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Web Application Firewall (WAF) as a Service

Firewall-Geschäft geht auch As-a-Service

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Barracuda bietet jetzt „WAF as a Service“, wobei „WAF“ für „Web Application Firewall“ steht.
Barracuda bietet jetzt „WAF as a Service“, wobei „WAF“ für „Web Application Firewall“ steht. (Bild: © allvision - stock.adobe.com)

Security-Anbieter Barracuda, der vor allem im Firewall-Geschäft zuhause ist, ist mit „WAF as a Service“, also einer Web Application Firewall aus der Cloud, auf den Markt gegangen. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Partnern auf ein neues Fundament gestellt.

Barracuda ist in den Bereichen E-Mail-­Security, Data-Protection, Backup, E-Mail-Archivierung und Firewall unterwegs. „Das Firewall-Geschäft macht insbesondere aufgrund der steigenden IoT-Dynamik den Großteil unseres Geschäfts aus“, so Michael Zajusch, Regional Sales Director, Barracuda. Etwa 70 Prozent der Barracuda-Umsätze in Deutschland kommen aus diesem Bereich. Mit der Lösung „Barracuda Essentials for Office365“ profitiert das Unternehmen von einem aktuellen Markttrend, nämlich dem wachsenden Cloud-Geschäft. „Hierbei geht es um erweiterte E-Mail-Security, E-Mail-Archivierung und dem Backup von Office365-Daten in unserem eigenen Rechenzentrum in Frankfurt“, erklärt Zajusch. Es geht also um Dienste, die das As-a-Service-Office von Microsoft ergänzen. Unternehmen sollen sich damit sicherer in der Wieder­herstellungsthematik, gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder einer möglicherweise irgendwann anstehenden Migration des elektronischen Schriftverkehrs raus aus dem Microsoft-Universum fühlen können.

Barracuda Cloud Control

Mit dem „Barracuda Service Cloud Control“ behalten IT-Verantwortliche den Überblick.
Mit dem „Barracuda Service Cloud Control“ behalten IT-Verantwortliche den Überblick. (Bild: Barracuda)

Ebenfalls Cloud- oder App-basiert ist „Barracuda Cloud Control“ – ein Dienst, der einerseits Mobile-Device-Management umfasst und andererseits das Management diverser Cloud-Dienste, wie beispielsweise Backup oder Firewall beherrscht (siehe Kasten „Ergänzendes zum Thema“). Er läuft bei Barracuda unter „WAF as a Service“, wobei „WAF“ für „Web Application Firewall“ steht. Der As-a-Service-Ansatz habe hier in Hinblick auf die technische Implementierung im Tagesgeschäft der Reseller vieles vereinfacht, verrät Zajusch.

Die vor kurzem eingeführte, sich selbst verwaltende Web Application Firewall mit einer Reihe von Kontrollmöglichkeiten schützt Anwendungen, unabhängig davon, wo sie gehostet werden, ­unter anderem vor erweiterten Layer-7-Angriffen, DDoS-Attacken, SQL-Injection, Zero-Day- und JSON-Bedrohungen. Ein Fünf-Schritte-Setup-Assistent startet den Schutz von Webanwendungen in wenigen Minuten, heißt es aus dem Unternehmen. Sicherheitsrichtlinien können dabei für jede Anwendung individuell optimiert werden oder grundlegende Anwendungssicherheitsrichtlinien und vorkonfigurierte Vorlagen für gängige Anwendungen wie WordPress oder SharePoint automatisch erstellt und dann eine Feinabstimmung nach Bedarf durchgeführt werden.

Vertriebspartner gesucht

Michael Zajusch, Regional Sales Director, Barracuda
Michael Zajusch, Regional Sales Director, Barracuda (Bild: Barracuda)

Ergänzendes zum Thema
 
Mobile-Device- und Cloud-Management

Zajusch sucht weitere Vertriebspartner und setzt auf neue Märkte. Nachdem Barracuda bisher ziemlich Enterprise-lastig aufgestellt war, sei besonderes Wachstumspotenzial im SMB-Umfeld gegeben. „Der Sweet-Spot in diesem Marktsegment liegt bei Unternehmen mit Nutzer-Zahlen ­zwischen 250 und 1.000. Für diese passen alle, unser Portfolio umfassenden 14 Produkte“, so der Vertriebsdirektor. Das Barracuda-Vertriebsmodell ist klassisch indirekt über Distris (Infinigate, Tim und Nuvias) und Reseller konzipiert. Von rund 1.000 erfassten Partnern sind 50 Fokuspartner besonders aktiv. Nachdem das Partnerprogramm nach fünf bis sechs Jahren etwas angestaubt ist, wurde es nun überarbeitet. Im Fokus standen dabei eine Vereinfachung und die Steigerung der Profitabilität. Die Partner-Level sind Premier, Preferred und Authorized, deren Umsatzziele entsprechend bei 700.000, 140.000 und 30.000 Euro im Jahr liegen.

Die Partner-Discounts wurden im Rahmen der Anpassungen um fünf Prozent erhöht, so dass im höchsten Partnerstatus bei einem registrierten Projekt 40 Prozent vom Listenpreis drin sind. Die Deal-Registrierung wurde dahingehend vereinfacht, dass beim Discount nicht mehr zwischen Leads und Projekten, die der Partner eingebracht hat, unterschieden wird.

Partnerportal überarbeitet

Auch die Inhalte im Partnerportal, insbesondere dem Barracuda-Campus wurden überarbeitet. „In dem Campus können für alle Themenbereiche im Rahmen von Webinaren Zertifikate erarbeitet werden – außer im Firewall-Umfeld. Hierfür sind für die höchste Zertifizierung nach wie vor Classroom-Trainings nötig“, so Zajusch.

Neu ist auch, dass Barracuda die lokalen Marketing-Ressourcen erweitert und eine Channel-Marketing-Ansprechpartnerin angestellt hat. „Wir unterstützen hier mit Kundenveranstaltungen – auch Webinaren – und den üblichen Ressourcen wie Newsletter-Anschreiben et cetera“, so der Vertriebschef. „Unsere Presales-Leute bieten auch technische Unterstützung in der Praxis.“

Das Firewall-Thema kann in der Vor-Ort-Variante durchaus im Detail komplex sein, „daher helfen unsere Presales-Kollegen auch vor Ort beim Kunden, wenn es zum Beispiel um einen Proof-of-Concept geht.“ Eine deutschsprachige Support-Hotline ist laut dem Vertriebs­leiter offen für Endkunden und Partner. Sie sind dazu angehalten, auch bei Fragestellungen weiterzuhelfen, die Barracuda-­Produkte nur indirekt betreffen, ­beispielsweise, wenn es um Switch-Konfigurationen geht. Das komme gut an und trage zu der hohen Renewal-Rate von rund 90 Prozent bei.

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