Die Pandemie pusht das Geschäft Home-Electronic-Produkte sind auf Wachstumskurs

Autor: Sarah Gandorfer

12 Prozent mehr Umsatz in Europa verzeichnet der Markt für privat genutzte elektronische Produkte. Auf den anderen Kontinenten wird weit weniger konsumiert. So gibt es sogar ein Minus bei den sonst so elektroaffinen Asiaten.

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Wer im Lockdown zuhause sitzt, kauft aus unterschiedlichen Gründen mehr Elektronikprodukte.
Wer im Lockdown zuhause sitzt, kauft aus unterschiedlichen Gründen mehr Elektronikprodukte.
(Bild: nosorogua - stock.adobe.com)

Nicht auf alles hat die Covid-Pandemie einen negativen Einfluss. Den Markt für Home Electronics-Produkte hat der Lockdown wohl eher noch angefeuert. Denn wenn man sein Heim nicht verlassen darf, möchte man doch wenigstens etwas Unterhaltung.

Entsprechend legte dieses Marktsegment nach einem Rückgang von 2,4 Prozent im Jahr 2019, im Jahr 2020 beim weltweiten Umsatz um 3,2 Prozent zu. Nach Zahlen der GfK gaben Konsumenten global insgesamt 1,26 Billionen Dollar für Consumer Electronics und Home Appliances aus. Besonders gefragt waren Produkte aus der Telekommunikation, der Unterhaltungselektronik, alles rund um Fotografie und IT sowie Elektrohausgeräte.

TK-Produkte im Minus

Unterschiede in der Marktentwicklung gibt es sowohl regional wie bei den Produktkategorien. Während der globale Markt für Telekommunikationsprodukte rund sechs Prozent zurück ging und die Unterhaltungselektronik (inklusive Foto) ein Minus von drei Prozent verbuchen musste, wuchs der Umsatz mit Elektrogroßgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen um fünf Prozent.

Noch kräftiger legten Elektrokleingeräte zu. Zu letzterem zählen unter anderem Küchengeräte, Gesundheits- und Haarpflege-Produkte sowie Staubsauger. Hier gab es ein Umsatzplus von 15 Prozent. Mit 22 Prozent wuchsen IT und technische Büroprodukte am stärksten. Grund ist der wegen Homeoffice und -schooling erhöhte Bedarf an entsprechenden Geräten.

In Europa wuchs der Umsatz 2020 um zwölf Prozent auf 343 Milliarden Dollar.
In Europa wuchs der Umsatz 2020 um zwölf Prozent auf 343 Milliarden Dollar.
(Bild: gfk)

Regional sticht Europa heraus: Hier wuchs der Umsatz 2020 kräftig um zwölf Prozent auf 343 Milliarden Dollar. Deutlich moderater war das Wachstum in Nordamerika mit drei Prozent auf 262 Milliarden Dollar. Die Region Mittlerer Osten & Afrika wuchs um zwei Prozent auf 74 Milliarden Dollar. Einen leichten Rückgang von einem Prozent auf 503 Milliarden verzeichnete die Region Asien/Pazifik. Lateinamerika war um drei Prozent rückläufig und kam auf einen Umsatz von 78 Milliarden Dollar.

„Die im Frühjahr vorgestellten lokalen Zahlen hatten bereits gezeigt, dass sich die Branche robust gegenüber den coronabedingten, allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen aufstellt und in der Krise sogar wachsen kann. Die nun vorliegenden globalen Zahlen zeigen, dass Entwicklungen immer mehr in einem weltweiten Zusammenhang stehen. Die Frage ist damit nicht, ob sich eine Entwicklung aus einem Teil der Welt auch in einem anderen Teil niederschlägt, sondern nur noch in welchem Ausmaß“, fasst Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer & Home Electronics, das Ergebnis zusammen.

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 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS