Suchen

Nvidia Geforce RTX 3000 Doppelte Leistung: Ampere für Gamer

Autor: Klaus Länger

Nvidia wechselt nun auch bei den Gaming-Grafikkarten von der Turing- auf die Ampere-Generation. Die drei neuen Modelle RTX 3070, RTX 3080 und RTX 3090 sind zwar kostspieliger und stromhungriger als ihre direkten Vorgänger, dafür aber auch viel schneller.

Firmen zum Thema

Mit den Grafikkarten der RTX-3000-Reihe auf Ampere-Basis will Nvidia die Raytracing-Performance gegenüber der Turing-Vorgängergeneration verdoppelt haben.
Mit den Grafikkarten der RTX-3000-Reihe auf Ampere-Basis will Nvidia die Raytracing-Performance gegenüber der Turing-Vorgängergeneration verdoppelt haben.
(Bild: Nvidia)

Die Ampere-GPUs für Datacenter- und Edge-Computing hat Nvidia-CEO und Gründer Jensen Huang bereits im Mai vorgestellt. Nun kommen die Gaming-GPUs auf Basis der Ampere-Architektur. Wie üblich gibt es dabei mit der Founders Edition Karten von Nvidia selbst und Custom-Modelle einer ganzen Reihe von Partnern wie etwa Asus, MSI oder Zotac. Die Karten sind nun alle mit einem PCI-Express-4.0-Interface ausgestattet. Für die Ausgabe werden DisplayPort 1.4a und HDMI 2.1 unterstützt.

Die von Samsung in einem 8-nm-Verfahren gefertigten GPUs liefern laut Nvidia den doppelten FP32-Durchsatz im Vergleich zur Vorgängergeneration und mit RT-Cores der zweiten Generation auch die doppelte Raytracing-Performance. Die Leitung der Tensor-Cores, die für AI-basierte Technologien wie Nvidias DLSS 2.0 zuständig sind, soll sich ebenfalls verdoppelt haben. Damit soll bereits das Einstiegsmodell RTX 3070 etwa die Leistung einer Geforce RTX 2080 Ti erreichen. Mit RTX I/O führt Nvidia zudem eine für Microsofts kommende DirectStorage-API bestimmte Technologie ein, die mit Hilfe der GPU das Laden von Spielen bei Verwendung von NVMe-SSDs beschleunigen soll.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Start mit RTX 3080

Den Anfang macht die RTX 3080. Die Karten sollen am 17. September auf den Markt kommen. Die RTX-3080-GPU wartet mit 8.704 Cores auf, deutlich mehr als die 4.352 einer Geforce RTX 2080 Ti. Der Boost-Takt liegt mit 1,71 GHz ebenfalls höher. Der aus schnelleren GDDR6X-Modulen von Micron aufgebaute und 10 GB große Grafikspeicher ist über einen 320-Bit-Speicherbus angebunden. Nvidia verwendet für die eigenen Founders-Edition-Karten ein spezielles Design mit zwei gegenüberliegenden Lüftern und einem Stromanschluss mit zwölf Pins, um die Karte mit bis zu 320 Watt versorgen zu können. Die Hersteller der Custom-Karten setzen dagegen weiterhin auf Kühlkörper mit drei Lüftern und zwei oder drei 8-Pin-Stromanschlüssen. Die Nvidia-eigene Karte soll etwa 700 Euro kosten, die Boardpartner haben noch keine Preise genannt.

RTX 3090: High-End für 1.500 Euro

Die Geforce RTX 3090 löst sowohl die RTX 2080 Ti als auch die RTX Titan ab.Sie ist mit etwa 1.500 Euro zwar rund 200 Euro kostspieliger als eine 2080 Ti, wartet dafür mit dem 24 GB Grafikspeicher auf, den auch die 3.000 teure Titan RTX bietet. Allerdings ist die RTX 3090 mit schnellerem GDDR6X bestückt und soll bei 4K-Auflösung eine etwa 50 Prozent höhere Leistung liefern. Dafür sorgen 10.496 Cores und ein 384 Bit breiter Speicherbus. Huang verspricht für das neue Gaming-Spitzenmodell sogar flüssiges 8K-Gaming mit 60 FPS. Die maximale Leistungsaufnahme soll dabei bis zu 350 Watt erreichen. Die Geforce RTX 3090 soll ab 24. September verfügbar sein.

RTX 3070: Auf RTX-2080-Ti-Niveau

Auf die Geforce RTX 3070, die günstigste der bisher angekündigten Ampere-Gaming-Karten, muss man noch bis Oktober warten. Nvidia setzt hier eine Ampere-Variante mit 5.888 Cuda-Cores ein, die mit bis zu 1,73 GHz Boost-Frequenz arbeiten. Der mit 256 Bit angebundene Grafikspeicher ist hier 8 GB groß und besteht aus günstigeren GDDR6-Modulen. Die RTX-3070-Karten sind relativ kompakt und kommen mit maximal 220 Watt aus. Die Leistung der etwa 500-Euro-Ampere-Karten soll das Niveau einer derzeit noch mehr als doppelt so teuren RTX 2080 Ti erreichen.

(ID:46838815)

Über den Autor

 Klaus Länger

Klaus Länger

Redakteur