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Logicalis Global CIO Survey

Deutschland hinkt bei IoT- und KI-Nutzung hinterher

| Autor: Sarah Gandorfer

CIOs müssen Innovationen und dringliche strategischen Prioriäten wie der IT Securtity ausbalanicieren.
CIOs müssen Innovationen und dringliche strategischen Prioriäten wie der IT Securtity ausbalanicieren. (Bild: NicoElNino - stock.adobe.com)

Zum sechsten Mal befragte Logicalis internationale CIOs zur Nutzung neuer Technologien und deren Umsetzung. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet of Things (IoT) auf den hinteren Plätzen.

Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland bei den neue Technologien wie Business Intelligence (BI) und Analytics eher im Hintertreffen. Das ist das Ergebnis einer Studie, für die Logicalis rund 840 CIOs befragt hat. Es ist mittlerweile die sechste Studie dieser Art, die der Anbieter von IT-Solutions und Managed Service durchführt. Demnach ist der Druck auf CIOs ungebrochen. Schließlich wird es immer wichtiger, das tägliche IT-Management mit strategischen Prioritäten und Innovationen in Einklang zu bringen. Durch die Notwendigkeit der Kostensenkung wird dies noch komplexer.

Zwar werden neue Technologien wie BI und Analytics schon jetzt erfolgreich und gewinnbringend eingesetzt, doch das Potenzial wird noch nicht vollkommen ausgeschöpft. Rund ein Drittel der Befragten bewerten ihr Unternehmen in Bezug auf die wirtschaftlich vorteilhafte Nutzung von BI und Analytics in verschiedenen Unternehmensbereichen sehr positiv. Vorreiter ist der Einsatz in der IT-Abteilung: Mehr als ein Drittel (36 %) der CIOs beziffert diesen als sehr erfolgreich. Unter deutschen CIOs beläuft sich der Anteil allerdings lediglich auf 23 Prozent. 17 Prozent von ihnen urteilten im Gegenteil mit „überhaupt nicht erfolgreich“.

Eine ähnliche Kluft zwischen der Bundesrepublik und der Einschätzung internationaler CIOs findet sich auch beim Internet of Things (IoT) sowie der Künstliche Intelligenz (KI). Beinahe die Hälfte der CIOs gibt an, dass ihr Unternehmen IoT-Technologien bereits nutzt (Vorjahr: 24 %, 2016: 19 %). In Deutschland sind es dagegen nur 27 Prozent. Insbesondere in den Bereichen „verbesserter Kundenservice“, „Verbesserung bestehender Produkte und Dienstleistungen“ sowie „Kreierung effizienter Prozesse“ setzen deutsche CIOs entsprechende Lösungen deutlich weniger ein (Abweichung von mehr als 10 %). Ein ähnliches Bild ergibt sich im Bereich KI und Machine Learning: Global verwenden 44 Prozent der Unternehmen bereits KI sowie Machine Learning. In Deutschland sind es nur 28 Prozent.

Bereits in der Befragung des Jahres 2016 zeigte sich eine Rückständigkeit im Bereich der Digitalisierung hierzulande. Doch schienen die Unternehmen schon ein Jahr später diese wettmachen zu wollen: „Wir sahen, dass die deutschen CIOs nicht nur eine Aufholjagd gestartet, sondern in Teilen auf die Überholspur gewechselt hatten“, sagt Christian Werner, CEO bei Logicalis. „Dies könnte sich nun im Bereich neue Technologien wiederholen. Wir beobachten hier oftmals eine zunächst abwartende Haltung deutscher CIOs, bis die Lösungen ausgereifter, die Anwendungsszenarien klarer und der Nutzen offensichtlicher sind. Erst dann werden Technologien adaptiert, dies jedoch meist zielgerichteter und im Ergebnis erfolgreicher.“

Beispiel Analytics

Oftmals fehlt eine umfassende Strategie zur Umsetzung der digitalen Transformation. So wurden die CIOs beispielsweise nach den Hürden für die Nutzung von Analytics befragt. Mit 55 Prozent der Nennungen wurde hier die Komplexität genannt, gefolgt von Datensilos (44 %), „keine klaren Anforderungen aus den Geschäftsbereichen“ (41 %) sowie fehlendes Knowhow (38 %). Dabei führten bereits 2015 insgesamt 63 Prozent der Studienteilnehmer Analytics als sehr wichtigen oder kritischen Faktor an, um Innovationen im Unternehmen voranzutreiben.

Aktuell arbeiten 54 Prozent der CIOs mit den verschiedenen Geschäftsbereichen zusammen, um deren Anforderungen zu erfüllen. 39 Prozent befassen sich mit den Herausforderungen rund um Daten und 38 Prozent setzen Arbeitsgruppen ein, um die Komplexität aufzulösen.

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