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Netapp-Studie

Digitale Transformation verändert klassisches Geschäft

| Autor: Sarah Böttcher

Unternehmen müssen im Rahmen der Digitalisierung neue Wege gehen und ihre traditionellen Geschäftmodelle überdenken.
Unternehmen müssen im Rahmen der Digitalisierung neue Wege gehen und ihre traditionellen Geschäftmodelle überdenken. (Bild: © Jamrooferpix - stock.adobe.com)

Traditionelle Geschäftsmodelle müssen sich im Zuge der Digitalen Transformation ändern. Doch erst acht Prozent der für eine Studie von Netapp und IDC befragten Unternehmen, treiben ihre Transformation proaktiv voran und gelten als „Data Thrivers“.

Tradierte Geschäftsmodelle haben es in Zeiten der Digitalen Transformation schwer. Einer Studie von Netapp in Zusammenarbeit mit IDC zufolge, besteht bei Unternehmen, die ihre Digitale Transformation nicht proaktiv vorantreiben, die Gefahr von Wettbewerbern mit datengetriebenen Geschäftsmodellen abgehängt zu werden.

„Unternehmen brauchen jetzt Visionäre. Sie erkennen, dass Daten nicht mehr auf verschiedenen Geräten oder hinter Firewalls versteckt liegen. Heute sind Daten verteilt und dynamisch verfügbar und warten nur darauf, genutzt zu werden“, so Jean English, SVP and CMO bei Netapp. Vor allem Anwendungen aus dem Bereich Business Analytics, beziehungsweise Big Data Analytics werden dadurch an Bedeutung gewinnen.

Data Thrivers

Der Studie zufolge können bisher nur acht Prozent der etablierten Player traditioneller Branchen in die Kategorie der „Data Thrivers“ – Unternehmen, die ihre Digitale Transformation proaktiv vorantreiben, um neue Märkte zu erschließen – eingeordnet werden.

Ohne die Transformation ihres klassischen Geschäfts riskieren Unternehmen, bereits 2018 einen signifikanten Anteil ihrer Umsätze an Wettbewerber mit datengetriebenen Geschäftsmodellen zu verlieren. Die Branchen mit dem höchsten Risiko sind: Versorger (29 Prozent), Einzelhandel (über 25 Prozent), Anlagenbau (20 Prozent), Finanzdienstleistungen (18 Prozent) und öffentliche Verwaltung (17,5 Prozent). Nutzt ein Unternehmen hingegen seine Daten intelligent, kann es Kundenakquisition und Mitarbeiterproduktivität um das Dreifache steigern und damit seine Ertragskraft verbessern, so die Studienergebnisse.

Bewusstsein bereits vorhanden

„Wenn Unternehmen jetzt nicht reagieren und umstrukturieren, werden sie selbst bald Opfer des digitalen Darwinismus, von dem kein Unternehmen und keine Branche verschont bleibt“, kommentiert Laura DuBois, IDC Group Vice President, Enterprise Storage, Server and Infrastructure Software. „Wir sehen aber bereits, dass sich Unternehmen vom ‚business as usual‘ wegbewegen und stattdessen die Digitale Transformation voran treiben. Das Verständnis dafür wächst, dass Systeme, Modelle, Prozesse und IT-Architekturen modernisiert werden müssen, um auf dem Markt zu bestehen.“

Das bestätigen auch die Studienergebnisse: Das Bewusstsein, die eigenen tradierten Geschäftsmodelle zu überarbeiten und zu verändern, ist bereits im Markt vorhanden. So beschäftigt bereits die Hälfte der befragten Unternehmen einen Chief Data Officer. Für viele Unternehmen ist der Weg zum „Data Thrivers“ trotzdem noch weit. Sie verwalten Daten mit unterschiedlichen Formaten und Speicherorten noch immer mit vielen verschiedenen Tools. Das erhöht nicht nur die Komplexität um ein Vielfaches, sondern birgt auch Sicherheits- und Compliance-Risiken, so die Ergebnisse.

Zur Studie

Die Studie basiert auf einer globalen Umfrage, bei der 800 Vorstände, IT-Verantwortliche sowie IT-affine Mitarbeiter großer und mittelständischer Unternehmen (in den USA mit mehr als 1.000 Mitarbeitern, in anderen Ländern mit mehr als 500 Mitarbeitern) aller Branchen in insgesamt sieben Ländern befragt wurden (USA, Kanada, China, Japan, Frankreich, Deutschland und England).

Die Daten wurden in Abhängigkeit des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts gewichtet. Alle Befragten haben als Chief Data Officers, Analyse-Spezialisten oder DevOps-/Cloud-Architekten entweder Budget-Verantwortung für DX-Projekte oder können in ihrer Position die Ausgaben dafür beeinflussen beziehungsweise sind in diese involviert und waren an Aufbau oder Auswertung von mindestens zwei Data Services in der Hybrid Cloud beteiligt.

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