Strategische Weichenstellung Igel OS 12 wird zur Service-Plattform

Autor Dr. Stefan Riedl

Statt der zentralen Disrupt-Hausmesse veranstaltete Igel im Herbst Roadshows mit insgesamt elf Stationen in Europa und den USA. Ein großes Thema war die zwölfte Version des Igel-Betriebssystems, das neue Wege beschreiten soll.

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Als individuell ergänzbare Betriebssystem-Plattform soll Igel OS die „Consumerization“ vorantreiben.
Als individuell ergänzbare Betriebssystem-Plattform soll Igel OS die „Consumerization“ vorantreiben.
(Bild: Steshnikova - stock.adobe.com)

Unternehmen, die bereits vor Corona auf Amazon Workspaces, Citrix, Azure Virtual Desktop oder VMware unterwegs waren, hatten beim Umstieg auf Homeoffice eindeutig Vorteile, blickt Matthias Haas, CTO und Geschäftsführer von Igel, auf die Gesamtgemengelage zurück. Sie konnten ­ihren Mitarbeitern schneller sicheren Zugriff auf Firmen-Applikationen und -Daten bereitstellen. Mit Igel OS habe man einen wichtigen Beitrag geleistet, Zugriff auf Dienste wie Unified Communications und Videokonferenzen mit Microsoft Teams, Cisco WebEx oder Zoom zu gewährleisten.

Homeoffice-Boom

Matthias Haas, CTO und Geschäftsführer, Igel Technology
Matthias Haas, CTO und Geschäftsführer, Igel Technology
(Bild: Igel Technology)

„Zudem konnten wir mit dem hauseigenen Betriebssystem, das auf jedem x86-64bit-Endgerät laufen kann, aus dem Hardware-Mangel helfen, der mit dem Homeoffice-Boom einherging“, sagt Haas. Selbst bereits ausgemusterte Hardware kam so wieder zum Einsatz, oder es wurde mit dem Igel OS vom USB-Stick eine sichere BYOD-Umgebung geschaffen.

Auf dem Weg zur Betriebssystem-Plattform

Igel OS 12 soll eine neue Betriebssystem-Ära einleiten, erläuterte Haas auf der Road­show, und zwar indem die monolithische Firmware für Thin Clients zu einer Betriebssystem-Plattform wird. Für Anwender soll die Nutzung dabei so einfach wie möglich gestaltet werden. Das Schlagwort dahinter lautet „Consumerization“. „Dazu stellen wir unseren Kunden über einen Service Hub verschiedene Cloud Services zur Verfügung, damit Mitarbeiter künftig ihren Arbeitsplatz selbst in Betrieb nehmen können, ohne dass ein IT-Support-Mitarbeiter vor Ort sein muss“, erläutert der Igel-CTO und Geschäftsführer.

Die Eingabe der Firmenmailadresse soll reichen. „Dabei hilft uns, dass führende Hardware-Anbieter wie HP, Lenovo und LG eng mit uns zusammenarbeiten, um Endgeräte qualifiziert zur Verfügung zu stellen – auch ins Homeoffice“, sagt Haas.

Kompatibilitätssicherungsmaßnahmen

Am „Igel Ready Programm“ nehmen mittlerweile mehr als 100 Technologiepartner teil. „Kunden und Partner finden dort sehr viele validierte Integrationen mit Igel OS“, so Haas. Damit sei sichergestellt, dass eine Vielzahl von Infrastrukturen, Anwendungen, Peripheriegeräten und Hardware unterstützt wird.

„Unternehmen müssen sich dann keine ­Gedanken mehr machen, ob Headsets, Drucker, Diktiergeräte, SmartCards und vieles mehr mit Igel OS und in ihrer Infrastruktur funktionieren“, erklärt der Manager. Das Programm sei damit wichtiger ­Bestandteil der Unternehmensstrategie, „Work from anywhere“ zu ermöglichen.

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