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Service Provider Summit 2020 Die Tücken der Hybrid Cloud

| Autor: Sarah Böttcher

Cloud Computing bringt zahlreiche Vorteile, aber auch Herausforderungen mit sich. Eine davon ist das plattformübergreifende Datenmanagement. Sebastian Lacour, Manager Regional Channel Germany bei Veeam, erläutert wichtige Aspekte, die ein modernes Datenmanagement leisten muss und wie Service Provider ihre Kunden unterstützen können.

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Ohne Cloud Computing lassen sich die für die Digitale Transformation von Unternehmen benötigte Agilität, Flexibilität und Skalierbarkeit nicht erreichen.
Ohne Cloud Computing lassen sich die für die Digitale Transformation von Unternehmen benötigte Agilität, Flexibilität und Skalierbarkeit nicht erreichen.
(Bild: © Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Welche Vorteile bieten Managementlösungen aus der Cloud? Und was passiert mit Daten, die aus Gründen der Leistung oder Datensicherheit vor Ort gepflegt werden müssen?

Sebastian Lacour, Manager Regional Channel Germany ​bei Veeam
Sebastian Lacour, Manager Regional Channel Germany ​bei Veeam
(Bild: atelier pfleiderer- FOTOGRAFIE / Veeam)

Lacour: Die Cloud hat sich durchgesetzt, weil sie Flexibilität bietet und die Veränderungsgeschwindigkeit unterstützt, die Unternehmen heute von ihrer IT erwarten (müssen). Dabei geht es nicht um On-Premises oder Cloud und auch nicht um das eine, „richtige“ Cloud-Modell, sondern Hybrid Cloud ist die Infrastruktur, die sich durchsetzen wird. Laut einer aktuellen IDC-Umfrage in der Region DACH nutzen 71 Prozent die Cloud produktiv. Neben Public-Cloud-Angeboten (75 %) sind unternehmenseigene Private Clouds (68 %) sowie Hosted Private Clouds (65 %) sehr verbreitet. Wesentliche Vorteile hybrider Strukturen liegen aus Sicht der Anwender in der Möglichkeit, standardisierte Dienste wie SaaS oder IaaS zu nutzen, eigene Workloads jederzeit bedarfsgerecht zu verschieben und zu betreiben, oder sie auch über eine andere Plattform abzusichern – Stichwort Disaster Recovery – und gleichzeitig bestimmte Anwendungen und Daten – etwa in der Forschung – ausschließlich On-Premises zu belassen. 37 Prozent der DACH-Firmen nutzen laut IDC bereits Hybrid-Cloud-Strukturen, 95 Prozent der deutschen Unternehmen wollen entsprechende Umgebungen schaffen. Dabei betrachten sie das Datenmanagement als größte Herausforderung, denn es geht darum, alle Plattformen unter einen Hut bringen. Daten müssen jederzeit in einer Organisation austauschbar sein und digitale Prozesse quasi begleiten. Das erfordert ein übergreifendes Datenmanagement, das für konsistenten und reibungslosen Datentransport sorgt, zwischen Clouds ebenso wie zwischen On-Premises und Cloud. Was zählt, ist die Sicherheit und Verfügbarkeit aller Daten. Das bedeutet, Unternehmen müssen ihre Daten überall absichern, sie jederzeit wiederherstellen und problemlos verschieben können – und das transparent und möglichst automatisch.

Welche Mehrwerte bieten Datensicherungslösungen von Veeam?

Lacour: Datensicherung ist Veeams Kerngeschäft. Wir sind in der virtuellen Welt groß geworden, aber heute haben unsere Kunden die Möglichkeit, unsere Datensicherungslösungen auf nahezu allen Plattformen zu nutzen, von physisch bis Cloud. Außerdem bieten wir längst mehr als nur Backup und Wiederherstellung. Unser Portfolio erfasst den gesamten Lebenszyklus von Daten und ihrer Sicherung. Datenmanagement – wir sprechen von Cloud-Datenmanagement – umfasst die Steuerung, Verwaltung und Kontrolle aller Daten über Betriebsplattformen hinweg, also von On-Premises bis in die Cloud. Dabei werden Disziplinen wie Backup, Wiederherstellung und Disaster Recovery abgedeckt, aber auch Aufgaben wie Monitoring und IT-Analytics, Automatisierung, Orchestrierung und Compliance. Es geht nicht nur um Datensicherung, sondern auch um Datensicherheit und Datenschutz. Da Hybrid-Cloud-Infrastrukturen auf dem Vormarsch sind, zählt für uns zudem der Aspekt Cloud-Mobilität. So können Organisationen ihre Workloads bedarfsgerecht verlagern und ihre Daten jederzeit reibungslos, etwa zwischen Hyperscalern und firmeninternen Datenspeichern, übertragen, ohne einen Lock-in zu riskieren.

