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Drohnen für den Hausgebrauch

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Wie zukunftsträchtig sind private Drohnen zur Überwachung des Eigenheims?
Wie zukunftsträchtig sind private Drohnen zur Überwachung des Eigenheims? (Bild: Stanisic Vladimir - stock.adobe.com)

In der IP-basierten Smart-Home-Videoüberwachung steckt viel Erfindergeist. Konventionelle Systeme werden bald ergänzt durch Heim-Drohnenüberwachung. Und wer weiß – vielleicht leihen sich die Hersteller auch demnächst Ideen aus der militärischen Forschung.

Wo viel Umsatz zu machen ist, ist auch die Innovationskraft der Anbieter groß – insbesondere bei der IP-Videoüberwachung innerhalb des Smart-Home-Segments. Zumal sich die Einbindung von Kameras im Rahmen von Smart-Home-Szenarien geradezu aufdrängt. Eine in ein Smart-Home-Netzwerk eingebundene Kamera ermöglicht es, von unterwegs oder der Couch aus zu prüfen, ob es dem Familienhund, der Oma oder dem im Garten spielenden Kind gut geht. War der Paketzusteller vormittags da? Welche Katze löst in der Nacht immer die Bewegungsmelder aus? All diese Fragen spielen in der Alltagswirklichkeit auch abseits der Wohnungseinbruchsproblematik eine Rolle.

Die Hersteller setzen dabei auf smarte Starter-Sets mit Power-over-Ethernet-fähigen NAS-Systemen und vier oder fünf mitgelieferten Standard-Kameras. Mobile Zugriffsmöglichkeiten via App werden aus Standard-App-Stores heraus angeboten, und zu den neuesten Trends zählen Speichermöglichkeiten in der Cloud als Teil des Basispakets ohne Aufpreis.

Private Überwachungsdrohnen

So weit, so innovativ. Doch am Horizont tun sich bereits völlig neue Konzepte auf. Beispielsweise Überwachungsdrohnen, die im Rahmen von Smart-Home-Konzepten das Grundstück abfliegen und überwachen. Ein Praxisszenario könnte folgendermaßen ablaufen: Nach einer per Sensorik oder Kamera registrierten Bewegung wird eine Push-Nachricht an den Hausbewohner geschickt. Dieser kann daraufhin die Hausdrohne „Aire“ zum Auskundschaften losschicken und aufgenommene Bewegtbilder als 4K-Live-Video auf seinem Tablet empfangen. Die Drohne des kalifornischen Herstellers Aevena kann aber auch nach Wunsch eigenständig – getriggert durch Bewegungen oder Geräusche – oder im Rahmen von routinemäßigen Patrouillenflügen Ausschau halten. Die Aufnahmen landen in einem kostenpflichtigen Cloud-Speicher.

Per Schnittstelle und Sprachbefehl kann das Gerät darüber hinaus auf Alexa-Sprachbefehle getrimmt werden, beispielsweise um für ein HD-Familienfoto angeflogen zu kommen. Die Idee für „Aire“ stammt aus dem Jahr 2014 und könnte gegen Ende des Jahres verwirklicht werden. Der Listenpreis wird voraussichtlich bei circa 1.500 Dollar liegen. Je reifer dieser Markt wird und je mehr Anbieter sich darauf tummeln, desto günstiger werden in diesem Segment naturgemäß die Preise.

Wann kommt der Robo-Wachhund?

Boston Dynamics zeigt eine weitere Richtung auf, in die sich Heimüberwachung entwickeln könnte. Das Unternehmen, das schwerpunktmäßig an militärischen Projekten forscht, legte mit „Buddy“ einen ­Roboter-Haus- und Hofhund vor, der von breitem Grinsen bis hin zu beklemmenden Gefühlen Emotionen beim Beobachter auslösen kann.

Der Unterschied zwischen dem Schäferhund-großen Roboter, der mit einem Zusatzarm sogar Türen öffnen kann, und besagter Flugdrohne ist, dass hier nicht absehbar ist, ob derlei Technologie außerhalb des militärischen Umfeldes zu bezahlbaren Preisen verfügbar wird. Ein kommerzieller Einsatz im Security-Umfeld, etwa für Perimeterschutz und Gebäudesicherung, liegt da schon eher im Bereich des Realistischen, wenn der Robo-Hund das Labor in Richtung freie Wirtschaft verlässt.

Ausblick

Die nähere Zukunft verspricht zunächst ­eine breitere Funktionspalette herkömmlicher Kamerasysteme. Es gibt inzwischen integrierte Lautsprecher-, Nachtsicht-, und Breitbild-Funktionen, die die Herzen von Technik-Nerds höher schlagen lassen – auch wenn der Weg bis zum smarten ­Robo-Hund noch weit ist.

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