohne Browser. Damit die Java-Software auf den Clients ausgeführt werden kann, muss dort ein ULC (Ultra Light Client) installiert werden. ULC-Anwendungen werden zentral auf einem Server betrieben und über eine Web-Adresse als Java-Applet aufgerufen. Auf der Benutzer-Seite zeigt ein Java-Plugin dann die Benutzeroberfläche an.
Auch „Asynchronous Javascript and XML“, kurz Ajax, gilt als wichtiger Baustein im Browser-basierten Cloud Computing. Ein Beispiel hierfür hat Softengine auf den Markt gebracht – eine Java-basierte ERP-Software. Die Krux dabei liegt in der asynchronen Datenübertragung zwischen dem Server, auf dem die ERP-Lösung gehostet wird, und dem Browser, der sie abruft. Ajax ermöglicht es, innerhalb einer offenen HTML-Seite eine HTTP-Anfrage auszuführen, ohne die Seite komplett neu in den Browser zu laden. Vielmehr werden lediglich relevante Teile einer HTML-Seite oder nur Nutzdaten nachgeladen, was gewisse Geschwindigkeitsvorteile mit sich bringt.
.NET und Java im Cloud-Konzept
Dr. Ricco Deutscher, als Sopera-Chef Mitglied der Open Source Business Foundation e.V., beschäftigt sich mit Interoperabilitäts-Themen in der Cloud. Deutscher ist sich sicher: „Java und .NET sind heute die vorherrschenden Plattformen für Enterprise-Applikationen – und werden es auch für Cloud Computing sein.“
Doch wird bei Business Software das On-premise-Modell bald gänzlich den Cloud-basierten Bereitstellungsmethoden weichen? Mitnichten. Viele Gründe sprechen dagegen. Allen voran sind es die Kundenanforderungen. Viele Mittelständler und kleinere Unternehmen wollen ihre Daten generell im Haus behalten. Und das gilt nicht nur für Steuerberater, Ärzte und Rechtsanwälte. In vielen Unternehmen wird am SaaS-Modell kritisch beäugt, dass wichtige Daten außerhalb des eigenen Einflussbereiches gehalten werden. Gerade in Hinblick auf die nicht abreißende Zahl der Datenschutzskandale gewinnt dieser Punkt immer mehr an Bedeutung.
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum Problem der externen Datenhaltung, zur Einbindung des Channels und zum Microsoft-Weg.
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