Mobility-Roundtable der IT-BUSINESS Der Trend geht zum Zweit-Notebook

Redakteur: Sarah Gandorfer

Gerade haben die Analysten von Gartner ihre Erwartungen an den PC-Markt nach oben korrigiert. Grund ist der überragende Anstieg beim Notebook-Verkauf. Hier gilt allen voran der Eee-PC als Treiber. Mit den Teilnehmern des Mobility-Roundtables sprach IT-BUSINESS über die Trends im Markt.

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Dieses Jahr hat IT-BUSINESS wieder zum Mobility-Roundtable geladen. Schon beim letztjährigen Treffen wurde heftig über Akku-Laufzeiten bei Notebooks debattiert. Eine Intel-Studie zitierend wirft Moderator und Redaktionsleiter Christian Träger in die Runde, dass 40 Prozent der Nutzer immer noch über die Akkulaufzeit enttäuscht sind, 20 Prozent beklagen dagegen die Leistung der mobilen Rechner.

»Es geht darum, eine Balance zwischen Leistung, Gewicht und Akku-Laufzeit herzustellen«, fasst Phillip Eichhorn, Teamleiter Professional Notebooks bei Acer, die Problematik zusammen. »Es bedarf zielgruppengerechter Geräte, die in bestimmten Segmenten nicht unbedingt einen Fokus auf der Akkulaufzeit haben müssen. User, die ständig unterwegs sind, können eher auf Strom verbrauchende Leistung verzichten.«

»Von Herstellerseite – gerade von Intel – werden uns Lösungen für längere Akku-Laufzeiten präsentiert«, weiß Jörg Klatt, Internationaler Produktmanager Notebooks bei Maxdata. »Die Ultra-Low-Voltage-Lösung ermöglicht beispielsweise Laufzeiten von acht bis zehn Stunden.« Ersetzt das Notebook allerdings den Desktop, ist die Akku-Laufzeit meist nicht das entscheidende Kaufkriterium.

Michael Melzig, Manager Marketing Business Clients bei Fujitsu Siemens Computers, verweist auf den Eco-Button, den der Hersteller in seine Geräte implementiert. Damit können gerade nicht benötigte Komponenten einfach abgeschaltet und der Stromverbrauch gedrosselt werden.

Herausforderung Produktvielfalt

HP sieht einen ganz anderen Problempunkt bei Notebooks als das Thema Akku. »Wir haben schon vor drei Jahren Batteriekonzepte entworfen, die 14 Stunden Laufzeit ermöglichen«, erklärt Ingo Gassmann, Director Category Management bei Hewlett-Packard. Augenmerk müsse vielmehr auf die Produktvielfalt gelegt werden. »Die Diversifikation wie Formfaktoren müssen vernünftig in der Supply-Chain innerhalb der verschiedenen Märkte abgebildet werden. Damit einhergehend ist der Kostenfaktor ein wichtiges Kriterium, denn der deutsche Markt ist extrem wettbewerbsintensiv. Auch die Reseller sind sehr aggressiv, was das Pricing betrifft«, so der HP-Vertreter.

Ulrich Jäger, Product Business Development Manager bei Toshiba, weist ebenfalls auf die verschiedenen Akku-Erweiterungssysteme seines Unternehmens hin. »Eine weitaus bedeutendere Herausforderung ist der Preis«, stimmt er seinen Kollegen zu. »Die Preise, die im Consumer-Markt kommuniziert werden, drängen in den Business-Kanal. Deshalb ist es wichtig, hier den Mehrwert wie Garantie, niedrige Ausfallraten oder Support hervorzuheben.« »Für uns kommt es außerdem darauf an, mit neuen Produkten neue Märkte zu erschließen«, sagt Haris Musemic, Produkt Manager Mobile bei Asus. Mit dem Eee-PC ist dem Hersteller genau das gelungen.

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