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Neue Technologien, neue Chancen

Der Dublin Tech Summit

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Sylvia Lösel

Einer der Stars des DTS war der Roboter RoboThespian, der die Teilnehmer bereits im Foyer begrüßte.
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Einer der Stars des DTS war der Roboter RoboThespian, der die Teilnehmer bereits im Foyer begrüßte. (Bild: Oliver Schonscheck, IT-Business)

Im Fokus des ersten Dublin Tech Summit (DTS) standen neue Lösungen rund um Artificial Intelligence (AI), Virtual Reality (VR), IoT und Blockchain. Wir haben uns angesehen, welche Chancen für den Channel darin stecken.

Wer einen IT-Kongress besucht, kommt zurzeit an Vorträgen über AI, VR, IoT und Blockchain kaum vorbei. Das galt auch für den Dublin Tech Summit (DTS) 2017, der Mitte Februar in der irischen Hauptstadt stattfand. Was den Dublin Tech Summit für die Teilnehmer, Partner und Sponsoren interessant machte, war der Ansatz, nicht nur über Themen wie AI und VR zu reden, sondern bereits praktische Anwendungen und auch Probleme in den Blick zu nehmen. Das zeigte sich bereits an den Themenfeldern der Vorträge, darunter Medtech, Fintech und Fashion, also Anwendungsfelder für die neuen Technologien.

Den hohen Anwendungsbezug des DTS zeigten Vorträge wie:

  • „The Smart City Opportunity“ von Jonathan Reichental, CIO, City of Palo Alto
  • „The Future Of Money“, von Louise Phelan, Vice President of Global Operations, PayPal
  • „Health Reality not Sci-Fi“, von Richard Corbridge, CEO, eHealth Ireland
  • „The Digitalisation of Fashion Industry“, von Christoph Lange, VP Brand Solutions, Zalando
  • „Making The Connected Home A Reality“, unter anderem mit Philipp Schuster, Managing Director, Loxone
  • „Bringing It All Together – Actually Helping Real Customers“, von Steve Moore, Director of Connected Home, Dixons Carphone.

Kein Lückenbüßer

Laut Veranstalter fanden über 10.000 Teilnehmer den Weg in das Convention Centre Dublin (CCD), mehr als die Hälfte waren internationale Gäste, Sprecher und Aussteller. Mit RoboThespian war sogar ein Roboter unter den Teilnehmern und Sprechern. Die auf dem DTS vertretenen Unternehmen wie Google, Intel, Microsoft, PayPal, Accenture, Adobe, Facebook, HPE, Hubspot und Salesforce machten deutlich, dass der DTS nicht nur als Lückenbüßer für den Web Summit gesehen wird, der seit letztem Jahr nicht mehr in Dublin, sondern bis auf weiteres in Lissabon stattfindet.

Die Zeit für marktreife Lösungen ist da

Die rund 200 Sprecher waren aber nur eine Seite des Dublin Tech Summit. Begleitet wurden die Vorträge und Diskussionsrunden von einer Ausstellung und von Produktpräsentationen. Hier sollte sich zeigen, wie weit die Lösungen in den Bereichen IoT, VR, AI und Blockchain bereits für den internationalen Markt geeignet sind. Hier sollte sich auch zeigen, welche Chancen sich für den IT-Channel in Deutschland auftun. Tatsächlich waren Lösungen vertreten, die über den Status der schönen Idee hinausgehen und sich bereits für den Markt qualifizieren oder Referenzen vorweisen können.

Einige Beispiele

AutoEntry ist eine Data Management Software für KMU, die automatisiert Daten aus Papierdokumenten wie Rechnungen und Lieferscheinen einlesen kann. Die Definition der notwendigen Regeln wird durch Machine Learning vereinfacht, die Lösung erkennt also die Daten auf Basis von „Erfahrung“. Tipp: Schnittstellen zu zahlreichen Buchhaltungslösungen bestehen, so dass AutoEntry als Erweiterung entsprechender Lösungen angeboten werden kann.

Crankwheel unterstützt den Ansatz, Interessenten Demo-Versionen schneller und leichter zugänglich zu machen. Anstatt eine Demo-Version installieren zu lassen und dann einen Vorführtermin zu vereinbaren, wird bei Crankwheel Desktop Sharing während des Telefonkontakts mit dem Interessenten aktiviert. Welche Inhalte als Demo-Version angezeigt werden sollen, kann jeweils konfiguriert werden. Tipp: Ein Ansatz, der durchaus den Sales-Zyklus verkürzen kann.

SettleMint stellte unter anderem DataBroker vor, eine Plattform, mit der Daten aus dem Internet of Things (IoT) gehandelt werden können. Die Nutzer von IoT-Geräten und Sensoren können auf dieser Plattform ihre IoT-Daten denjenigen Organisationen anbieten, die für ihr Business IoT-Analytics durchführen. Ein Beispiel können Sensordaten von Logistik-Containern sein, wie die Temperaturentwicklung im Container, die neben den Logistikdienstleistern auch die Versicherungen interessieren, die bei Transportschaden eintreten müssen. Tipp: IoT-Projekte bekommen einen zusätzlichen Anreiz, wenn die Kunden erfahren, dass sie aus den IoT-Daten auch Geld machen könnten.

Datahug nutzt Machine Learning, um den Sales-Zyklus zu optimieren und um den Forecast genauer zu machen. Dazu werden die Sales Pipelines analysiert und die Analysen in Vorhersage-Modellen genutzt, um Engstellen im Sales-Zyklus bereits im Vorfeld angehen zu können. Die Sales-Mitarbeiter können angeleitet werden, um Schwachstellen in den Abläufen in Zukunft zu vermeiden. Tipp: Die Lösung arbeitet mit Salesforce zusammen, ist also eine mögliche Erweiterung für deren Kunden. Entsprechende Ansätze können aber auch intern Sinn ergeben.

Watermelon will den Customer Service dabei unterstützen, die zahlreichen Kommunikationskanäle mit den Kunden zu vereinfachen. Dazu bietet der Watermelon Messenger eine Integration verschiedener Messenger- und Social-Media-Kanäle in einer Übersicht. Die Kunden können jeweils auf ihrem bevorzugten Weg erreicht werden. Zusätzlich bietet Watermelon im Messenger einen Chatbot, der Teile der Kundenanfragen automatisiert bearbeiten kann. Hierzu muss dann nicht für jeden Messenger- und Social-Media-Dienst ein eigener Chatbot implementiert werden. Tipp: Die Übersicht über die verschiedenen Kanäle und der integrierte Chatbot können im eigenen Kundenservice hilfreich sein.

Diese Beispiele zeigen: Die neuen Technologien wie AI, Chatbots und Machine Learning lassen sich bereits für die eigenen Prozesse nutzen und in das Portfolio aufnehmen. Neue Technologien bieten neue Chancen, zur Optimierung interner Abläufe und als Erweiterung des Angebotes an Kunden, nicht erst morgen, sondern schon jetzt.

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