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ITB: Welche Spezialisierungen gehen denn in Richtung Dienstleistungsgeschäft und Break-and-Fix-Vereinbarungen?
Bleeker: Nach der Übernahme des Unternehmens Kace steht unseren Partnern eine Software für die Administration und das Management von Dell-Clients zur Verfügung. Was Reparatur-Dienstleistungen angeht, betrifft das im Grunde sämtliche Zertifizierungsbereiche, wie beispielsweise Server, Storage oder Networking. Insgesamt rückt die Hardware zunehmend in den Hintergrund, während das Geschäft mit Dienstleistungen immer wichtiger wird.
ITB: Wie ist der Stand der Dinge, was die Client-Management-Software Kace angeht?
Bleeker: Grundsätzlich stellt Kace eine leicht einsetzbare Lösung für das Management von Software, Firmware und für Lizenzen dar. Neben klassischen PC-Systemen lassen sich damit auch Linux- und Apple-Geräte supporten. Auf der CeBIT war der Andrang sehr hoch. Insbesondere im Systemhaus-Umfeld kommt die Software sehr gut an. Gegenwärtig finden Regionalisierungen statt, so dass wir ab August auch eine deutschsprachige Version anbieten können.
ITB: Cloud Computing ist in aller Munde. Wie wird das angehende „Cloud-Zeitalter“ das Dell-Geschäft im Allgemeinen und den Dell-Channel im Besonderen verändern?
Bleeker: IT wird immer komplexer. Unser Anspruch und Bestreben ist aber, Informationstechnologie für unsere Kunden immer einfacher werden zu lassen und die Komplexität zu verringern, damit sie sich um ihr Kerngeschäft kümmern können. Ein Maschinenbauer beispielsweise soll sich möglichst wenig mit seiner IT beschäftigen müssen, so dass er sich auf das Maschinenbauen und Innovationen konzentrieren kann. Cloud Computing erleichtert es, das umzusetzen. Dell hat einige Unternehmen aus den Bereichen Storage- und Server-Virtualisierung wie etwa Scalent oder Exanet zugekauft, so dass wir unser Angebot im Private- sowie Public-Cloud-Segment weiter ausbauen werden.
ITB: Dell hat sich dem Marktgeschehen angepasst, wie andere Firmen aus der IT-Branche auch. Was waren aus Ihrer persönlichen Sichtweise die wichtigsten Weichenstellungen bei Dell in den vergangenen Jahren?
Bleeker: Ganz klar: der Umbau vom Hardware- zum Lösungsanbieter und der Aufbau eines Channel-Programms.
ITB: Dell ist ein weltweit agierender US-amerikanischer Konzern. Bei solchen Konstellationen fallen landesspezifische Eigenheiten allerdings häufig unter den Tisch. Wie sieht es denn bei Dell diesbezüglich aus?

Bleeker: Es gilt Dell-intern die Devise: „All Business is local“. Zwar haben wir ein weltweites Partnerprogramm, in dem jedoch landesspezifische Gegebenheiten und Bedürfnisse eindeutig berücksichtigt werden. Eine Besonderheit der Systemhaus-Landschaft in Deutschland im Vergleich beispielsweise zu Großbritannien ist etwa die Anbieterfülle. Hierzulande gibt es neben den großen Playern tendenziell mehr regional aufgestellte Dell-Reseller. Dem trägt unser Channel-Programm Rechnung.
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