Wie unterstützt Veeam seine Service-Provider-Partner über die Technologie hinaus?

Lacour: Der Channel merkt, dass der klassische Produktverkauf vom Managed-Services-Geschäft verdrängt wird. Auch Distributoren verstärken ihr Service-Angebot. Selbst große Anwenderunternehmen verlassen sich heute nicht mehr nur auf ihre „Inhouse“-Ressourcen, sondern setzen auf externe Dienstleister, um den ständigen Erneuerungsbedarf in ihrer IT zu schaffen. Das bedeutet, Partner müssen mehr Diversität an Knowhow und Manpower aufbauen, projektbezogen unterschiedliche Experten einbinden oder längerfristige Kooperationen eingehen. Unsere Partner erhalten von uns jede Form der Unterstützung, ob in der Leadgenerierung, im Verkaufsprozess und der Projektierung ebenso wie in der technischen Beratung, der Implementierung und im Support. Natürlich gibt es für unsere Partner auch zahlreiche Trainings und Zertifizierungen. Veeam ist „100 Prozent Channel“, bei uns gibt es kein Direktgeschäft. Weltweit bieten über 70.000 Partner unsere Lösungen an und es ist unser Ziel, die Programme und Prozesse für unser Ökosystem stetig zu verbessern, zu vereinfachen und zu automatisieren. Basis für die Zusammenarbeit mit dem Channel ist unser ProPartner-Programm. Dieses erweitern wir jetzt, speziell im Kontext Aus- und Weiterbildung. Damit wollen wir unseren Partnern helfen, die veränderten Kundenanforderungen erfüllen zu können. Unsere Kundenzufriedenheit liegt bei über 90 Prozent. Das erreichen wir nur gemeinsam und vor allem über fundierten Knowhow-Transfer in den Channel. Ein hoher Zertifizierungsgrad und weitere Merkmale der Zusammenarbeit im Rahmen des ProPartner-Programms werden von uns in Zukunft auch vergütet.

Eben erst hat Veeam die Partnerschaft mit Cloudian bekannt gegeben. Wie wichtig sind in Zeiten der Digitalen Transformation Partnerschaften und Allianzen? Werden diese an Bedeutung gewinnen?

Lacour: Mit der Digitalisierung wächst die Bedeutung der IT als strategische Basis für Geschäftsmodelle, Reaktionsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg. Channel-Partnern und Value Added Resellern (VARs) eröffnet das neue Möglichkeiten, wie sie mit Kunden zusammenarbeiten: Sie sind nicht nur Technologielieferant, sondern sie können sich als strategischer Berater und langfristiger Servicepartner etablieren. Wir als Anbieter müssen dafür sorgen, dass die Produkte zuverlässig, einfach und flexibel funktionieren. Technologie-Allianzen waren für Veeam schon immer von zentraler Bedeutung, damit IT-Infrastrukturen reibungslos laufen. Wir arbeiten mit Cloud-Anbietern ebenso zusammen wie mit Storage- und HCI-Lieferanten. Kürzlich haben wir eine Technologiepartnerschaft mit Kasten geschlossen, dem führenden Anbieter für Kubernetes-Backup, um gemeinsam das Thema Containerdatensicherung zu adressieren. Nicht nur Technologie-Allianzen werden an Bedeutung gewinnen, sondern auch die Zusammenarbeit von Channel-Partnern und Service Providern untereinander. Es gibt nur wenige große IT-Serviceanbieter in Deutschland, die Ressourcen und Kapazitäten haben, um alle relevanten Technologiefelder abzudecken. Aber kleinere und mittlere Service-Anbieter können ihre Kräfte und ihr Dienstleistungsportfolio bedarfsgerecht bündeln, um ihre Kunden umfassend zu betreuen

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Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin