Studie von Snow Software In der Cloud liegen Versprechen und Realität weit auseinander

Von Martin Hensel

Im Rahmen einer Umfrage wollte der Technology-Intelligence-Spezialist Snow Software den aktuellen Stand der Cloud-Infrastruktur in Unternehmen ermitteln. Es zeigte sich, dass dabei häufig Versprechen und Realität weit auseinander liegen.

Firmen zum Thema

Die Cloud verspricht viele Chance, birgt aber auch einige Herausforderungen.
Die Cloud verspricht viele Chance, birgt aber auch einige Herausforderungen.
(Bild: akitada31 / Pixabay )

Laut der Umfrage verfolgen 68 Prozent der IT-Führungskräfte eine hybride Cloud-Strategie, die sowohl öffentliche als auch private Clouds umfasst. Sie sehen sich dabei mit Herausforderungen im Cloud- und Infrastrukturmanagement konfrontiert: So gilt die Cloud zwar als schnelle, sichere und kostengünstige Alternative zu privaten und On-Premises-Infrastrukturen, eignet sich aber nicht als Einheitslösung für jeden Anwendungsfall.

Als größte Herausforderung beim Infrastrukturmanagement gelten Cybersicherheit (33 Prozent), Integration alter und neuer Technologien (26 Prozent), Governance und Compliance (25 Prozent) sowie die Kostenverwaltung (24 Prozent). Im Cloudmanagement stehen dagegen Cybersicherheitsbedenken (24 Prozent), der Mangel an qualifiziertem IT-Personal (18 Prozent) sowie die fehlende Cloud-Standardisierung (14 Prozent) ganz oben auf der Liste der Herausforderungen.

„Obwohl das Versprechen der Cloud, agil, schnell, erschwinglich und sicherer zu sein, zutrifft, unterschätzen Unternehmen oft, was alles erforderlich ist, um diese Vorteile wirklich zu nutzen“, erklärt Alastair Pooley, Chief Information Officer von Snow Software.

Weitere Ergebnisse im Überblick

Laut Snow Software hat sich die Cloud während der COVID-19-Pandemie bewährt. Ein Ende des Wachstums sei nicht in Sicht. Knapp die Hälfte (46 Prozent) der IT-Führungskräfte gab an, dass Cloud-Dienste während der Pandemie für das laufende Geschäft von entscheidender Bedeutung waren. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) haben deshalb die Gesamtausgaben für die Cloud in den vergangenen zwölf Monaten erhöht. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 56 Prozent. Jede dritte Führungskraft (33 Prozent) hat die Cloud-Ressourcen ihres Unternehmens um 26 bis 50 Prozent aufgestockt.

Skalierbarkeit und Flexibilität sind für 22 Prozent der Unternehmen zentrale Faktoren für den Cloud-Einsatz. 44 Prozent gehen von einem weiteren Ausbau aus, da hybrides Arbeiten zur Norm werden wird. 11 Prozent der Führungskräfte verlassen sich auf die Cloud, um zusätzlich zur Datensicherung und -speicherung integrierte und geprüfte Cybersicherheitsmaßnahmen zu erhalten.

Auch das Know-how der Mitarbeiter und deren Weiterbildung spielt eine Rolle: 63 Prozent der CIOs und drei Viertel der Firmeninhaber halten sich selbst für Cloud-Experten und betrachten diese als entscheidend für den Geschäftsbetrieb. Allerdings sehen sich nur 32 Prozent der IT-Direktoren und 20 Prozent der IT-Manager ebenfalls als Experten ein. Laut Snow Software deutet dies darauf hin, dass Führungskräfte in der mittleren Ebene eine bessere Ausbildung benötigen, um die Cloud-Infrastruktur effektiv verwalten zu können.

(ID:47835942)