Neue Geschäftsmodelle werden notwendig Für Miet-SAP »Business ByDesign« müssen Partner umdenken

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Andreas Naunin ist derzeit ein vielbeschäftigter Mann. Für seinen Verantwortungsbereich – das Mittelstandssegment – bringt SAP Anfang 2008 ein Mietmodell auf den Markt. Im Gespräch mit IT-BUSINESS verrät Naunin, was sich dadurch für Partner alles ändern wird.

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ITB: SAP zum Mieten – das hat es bislang noch nicht gegeben. Mit SAP Business ByDesign soll nun eine On-Demand-Lösung den Markt umkrempeln. Was hat SAP veranlasst, diese neue Richtung einzuschlagen, und wann wird es entsprechende Lösungen geben?

Naunin: Es ist wichtig, zu verstehen, dass der Mittelstand kein homogener Markt ist. Die Anforderungen der Unternehmen bezüglich ihrer Funktionen, ihren industrie-spezifischen Prozessen, der Flexibilität und den Einsatzmöglichkeiten unterscheiden sich beträchtlich. Mit SAP Business ByDesign haben wir unser Portfolio, bestehend aus SAP Business One und SAP Business All-in-One, ergänzt und somit den zu adressierenden Markt für uns und unsere Partner vergrößert. Business ByDesign adressiert Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern, die eine Lösung sehr schnell einsetzen wollen, keine umfangreiche oder risikoreiche Implementierung akzeptieren und mit einer flexiblen Standardlösung arbeiten wollen, die grundlegende betriebswirtschaftliche Prozesse abdeckt. Von diesen Unternehmen gibt es weltweit 600.000, allein in Deutschland sind es etwa 16.000. Wir arbeiten bereits mit ersten deutschen Produktivkunden wie Stemme, Wima, Bautzen IT oder Preh Key Tec und werden das Produkt schrittweise für eine größere Kundenzahl verfügbar machen. Den Beginn des Volumengeschäfts haben wir für Anfang 2008 geplant.

ITB: Mit Business ByDesign geht ein neues Service- und Support-Konzept einher, das darauf ausgelegt ist, über standardisierte Services und Support Center die TCO zu senken. Was genau ist hier geplant und was wären Beispiele für Standard-Services?

Naunin: Mit SAP Business ByDesign nutzt SAP den modellgetriebenen Charakter der neuen Lösung. Das Service Center bietet Kunden unter anderem zusätzliche Reports und Formulare im On-demand-Verfahren.

ITB: Welche Auswirkungen wird die Einführung dieses grundlegend neuen Konzepts auf die SAP-Partner haben? Letztlich profitieren sie von Komplexität insofern, dass mehr Manntage bei einem konkreten Projekt anfallen?

Naunin: Genauso wie bei unseren anderen Produkten werden wir auch bei SAP Business ByDesign stark mit unseren Partnern zusammenarbeiten. Partner werden beispielsweise die Personalisierung der Daten übernehmen und den Kunden dabei helfen, die Unternehmensprozesse in der Software darzustellen. Das darf aber nicht mit Customizing verwechselt werden. Letztlich müssen unsere Partner ebenso wie SAP selbst für SAP Business ByDesign ein neues Geschäftsmodell entwickeln. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten unserer Partner für diesen Bereich einen eigenen Geschäftszweig entwickeln, da es hier um Volumengeschäft – also mehr Verkauf als Service – und damit einhergehend auch um andere Entlohnungsmodelle geht.

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