Umdenken bei Acer Coole Notebooks und smarte E-Bikes

Von Margrit Lingner 2 min Lesedauer

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Apple oder Acer? In Deutschland schlagen die Herzen der Notebook-Nutzer tatsächlich eher für den Computerhersteller aus Taiwan. Um auch in anderen Ländern mehr Kunden für sich zu gewinnen, schlägt Acer ungewöhnliche Wege ein.

Mit smarten E-Bikes und E-Scootern macht sich Acer auf den Weg zum Lifestyle-Brand.(Bild:  TMHU1975/Acer)
Mit smarten E-Bikes und E-Scootern macht sich Acer auf den Weg zum Lifestyle-Brand.
(Bild: TMHU1975/Acer)

Ein Viertel der Notebook-Nutzer in Deutschland greift zu einem Mobilcomputer von Acer. Laut Statista sichert sich der taiwanische Technologieanbieter damit die Pole-Position noch vor der starken Konkurrenz von Lenovo, HP und Apple. Letzterer erreicht im Notebookbereich in Deutschland einen Marktanteil von 16 Prozent. Doch entwickelt sich der weltweite Computermarkt derzeit alles andere als positiv. Laut Gartner gab es im ersten Quartal 2023 zum zweiten Mal in Folge einen historischen Rückgang der PC-Lieferungen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden demnach 30 Prozent weniger PCs verkauft.

Emmanuel Fromont, President EMEA  bei Acer(Bild:  Fotografo)
Emmanuel Fromont, President EMEA bei Acer
(Bild: Fotografo)

Eine anhaltend niedrige Nachfrage und ein Überangebot kennzeichnen derzeit das Computergeschäft. Acer-EMEA-Chef Fromont ist überzeugt, dass „der PC-Markt auch in den nächsten Jahren nicht steigen wird. Der Rückgang wird aber durch einen Grundbedarf gestoppt“. Zwar will der Hersteller weiter mit innovativen Produkten, nachhaltigen Geräten und Services punkten. Um aber weiter Umsatz zu machen, müssen neue Pfade beschritten werden.

Mobilität wird bei dem taiwanischen Technologie-Anbieter jetzt ganz neu gedacht, umgesetzt und gelebt. So werden nicht mehr ausschließlich Mobilcomputer bei Acer produziert, sondern auch E-Roller und ein Hometrainer-Schreibtisch. Und ab September 2023 gesellt sich mit dem neu vorgestellten ebii ein Smartbike hinzu. „Die Strategie, die alle Produktinnovationen umfasst, ist seit langem schon, ein Lifestyle-Brand zu werden“, erläutert Fromont. Dabei sei der Weg des Computerherstellers zum Lifestyle-Anbieter nicht so weit. Schließlich komme auch bei dem neuen ­E-Bike Technologie zum Einsatz, die es ohnehin im Haus schon gibt. So soll sich auch ebii durch Nachhaltigkeit, Sicherheit und beispielsweise intelligentes Akkumanagement auszeichnen. Und selbst Künstliche Intelligenz ist mit an Bord des smarten E-Bikes. Dank KI passt sich das Rad dem Fahrstil der Fahrerin oder des Fahrers, den Fahrbedingungen und dem bevorzugten Maß an E-Unterstützung an und lernt im Laufe der Zeit dazu.

Mobilität neu gedacht

Acer bewegt sich zudem auch mit E-Scooter und E-Bike im gleichen Marktumfeld und kann die gleiche Infrastruktur inklusive Service, Reparatur und Abrechnungssys­teme nutzen. Die neue Mobilität passt also in das Acer-Ökosystem. Vermarktet werden könnten die rollenden Computer über Markengrenzen hinweg, ist der EMEA-Chef überzeugt. So könne ein höherwertiges Bike beispielsweise auch unter dem ­Gaming-Brand Predator geführt werden.

Smarte Fortbewegungsmittel sind also eine logische Erweiterung des herkömm­lichen Portfolios des Computerherstellers. Sowohl im Consumer- als auch im Businessbereich wird Acer auch weiterhin PCs, Notebooks, Tablets, Monitore oder auch Projektoren auf den Markt bringen. Von der Konkurrenz unterscheiden sollen sich die Produkte im Business-Segment vor allem durch den starken Fokus auf Nachhaltigkeit. „Wir sehen immer mehr Ausschreibungen, bei denen Umweltverträglichkeit gefordert wird“, bestätigt Fromont. Mit der nachhaltigen Notebooks der Vero-Reihe, dem eigenen Reparatur-Service und einem kompletten Lifecycle-Management ist der Technologie-Anbieter da gut aufgestellt. Wachstumspotenzial sieht der Europachef darüber hinaus auch im Bildungsbereich in Deutschland. Während in anderen europäischen Ländern Acer in Schulen stark vertreten, bleiben größere Aufträge im Education-Markt hierzulande schwierig. Der Markt sei sehr fragmentiert und große Roll-outs mit Fördermitteln wie in anderen Ländern blieben aus.

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