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Cloud-Lösung von Crossinx Elektronische Rechnung nimmt an Fahrt auf

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Im April gab es eine neue Gesetzgebung, die wie ein Turbolader für die E-Rechnung wirkte. Im November steht eine weitere an. Laut Crossinx-Manager Marco Coriand hat auch Corona den elektronischen Rechnungen „einen Riesenschub gegeben“.

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Elektronische Rechnungen können Prozesse vereinfachen.
Elektronische Rechnungen können Prozesse vereinfachen.
(Bild: LuckyStep - stock.adobe.com)

Seit April schreibt eine EU-Richtlinie Bund, Ländern und Gemeinden verpflichtend vor, Rechnungen elektronisch empfangen zu können. „Allerdings – und das muss man dazu sagen – gibt es derzeit auch keine Sanktionen, sollten sie sich nicht daran halten“, sagt Marco Coriand, Director Channel Sales bei Crossinx, einem Anbieter aus diesem Umfeld.

Marco Coriand, Director Channel Sales, Crossinx
Marco Coriand, Director Channel Sales, Crossinx
(Bild: Crossinx)

Mit dem 27. November 2020 steht ein weiteres wichtiges Datum an: Diesmal betrifft es den Rechnungsausgang, „denn ab dann ist es Unternehmen vorgeschrieben, Rechnungen an oberste Bundesbehörden in elektronischer Form zu schicken. Von der Baubranche über Bürobedarf bis hin zum Catering trifft das eine Menge Branchen“, so Coriand, der in den vergangenen anderthalb Jahren den indirekten Vertrieb für Crossinx aufbaute.

Kooperationspartner

Derzeit kooperiert der Anbieter mit System­integratoren und Resellern, die beispielsweise aus dem Lexware-, SAP-, Sage- und Salesforce-Universum kommen. „Außerdem arbeiten wir mit rund 200 von 360 Sparkassen in Deutschland zusammen, die unsere Lösungen selber einsetzen und als Leadgeneratoren fungieren“, so der Manager. Auch Volksbanken und die Commerzbank sind mit an Bord.

Geschäft im Wandel

Crossinx ist im Projektgeschäft groß geworden und hat sich mehr und mehr zum Geschäft mit Standardprodukten entwickelt. Während früher bei Großprojekten schnell Projektkosten zwischen 70.000 Euro und 90.000 Euro zusammenkamen, bewegt sich das Setup der Standardlösung für Rechnungsausgänge bei pauschalen 950 Euro, im Rechnungseingang bei 1.950 Euro. Zur einmaligen Setup-Gebühr kommen kostenseitig noch eine Supportgebühr in Höhe von 39 Euro pro Monat hinzu. Außerdem fallen Transaktionsgebühren an: 15 Cent pro E-Rechnung im Versand und 25 Cent pro Rechnung beim Empfangen. Wenn der Kunde möchte, kann er zusätzlich ein Versenden per Post anstoßen, das kostet dann 87 Cent, wobei Porto, Ausdruck und Parallelversand der E-Rechnung im Preis enthalten sind. „Auf jedes Umsatzsegment, also Setup-Kosten, Transaktionsgebühren und Supportgebühren erhalten Partner eine Lifetime-Provision, die sich nach dem Partnerstatus richtet und zwischen 10 und 25 Prozent des Umsatzes liegt“, so der Channel-Manager.

X.Channel und X.Collector

„Was E-Rechnungen angeht, decken wir den Bereich ausgehender Dokumente mit der Lösung X.Channel ab und den Bereich eingehender Dokumente mit X.Collector. Unseren Cloud-Systemen ist dabei egal, welche Systeme der Kunde im Einsatz hat, wir docken einfach an“, sagt Coriand. Beim Versand von E-Rechnungen wird auf das Format gesetzt, das der Empfänger benötigt, also beispielsweise ZUGFerd, X-Rechnung, XML oder EDI.

Es gibt auch ein kostenfreies Produkt aus dem Hause Crossinx, nämlich „X.Zero“, welches ebenfalls als cloudbasierter Dienst angeboten wird. Hier können einzelne E-Rechnungen händisch angestoßen werden, für einen Einstieg in das Thema.

Technologiepartnerschaften

Immer wichtiger wurden für Crossinx in letzter Zeit die Technologie-Partnerschaften mit ERP-Herstellern wie beispielsweise Lexbizz. So arbeitet das Unternehmen inzwischen mit D.velop, CGM – einem ERP-Anbieter im sozialen Bereich – oder BPS Software – einem Bau-ERP-Anbieter – zusammen. Die Multiplikatorwirkung sei enorm, wenn Crossinx-Dienste im Rahmen von Technologiepartnerschaften in erfolgreiche ERP-Systeme auf dem Markt integriert werden. Kein Wunder, dass dieser Bereich ausgebaut werden soll. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das Unternehmen nun auch als Bitkom-Mitglied, um entsprechende Netzwerke auszubauen.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur