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Externe Datenhaltung
Aber auch beim Einsatz von Enterprise Content Management (ECM) sowie Dokumenten-Management-Systemen (DMS) gehen die Meinungen bei der Gretchenfrage „externe Datenhaltung“ auseinander. Tendenziell wollen Unternehmen wertvolle Daten eher nicht aus ihrem Einflussbereich geben.
Andererseits: Ein Hochsicherheits-Rechenzentrum mit Iris-Scanner und anderen Security-Mechanismen, die man eigentlich nur aus Agenten-Filmen kennt, kann sich kein Mittelständler leisten. Daher sei die externe Datenhaltung in großen Rechenzentren sicherer, argumentieren die Freunde auswärtige Datenhaltung.
Sicher ist aber nur die Meinungsviefalt: Befragt man allerdings zehn CIOs zu diesem Thema, erhält man ebenso viele verschiedene Meinungen.
Channel mit einbinden
Wieder auf einem anderen Blatt steht, dass ein Hersteller von Business Software, der mit Systemhäusern und ISVs (Independent Software Vendors) zusammenarbeitet, auch deren Interessen verpflichtet ist. Sie übernehmen das Customizing und die Parametrisierung oder entwickeln sogar Branchenlösungen, die dann über das gesamte Partnernetzwerk vertrieben werden. Per Kippschalter lässt sich nicht auf .NET oder Java umswitchen, wenn zuvor anders gearbeitet wurde.
Der Microsoft-Weg
Bei Microsoft hat man schon viele Software-Pakete über die Ladentheke verkauft. Wohl deswegen lässt man sich in Redmond nicht verrückt machen. Ballmer und Co. sehen das eigene Geschäftsmodell nicht bedroht, auch wenn Google und Salesforce mit Cloud-Lösungen tief ins Microsoft-Jagdrevier eindringen und großes Wachstum hinlegen. Warum?
Das weltgrößte Software-Unternehmen setzt auf beide Pferde. Im Wording des Konzerns spricht man auch von „S+S“, was „Software plus Services“ bedeutet. Dabei haben Unternehmen die Wahl, welche Applikationen sie lokal auf den Rechnern belassen wollen, und welche in die Cloud wandern. Stand heute gibt es viele gute Gründe, manche Anwendungen nicht über die Cloud bereit zu stellen, bei anderen hingegen macht es durchaus Sinn. Im Microsoft-Umfeld sind beispielsweise Sharepoint oder Unified Communications besonders Cloud-verdächtig. Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg erläuterte im Gespräch mit IT-BUSINESS die Marschroute: „Unsere Partner haben die Möglichkeit, dort Lizenzgeschäft zu tätigen, wo es nachgefragt wird, und gleichzeitig dort SaaS-Geschäft zu tätigen, wo dies nachgefragt wird. Bei den ISVs ist das Thema auch bereits stark angekommen. Mit unserem Cloud-Betriebssystem Windows Azure wird der ganzen Thematik noch ein weiterer Schub verliehen.“
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Frage, ob die Cloud nur eine Blase ist und einen Kommentar des Autors.
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