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Storage und Datamanagement

Studie von Horváth & Partners

Immer mehr Unternehmen setzen auf Roboter und Big Data

| Autor: Heidemarie Schuster

Roboter ziehen nicht nur physisch in Unternehmen ein. Immer häufiger kommen auch Softwareroboter zum Einsatz.
Roboter ziehen nicht nur physisch in Unternehmen ein. Immer häufiger kommen auch Softwareroboter zum Einsatz. (Bild: Pixabay)

Big Data und die robotergesteuerte Prozessautomatisierung sind einer Umfrage von Horváth & Partners zufolge ganz oben auf der To-Do-Liste der Unternehmen – mit großen Erwartungen. Clouds und Virtual Services sind bereits Standard.

Die Digitalisierung hat drei Viertel der Unternehmen im deutschsprachigen Raum maßgeblich verändert, so das Ergebnis einer Studie von Horváth & Partners. Ganze 98 Prozent gaben in der Studie an, dass digitale Lösungen ihren Firmen helfen, ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu senken. Die derzeit am weitesten verbreiteten Technologien sind dabei Cloud-Lösungen und Virtual Services. Für die Zukunft setzen der Studie zufolge die Unternehmen in erster Linie auf Big-Data-Lösungen. Neun von zehn Entscheidern sind aber auch überzeugt, dass robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) ihr Unternehmen stark voranbringen wird. Unter RPA oder Robotics versteht man die selbstständige Ausführung wiederkehrender, regelbasierter Prozessschritte oder –ketten durch spezifisch programmierte Softwareroboter. Diese Technologie besitzt vor allem bei Serviceprozessen großes Potenzial zur Verbesserung von Produktivität und Qualität, so Horváth & Partners.

Inzwischen haben 57 Prozent der Unternehmen erfolgreiche Big-Data-Lösungen im Einsatz oder zumindest in der Testphase. Mit den Ergebnissen scheinen die Unternehmen zufrieden zu sein, denn nach Ansicht von 96 Prozent der Befragten wird diese Technologie auch in Zukunft den größten Beitrag zur Wertschöpfung leisten.

(Ro)bots

„Die digitale Verarbeitung großer Datenmengen findet zum Beispiel auch in vielen Technologien zur Automatisierung von Prozessen statt“, sagt Rainer Zierhofer, Partner bei Horváth & Partners und Leiter des Beratungsbereichs IT Management & Transformation.

Auf genau diese Automatisierung haben die Entscheider es derzeit besonders abgesehen: Neun von zehn Befragten verbinden mit RPA große Hoffnungen, wenn es um künftige Effizienzsteigerungen geht. Dabei werden Daten und Prozesse verschiedener Quellen automatisiert zusammengeführt und von Software nach festgelegten Algorithmen bearbeitet, was erhebliche Effizienz- und Qualitätsgewinne mit sich bringt. Besonders relevant ist das Thema für alle Firmen, die einen hohen Serviceaufwand haben. Bislang hat erst jedes dritte Unternehmen eine solche Lösung im Einsatz, weitere 20 Prozent experimentieren damit.

„Die Unternehmen sind relativ spät dran, denn die Bot-Technologie ist längst reif“, so Zierhofer. An dritter Stelle der To-Do-Liste stehen Smart Services, also daten- und dienstbasierte Lösungen mit hohem Nutzermehrwert für den Anwender, häufig in Form mobiler Lösungen. Auch hier stehen die Unternehmen mit 50 Prozent Anwendern und Testern noch weit am Anfang.

Internet der Dinge

Vergleichsweise geringe Bedeutung für ihren künftigen Unternehmenserfolg räumen die Entscheider Lösungen aus dem Bereich Internet of Things (IoT) ein. „Diese Konzepte erfordern Kooperationen mit anderen Unternehmen, wenn sie konsequent verfolgt werden. Davor scheuen traditionelle Unternehmen aber noch zurück“, so Zierhofer.

Cloud Computing und Virtualisierung

Bei 79 Prozent der befragten Unternehmen haben sich Cloud-Anwendungen und bei 67 Prozent Virtual Services, mit denen Informationen und Leistungen vollständig webbasiert bereitgestellt werden, bereits gut etabliert. Diese kommen zum Beispiel in vollständig automatisierten Rechenzentren zum Einsatz. Finanzdienstleister sind außerdem bei der tiefer gehenden Analyse großer Datenmengen weit fortgeschritten und haben vielfach entsprechende Advanced-Analytics-Technologien implementiert, so Horváth & Partners.

Details zur Studie

Für die Studie „Digital Value 2018 – der Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung“ wurden im Auftrag von Horváth & Partners rund 210 Entscheider befragt. Das Marktforschungsinstitut Krämer führte im August 2017 Telefoninterviews mit den Entscheidern durch. Die Teilnehmer der Studie stammen aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern und mit einem Jahresumsatz ab 250 Millionen Euro in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es handelt sich um Unternehmen der Branchen Automotive, Chemicals, Consumer Goods, Financial Industries, Industrial Goods & High Tech, Oil, Pharmaceuticals, Retail, Telecom, Transportation, Travel, Logistics.

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