Computex 2025 AMD mit Chips für Gaming und Workstations

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Auf der Computex präsentierte AMD neben RDNA-4-Grafikkarten für Gaming-PCs und Workstations auch die neue Threadripper-9000-Generation mit Zen-5-Cores. Zudem waren die Ryzen-AI-Prozessoren für KI-Notebooks und PCs ein großes Thema auf der Messe.

Workstation-CPU mit 96 Zen-5-Cores: Jack Huynh, Senior Vice President und General Manager der Computing and Graphics Group bei AMD, zeigt auf seiner Computex-Keynote den Ryzen Threadripper der Serie 9000.(Bild:  AMD)
Workstation-CPU mit 96 Zen-5-Cores: Jack Huynh, Senior Vice President und General Manager der Computing and Graphics Group bei AMD, zeigt auf seiner Computex-Keynote den Ryzen Threadripper der Serie 9000.
(Bild: AMD)

Den Auftakt bei AMDs Computex-Keynote machen die neuen Gaming-Grafikkarten der Radeon-RX-9060-XT-Baureihe mit RDNA-4-Architektur. Die hier verwendete Navi-44-GPU wartet mit 32 Compute Units sowie 32 MB Infinity Cache auf und soll im Vergleich zur vorigen Generation die doppelte Raytracing-Leistung liefern. Mit ihnen tritt AMD gegen Nvidias Geforce-RTX-5060-Ti-Serie an. Daher gibt es von den Board-Partnern sowohl Modelle mit 8 als auch mit 16 GB GDDR6 als Grafikspeicher. Die kleinere Variante soll maximal 150 Watt konsumieren, die größere 10 Watt mehr. Die Karten sollen Anfang Juni auf den Markt kommen, für den US-Markt nennt AMD Startpreise von 299 US-Dollar für die 8-GB- und 349 US-Dollar für die 16-GB-Variante.

Zudem gab der Chiphersteller eine Vorschau auf die nächste FSR-Generation, die unter dem Codenamen Redstone entwickelt wird. Ein neues Machine-Learning-Modell soll hier Frames mit besserer Bildqualität generieren. Zudem verspricht AMD eine verbesserte Bildqualität und Performance in Spielen, die Raytracing unterstützen.

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Doppelter Speicher für Workstation-Grafikkarten

Speziell für einfachere KI-Workloads wie Inferencing oder das Feintuning von Modellen kommt es weniger auf eine maximale Compute-Performance, sondern mehr auf einen großen Grafikspeicher an. Für diese Aufgaben kommt die auf der Radeon RX 9700 XT basierende Workstation-Karte Radeon AI Pro R9700. Sie verfügt ebenfalls über 64 Compute Units sowie 64 MB Infinity Cache, ist aber mit 32 GB Grafikspeicher bestückt. Die PCIe-Gen5-Karten mit 16 Lanes sollen laut dem Hersteller in Multi-GPU-Konfigurationen mit bis zu vier Karten gut skalieren. Ihre TDP liegt bei 300 Watt. Sie bieten den vollen Support für AMDs ROCm-Software-Stack unter Linux, die Unterstützung für ROCm unter Windows soll folgen. Karten mit Referenzdesign sollen ab Juli von Board-Partnern verfügbar sein.

Threadripper mit Zen-5-Cores

Eine passende Workstation-CPU hatte AMD mit dem Ryzen Threadripper Pro 9000 ebenfalls im Gepäck. Mit ihr bringt der Hersteller die Zen-5-Architektur in die Workstation. Das Spitzenmodell Threadripper Pro 9995WX bietet dabei 96 Zen-Cores, 192 Threads und insgesamt 480 MB Cache. Bei Intel gehören die konkurrierenden Workstation-CPUs noch zur Sapphire-Rapids-Generation mit maximal 60 Cores und 120 Threads.

Zusätzlich zu den Threadripper-Pro-9000-Prozessoren hat AMD in Taipeh noch einige Ryzen-Threadripper-9000-Modelle ohne Pro-Zusatz angekündigt. Sie bieten maximal 64 Cores und sind für High-Performance-Desktop-PCs und für Workstations bestimmt, die nicht in einer verwalteten Umgebung laufen. Hier die neuen Threadripper-CPUs im Überblick:

ModellCores/ThreadsBasistaktBoosttaktTDPCache
AMD Ryzen Threadripper PRO 9995WX96 C / 192 T2.5 GHz5.4 GHz350W480 MB
AMD Ryzen Threadripper PRO 9985WX64 C / 128 T3.2 GHz5.4 GHz350W320 MB
AMD Ryzen Threadripper PRO 9975WX32 C / 64 T4.0 GHz5.4 GHz350W160 MB
AMD Ryzen Threadripper PRO 9965WX24 C / 48 T4.2 GHz5.4 GHz350W152 MB
AMD Ryzen Threadripper PRO 9955WX16 C / 32 T4.5 GHz5.4 GHz350W80 MB
AMD Ryzen Threadripper PRO 9945WX12 C / 24 T4.7 GHz5.4 GHz350W76 MB
AMD Ryzen Threadripper 9980X64 C / 128 T3.2 GHz5.4 GHz350W320 MB
AMD Ryzen Threadripper 9970X32 C / 64 T4.0 GHz5.4 GHz350W160 MB
AMD Ryzen Threadripper 9960X24 C / 48 T4.2 GHz5.4 GHz350W152 MB

Die Ryzen-Threadripper-9000-CPUs sowie einige der WX-Modelle sollen ab Juli verfügbar sein. Zudem werden Hersteller wie Dell, HP, Lenovo und Supermicro sowie einige Systemintegratoren Workstations auf den Markt bringen.

KI-Notebooks und PCs für den Firmeneinsatz

Große Erwartungen für das Client-Geschäft setzt AMD in die Ryzen-AI-Prozessoren mit starker NPU, die auch für Microsofts Copilot+ tauglich sind. Sie kommen laut dem Hersteller zunehmend in Business-Notebooks, Mini-PCs und auch kompakten Workstations zum Einsatz. Auf der AMD-Keynote waren auch Lenovo und Asus mit entsprechenden Systemen vertreten. Asus zeigte auf der Messe einige Copilot+-PCs der Expert-Reihe, die ausschließlich mit AMD-Prozessoren bestückt sind.

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