EDR und MDR aus Europa Eye Security und HarfangLab koppeln EDR mit 24/7-SOC

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Eye Security will die EDR-Plattform des französischen Anbieters HarfangLab mit seinem rund um die Uhr besetzten SOC und Incident Response verbinden. Eine begrenzte Beta ist für Q4 2026 geplant, der breitere Start für Anfang 2027.

Durch die Kooperation zwischen Eye Security und HarfangLab erhalten Unternehmen eine europäische EDR-Technologie samt Überwachung und Reaktion rund um die Uhr. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Durch die Kooperation zwischen Eye Security und HarfangLab erhalten Unternehmen eine europäische EDR-Technologie samt Überwachung und Reaktion rund um die Uhr.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die geplante Zusammenarbeit von Eye Security und HarfangLab verbindet Endgeräteschutz mit einem rund um die Uhr besetzten Security Operations Center (SOC). Die Unternehmen wollen die EDR-Plattform von HarfangLab mit dem MDR-Service und der Incident-Response-Funktion von Eye Security kombinieren. Daten sollen in der EU gespeichert werden; der Service ist auf Deutsch, Niederländisch und Englisch vorgesehen.

HarfangLab entwickelt seine EDR-Technologie in Europa. Das Unternehmen verarbeitet Daten und trainiert seine KI-Modelle nach eigenen Angaben intern; die Datenspeicherung erfolgt innerhalb der EU. Die Plattform deckt neben Endgeräten auch Server, Cloud-Umgebungen, digitale Identitäten und KI-Agenten ab. Eye Security begründet die Auswahl mit Tests der Lösung. Ausschlaggebend seien umfangreiche Telemetrie, Möglichkeiten zur aktiven Reaktion und eine geringe Systembelastung gewesen.

Ergänzung statt sofortiger Ablösung

Das Angebot soll sich laut den Unternehmen auch neben kompatiblen EDR-Produkten einsetzen lassen, darunter Lösungen US-amerikanischer Anbieter. Damit ist kein unmittelbarer Austausch vorhandener Sicherheitstechnik vorausgesetzt. Ob sich ein paralleler Betrieb in der Praxis reibungslos integrieren lässt, hängt jedoch von den jeweiligen Umgebungen und konkreten Schnittstellen ab.

Eye-Security-CEO und Mitgründer Job Kuijpers ordnet die Partnerschaft als Angebot für europäische Organisationen ein: „Europäische Souveränität bedeutet, frei wählen zu können, ohne Kompromisse beim Schutz eingehen zu müssen.“ Chief Business Officer Ze’ev Rozov verweist auf Kundenfragen zur Herkunft von Software und zum Speicherort ihrer Daten. Die Kooperation adressiere diese Anforderungen, so Rozov.

Zertifizierungen der Partner

Eye Security ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als qualifizierter APT-Reaktionsdienstleister anerkannt.
Der EDR-Agent von HarfangLab erhielt eine Zertifizierung im BSI-Verfahren zur Beschleunigten Sicherheitszertifizierung (BSZ). Zusätzlich führt das Unternehmen eine Zertifizierung und Qualifizierung durch die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI an.

Nächster Schritt: Integration ins Agentic SOC

Eye Security plant, die HarfangLab-Technologie in sein Agentic SOC einzubinden. Vorgesehen sind eine erweiterte Suche nach Bedrohungen und Schwachstellen sowie die Nutzung von Asset-Discovery-Funktionen. Damit sollen nicht überwachte Geräte und mögliche Lücken in der Endgeräteerfassung sichtbarer werden.

Beta für Ende 2026 angekündigt

Eine begrenzte Beta ist für das vierte Quartal 2026 geplant, der breitere Marktstart für Anfang 2027. Bis dahin bleibt offen, welche Funktionen und Integrationsoptionen in der ersten Ausbaustufe verfügbar sein werden. Unternehmen, die Interesse haben, bei der Testphase dabei zu sein, können Teilnahme und Implementierungsanforderungen mit Eye Security klären.

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