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Trennung von IT und TK
»Die Kollegen in Frankreich bieten erfolgreich subventionierte Notebooks im B2C-Markt an«, greift Wrampling das Thema auf. »Wobei ich das für den B2B-Markt auch als Möglichkeit sehe«, meint Jäger. »Das muss der Händler aktiv angehen. Noch ist vielfach eine Trennung von IT und TK vorhanden.« Molzen konkretisiert dabei ein Problem der Zurückhaltung in diesem sich überschneidenden Bereich: Der IT-Reseller ist, anders als der TK-Fachhändler, gewohnt, seine Marge sofort nach Verkauf der Ware zu bekommen. Netzbetreiber oder TK-Distribution überweisen die Provisionen erst später. Erfahrung mit so genannten embedded Notebooks – also Geräten mit integrierter UMTS-Karten, kann FSC vorweisen, die damit schon frühzeitig auf den Markt strebten. »Die Lernkurve aller Beteiligten ist sehr intensiv«, erklärt Melzig. »Wir arbeiten mit zwei großen Telkos zusammen. Dabei achten wir auf Zertifizierungen, um den Fachhandel Sicherheit bei den Schnittstellen im Gerät zu geben«, führt er die Bestrebungen seines Unternehmens aus. Dass die Zertifikate wichtig sind, ist für Molzen ebenfalls wichtig: »Aber wir haben das noch nicht gut genug kommuniziert«, empfindet der LG-Vertreter. »Außerdem lässt die Distribution die Händler oft im Unklaren, wie hoch die Marge für solch ein Gerät mit Datentarif ist«, nennt Eichhorn einen weiteren wunden Punkt.
Kaum Technik-Highlights
Was technische Highlights betrifft, so sieht es mager aus. Von der Bedeutung ist die Grafikkarte laut Molzen vor die CPU gerutscht. Wobei die Performance des Notebooks immer eine Frage der Applikationen ist, die gleichzeitig auf der Festplatte laufen. Zur Leistungssteigerung werden immer häufiger integrierte und dedizierte Grafiklösungen kombiniert. Eine dedizierte Grafik braucht wiederum mehr Strom. »Deshalb haben die Asus-Geräte einen Schalter, um zwischen dedizierter und integrierter Grafik umzuschalten«, erläutert Musemic. Energiesparender, aber derzeit noch preislich zu hoch angesiedelt sind Solid State Disks. »Die Nachfrage hier ist wegen der ungewissen Verlässlichkeit der SSDs auch noch recht verhalten«, kommentiert Melzig die Technik. Ebenfalls »noch nicht breite Masse«, wie Gassmann es formuliert, ist Intels Vpro-Technologie. Dabei sei die Fernwartungsfunktion für den Händler eine Möglichkeit, sich bei den Serviceleistungen gegenüber dem Wettbewerb hervorzuheben.
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