Veeam Cloud Protection Trends Report 2023 Das virtuelle Datacenter wartet in der Cloud

Von Dr. Stefan Riedl

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SaaS- und Backup-Admins ziehen zwar am selben Strang, haben aber teilweise andere Sichtweisen. Fachkräftemangel spielt MSPs in die Hände und das virtuelle Datacenter in der Cloud für den Notfall setzt sich zunehmend durch. Ein Paper aus dem Hause Veeam zeigt auf, wohin der Backup-Hase läuft.

Mit „Backup for Salesforce“ auf dem Marktplatz „Salesforce AppExchange“ deckt das Unternehmen nun ein wichtiges Segment im CRM-Umfeld ab.
Mit „Backup for Salesforce“ auf dem Marktplatz „Salesforce AppExchange“ deckt das Unternehmen nun ein wichtiges Segment im CRM-Umfeld ab.
(Bild: Intpro - stock.adobe.com)

Viele Effekte, die in der jährlichen Trendanalyse „Veeam Cloud Protection Trends Report“ bereits in den Vorjahren beobachtet wurden, haben sich fortgesetzt. Beispielsweise haben User zunehmend verstanden, dass sie das Nutzen von Services nicht von der Verantwortung für das Backup entbindet. „Shared Responsability“ ist ein Schlagwort, das diesem Umstand Ausdruck verleiht und in der Branche längst die Runde macht. „Wenn wir vier bis fünf Jahre zurückblicken, ist das Gros der Nutzer davon ausgegangen, dass bei ­Microsoft 365 und ähnlichen As-a-Service-Produkten, Microsoft oder eben der entsprechende Anbieter für das Backup verantwortlich ist“, blickt Matthias Frühauf, Regional Vice President, Veeam Deutschland, zurück.

SaaS- und Backup-Perspektive

Matthias Frühauf, Regional Vice President, Veeam Deutschland
Matthias Frühauf, Regional Vice President, Veeam Deutschland
(Bild: Veeam)

Inzwischen nutzen laut der Veeam-Studie 78 Prozent für Backup-Dienste in diesem Umfeld Third-Party- beziehungsweise Backup-as-a-Service-Angebote (BaaS). Dieser Trend verstärke sich zunehmend. Zu den 1.700 ­Befragten zählen nicht nur Veeam-Kunden. Vielmehr wurde ein Querschnitt an IT-Verantwortungsträgern aus einem Querschnitt an Unternehmen befragt, ­erläutert Frühauf. Verantwortliche aus verschiedenen Bereichen schätzen die Gefahren unterschiedlich ein. Was beispielsweise den „Malicious User“ angeht, also den Mitarbeiter, der in böswilliger Absicht ­Daten löscht, nehmen nur 29 Prozent der SaaS-Admins diese Gefahr ernst, aber 39 Prozent der Backup-Admins.

Da Storage und Compute zwei verschiedene Abrechnungsmodelle sind, man also für ein virtuelles Datacenter erstmal nur den Storage-Anteil zahlt und im Falle eines Falles gerne auch für Compute, bietet sich die Cloud als Mittel der Wahl hierfür fö​rmlich an. Auch preislich.

Matthias Frühauf, Regional Vice President, Veeam Deutschland

Storage- und Compute-Anteile

Überraschend ist, dass die Cloud im Disaster-Recovery-Umfeld zunehmend als Teil der Data-Protection-Strategie für High-End-Lösungen genutzt wird. Immerhin halten 49 Prozent so etwas wie ein virtual Datacenter auf Standby in der Cloud, über das im Sinne einer Business-Continuity-­Lösung für den Disaster-Fall Produktivsysteme vorgehalten werden. Frühauf verweist darauf, dass Storage und Compute zwei verschiedene Abrechnungsmodelle sind. Für ein virtuelles Datacenter wird zunächst nur den Storage-Anteil fällig. Im Falle eines Falles wird dann gerne auch für den fälligen Compute-Anteil gezahlt, wenn dafür in der Not Produktivsysteme bereitstehen.

Cloud wird flexibler als erwartet genutzt

Die Cloud-Infrastruktur ist zudem flexibler als vermutet, was die Workloads angeht. Nur zwölf Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Cloud-Workloads auch in der Cloud bleiben. 40 Prozent nutzten die Cloud als Ausweichvehikel bei einem Disaster, also beispielsweise eine fehlgeschlagenen Patch oder anderen betriebsbedingten Ausfällen. 49 Prozent der Fälle könnte man im DevOps-Umfeld verorten. „Hier wird die Cloud für Workloads in der Entwicklung genutzt und die Produktion dann später auf On-Premises umgestellt“, sagt Frühauf. „Lift and Shift“ wird demnach also gelebt.

„Leute, die sich im AWS- oder Azure-Umfeld auskennen, sind rar gesät“, weiß der Manager und vermutet hier den Grund, dass das Thema Backup zunehmend an MSPs ausgelagert wird.

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