Service-Hub und Appstore Igel OS 12 schlägt in die Work-Anywhere-Kerbe

Von Dr. Stefan Riedl

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Das hauseigene Betriebssystem von Igel in der neuen Version 12 wird anders als bisherige. Technologisch wird damit eine Art ­Service-Plattform für Work-Anywhere-Arbeitsplätze geschaffen. Vertrieblich wird auf das Abo-Modell gewechselt – mit Konsequenzen für Partner.

Der Work-Anywhere-Ansatz beziehungsweise „Work from anywhere“ wird mitunter „WfX“ abgekürzt.
Der Work-Anywhere-Ansatz beziehungsweise „Work from anywhere“ wird mitunter „WfX“ abgekürzt.
(Bild: 3D motion - stock.adobe.com)

Igel OS 12, die neue Version des Managed-Endpoint-Betriebssystems von Igel Technology, kommt als Service-Plattform im Abo-Modell daher. Über einen so genannten Service Hub werden hierbei verschiedene Cloud Services zur Verfügung gestellt, damit Mitarbeiter künftig ihren Work-Anywhere-Arbeitsplatz selbst in Betrieb nehmen können, ohne dass ein IT-Support-Mitarbeiter vor Ort sein muss.

Einheitlicher Portalzugriff

Auf der Hausmesse Disrupt on Tour des Herstellers, erläutert Matthias Haas, CTO und Geschäftsführer von Igel die Details. Demnach stellt der Service Hub einen einheitlicher Portalzugriff zur Autorisierung und Authentifizierung folgender verschiedener Services bereit, darunter ein App-Portal für Produktivsysteme und andere Applikationen, ein Lizenzportal, so genannte Insight-Services und Onboarding-Dienste. So wird eine Assistenten-gestützte Inbetriebnahme von neu bereitgestellten Igel-OS-Geräten durch den Anwender selbst ermöglicht. Vom Unboxing des Geräts bis zum Zugriff auf den Igel-Desktop sollen nur drei Minuten vergehen.

Die Insight Services sind weltweite ­Telemetrie-Services, um einen sicheren Betrieb der Igel-OS-Infrastruktur zu ermöglichen. Über Dashboards haben IT-Verantwortliche damit einen schnellen Überblick über den Zustand ihrer Systeme. Die Auswertung der darüber gewonnenen Daten soll den Support durch Igel verbessern, auch dahingehend, dass den Admins Vor-Ort Empfehlungen für den Betrieb der Infrastruktur gemacht werden können.

Management von Applikationen

Besagter Appstore beinhaltet originäre Igel-Apps sowie Images, die Nutzern Zugriff auf Apps von Partnern ermöglicht. Dafür wird ein Repository bereitgestellt, um Geräte ohne eigene Update-Infrastruktur mit neuer Software zu versorgen sowie diese Software zu aktualisieren. Automatische Update-Streams ermöglichen die Bereitstellung der aktuellen Versionen. Mit einer Versionskontrolle wird die Kompatibilität der Applikationen für Infrastrukturanwendungen sichergestellt. Im Rahmen eines „Private App Portals“ können Unternehmen eigene Apps ausrollen.

Abo-Modell läuft an

Igel stellt auf Abo um. Mit der neuen Version 12 wird auch am Lizenzmodell gefeilt. Und das geht so: Die neue Version 12 ist nur in dieser Bezugsvariante verfügbar. Was ältere Versionen angeht, gilt: Bestehende Lizenzen bleiben von der Änderung des Lizenzmodells unberührt. Ferner haben Unternehmen, die jetzt noch Igel OS 11, statt die aktuelle Version 12 ­erwerben, die Wahl zwischen Abo-Modell und Kauflizenzen. Wird das Abo nicht verlängert, bleibt das Betriebssystem zwar lauffähig, jedoch entfallen sämtliche damit verbundenen Service- und Supportleistungen. Abgerechnet wird pro User. Während einige Software-Anbieter zweigleisig fahren und Abos auch per Direktvertrieb an den Mann bringen, verspricht Igel, dass Abo-Lizenzen über Partner erworben werden.

Vereinfachungen im Projektgeschäft

Timo Siedenberg, Vice President EMEA Channel Sales bei Igel, erläutert weitere Details zum künftigen Partnergeschäft rund um das neue Betriebssystem aus dem Hause Igel Technology. Statt einer komplexen Preisliste im Baukastenprinzip gibt es mit dem Abo-Modell nur noch wenige Artikelnummern (SKUs), die Betriebssystem, Wartung, Enterprise Management Pack und Support vereinen. Bei Projektpreisanfragen erhalten die Distributoren mehr Autonomie, was die Abläufe beschleunigen soll. So werden Preisbänder eingeführt, innerhalb derer registrierte Deals komplett von der Distribution abgewickelt werden. Erst ab einer Projektgröße von 1.000 Arbeitsplätzen wird Igel in die Projektpreisfindung eingebunden. Projektschutz nach der Registrierung des Deals gibt es bereits ab der ersten Lizenz; es fallen also Mindestabnahmegrößen weg.

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