Spleenlab gehört jetzt zu Quantum Systems KI und Drohnen: Was Unternehmen in Jena planen

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Wie künstliche Intelligenz autonome Systeme wie Drohnen steuert, daran arbeitete das Jenaer Startup Spleenlab. Mit einem Partner soll die technische Entwicklung vorangetrieben werden.

Auch ohne GPS: Erfassung von Geodaten via KI - das ist die Spezialität der Software von Spleenlab.(Bild: ©  9parusnikov - stock.adobe.com)
Auch ohne GPS: Erfassung von Geodaten via KI - das ist die Spezialität der Software von Spleenlab.
(Bild: © 9parusnikov - stock.adobe.com)

Der bayerische Drohnen- und Softwarehersteller Quantum Systems aus Gilching will nach der Übernahme der Jenaer Spleenlab seinen Standort in Thüringen ausbauen. Das kündigte das Unternehmen bei einer Präsentation der Partnerschaft in Jena an.

Quantum ist auf die Entwicklung und Produktion von zivilen und militärischen Überwachungsdrohnen sowie anderen autonom agierenden Systemen spezialisiert. Das 2018 in Saalburg-Ebersdorf gegründete Startup Spleenlab liefert dafür die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Software.

Übernahme nach mehrjähriger Zusammenarbeit

Es gehe um unbemannte Systeme, die nicht nur für militärische Anwendungen bestimmt seien, so Martin Karkour von Quantum. Einsatzgebiete seien auch die Landwirtschaft, Vermessungsaufgaben, autonome Fahrzeuge in der Logistik oder die Überwachung kritischer Infrastruktur. Nach mehrjähriger Zusammenarbeit mit dem Thüringer Softwareunternehmen Spleenlab sei die Entscheidung gefallen, „wir gehen zusammen“.

Übernommen wurden Anteile, die zuvor die Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH aus Erfurt gehalten hatte. Mit den Kapitalspritzen der Beteiligungsgesellschaft, einer Tochter der Thüringer Aufbaubank, sei Spleenlab in den vergangenen Jahren gewachsen, sagte Tobias Rüdiger, Geschäftsführer und Mitgründer.

Navigation ohne GPS möglich

Die lernende Software des Thüringer Unternehmens, das inzwischen auch in Jena eine Niederlassung unterhält, ermögliche es unbemannten Systemen, ihre Umgebung in Echtzeit zu erfassen. Die Navigation könne damit GPS-unabhängige erfolgen – die KI berechne, wo sich beispielsweise eine oder mehrere Drohnen befänden.

Die beiden Standorte in Thüringen sollen nach der Übernahme bestehen bleiben und ausgebaut werden, kündigten beide Unternehmen an. Derzeit beschäftigt Spleenlab nach Angaben des Managements mehr als 50 Mitarbeiter. Bis Jahresende sollen es mindestens 70 bis 75 werden. Das KI-Unternehmen profitiere bei Neueinstellungen von jungen Leuten, die von den Universitäten in Jena und Ilmenau kämen, so Rüdiger. Geplant sei neben der Software-Entwicklung der Test autonomer Systeme von Quantum in Saalburg-Ebersdorf.

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