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Konzernstrategie IBM richtet sich für die Cloud-Zukunft neu aus

| Autor: Dr. Stefan Riedl

IT-Dino IBM plant, sich in zwei Aktiengesellschaften aufzuspalten. Der neue CEO Arvind Krishna will eine „neue IBM“ mit dem Fokus auf Cloud Computing etablieren. Der Unternehmensteil, der IT-Support bereitstellt, kommt in eine eigene Aktiengesellschaft.

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IBM spaltet sich auf.
IBM spaltet sich auf.
(Bild: Orlando Florin Rosu - stock.adobe.com)

Die IBM der Zukunft, die sich hauptsächlich mit Cloud Computing, Plattformen und KI beschäftigt, wird Branchenkennern zufolge rund 260.000 Mitarbeiter umfassen und die Umsätze aus Diensten und Software schwerpunktmäßig in der Cloud erwirtschaften. Eine zentrale Rolle spielt hierbei der Open-Source-Anbieter Red Hat, den IBM für rund 34 Milliarden US-Dollar erworben hat.

Ausgliederung der IT-Service-Einheit

Die IT-Infrastruktur-Service-Geschäftseinheit, die Support für rund 4.600 Kunden in 115 Ländern bietet und Unternehmensangaben zufolge einen Auftragsbestand von etwa 60 Milliarden US-Dollar hat, soll bis Ende 2021 als separates Unternehmen mit einem neuen Namen an den Start gehen. Von der Börse wurden die Ankündigungen mit einem steigenden Aktienkurs begrüßt.

Hybrid Cloud und Plattformen

Der Schritt sei Teil des IBM-Plans, die Wachstumsstrategie für Hybrid Clouds zu beschleunigen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, zwei marktführende Unternehmen zu schaffen, die sich auf das konzentrieren, was sie am besten können“, sagte Chief Executive Officer Arvind Krishna. „IBM wird sich auf seine offene Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeiten konzentrieren.“

Die Autobahnmetapher

Die nun bekannt gewordenen Pläne werfen ein neues Licht auf die großen Pläne, die der Konzern mit der Plattform Openshift hat, die zusammen mit Red Hat übernommen wurde. Gregor Pillen, General Manager IBM DACH, sprach von „Offenheit, Sicherheit und Wahlfreiheit“, die eine Plattform bieten müsse und zog zur Verdeutlichung einen Vergleich zu einer Autobahn heran: „Offen für alle Fahrzeuge, die dort erlaubt sind, Sicherheit durch entsprechende Standards und Wahlfreiheit dahingehend, dass es mir überlassen bleibt, die Autobahn, beziehungsweise eine andere Plattform, wie die Bahn zu nutzen, wenn ich es möchte. Ich kann sie also auch wieder verlassen, beziehungsweise bei Workload oder Datenaustausch auf anderen Infrastrukturen zurückgreifen, die der Markt bietet.“

Openshift als Brückenbauer

An Ideenvielfalt würde es in der ITK-Branche ohnehin nicht mangeln, konstatiert der IBM-Manager, sondern eher an Verbindungen zwischen Systemen. „Offene Plattformen wie Openshift können das leisten, nämlich Brücken zu bauen zwischen dem Alten und dem Neuen.“

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur