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Highlights von der Herweck-Hausmesse Herweck Perspectives 2019

Autor: Wilfried Platten

Die Herweck-Hausmesse Perspectives war mit rund 1.300 Fachhändlern und knapp 100 Ausstellern erneut ein Schaulaufen der ITK-Branche. Und eine personelle Überraschung gab es auch noch.

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Jörg Herweck und Dieter Philippi eröffnen die Abendveranstaltung...
Jörg Herweck und Dieter Philippi eröffnen die Abendveranstaltung...
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Große Ankündigungen sind dem Herweck-Chef fremd. Praktisch jedes Jahr beginnt Jörg Herweck das Gespräch anlässlich der Hausmesse Perspectives mit dem Standardsatz: „Eigentlich gibt es gar nichts Neues zu erzählen“, um dann loszulegen: Umsatzzuwachs von fünf Prozent in 2018 und ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung im ersten Quartal 2019. Es verteilt sich relativ gleichmäßig über alle Angebotssegmente: „Es gibt nicht das eine Produkt, das gerade einen Boom erlebt.“ Und mit der Beförderung des bisherigen Vertriebschefs Hans-Jürgen Witfeld in den Herweck-Vorstand hatte er noch eine veritable Überraschung in petto.

Herweck Perspectives 2019
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Generell plädiert er – wie auch Vorstands-Kollege Dieter Philippi – für die Vermarktung hochwertiger und damit hochpreisiger Premium-Produkte: „Wir brauchen generell ein Qualitäts-, kein Mengenwachstum. Lieber alle fünf Jahre ein teures Smartphone, statt jedes Jahr ein billiges Handy. Das Credo muss lauten: Besser ist besser.“

Rund 1.300 Fachhändler konnten sich bei den knapp 100 Ausstellern auf der Hausmesse informieren und vernetzten. Produktschwerpunkt war diesmal die Telefonie aus der Cloud mit Herstellern wie Starface, Unify und Xelion. Jüngster Coup ist der Vertrieb von E-Scootern der Hersteller Trekstor und Xiaomi, den Herweck aber eher als Gag und Mitnahmegeschäft versteht: „Die Beziehung zu unserem Kerngeschäft besteht lediglich darin, dass sie einen Akku haben und mit dem Smartphone verbunden sind.“

Neue Services für Fachhändler

Zu den neuen Services für Herweck-Partner zählen das IMEI Picking, ein Apple-Konfigurator und der Build-to-Order-Service. Mit dem IMEI Picking können jetzt Netzverträge am POS abgeschlossen werden, auch wenn das gewünschte Gerät nicht auf Lager ist. Es ist mittlerweile für alle Netze einsetzbar. Der BtO-Prozess für die Auftragsfertigung soll Fachhändlern und Systemhäusern Aufwände für Lagerhaltung, Konfigurationsaufwand und Qualitätskontrolle abnehmen. Und über den Apple-Konfigurator können iMacs und MacBooks individuell zugeschnitten werden. Dem entsprechenden Gerät wird dann eine eindeutige Gerätenummer zugeordnet, über die es bestellt werden kann.

Die kilometerlangen Aktenstapel wurden mittlerweile digitalisiert und stehen den Partnern als elektronische Kundenakten zur Verfügung. „Von der Einzugsermächtigung über Gewerbenachweis, Selbstauskunft, Handelsregisterauszug und SEPA-Mandat bis zum Dienstleistungsvertrag steht jetzt alles online zur Verfügung“, so Philippi. Das erleichtert und verschlankt auch die internen Abläufe, an denen allzu häufig viele Mitarbeiter beteiligt waren. „Außerdem war es bislang viel zu schwer und dauerte viel zu lange, bei uns Kunde zu werden“, beleuchtet Herweck einen weiteren Aspekt. „Das haben wir durch das papierlose Onboarding geändert.“

Projekt-Tool in der Pipeline

Noch in der Entwicklung ist das Projekt-Tool, das im Sommer live gehen soll. „Die Grundversion ist fertig. Der Fachhändler kann in dem Tool unter anderem den Projektpreis sehen, den Projektfortschritt, das noch vorhandene Budget, eventuelle Rückstände und die Rabatte.“ Die Rolle des TK-Distributors sieht Jörg Herweck im Wandel: „Wir sind nicht mehr der klassische Großhandel oder Händler, sondern als verlängerter Arm der Operatoren eher Dienstleister. Natürlich gibt es dort Bestrebungen, alles selbst zu machen. Jede Generation von neuen Mitarbeitern und Beratern kommt auf diese Idee. Aber wir können es halt besser und billiger, weil wir eine ganz andere Performance und Kostenstruktur haben. Das beweisen wir immer wieder.“

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS