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Onboarding auf Cloud-Marktplatz

Cloud-Anbieter müssen bei Ingram nicht mehr Schlange stehen

| Autor: Michael Hase

Schlange stehen mussten Cloud-Anbieter bislang bei Ingram Micro. Das soll nun ein Ende haben.
Schlange stehen mussten Cloud-Anbieter bislang bei Ingram Micro. Das soll nun ein Ende haben. (Bild: Stephanie Eichler - stock.adobe.com)

Bislang ließen sich Anbieter nur sukzessive auf den Ingram Micro Cloud Marketplace aufschalten. Das Modul „Connect“ erlaubt nun paralleles Onboarding. Für ISVs, MSPs und Systemhäuser soll es dadurch einfacher werden, Services über die Plattform des Distributors zu vermarkten.

Der Onboarding-Prozess bildete bei Ingram Micro den Flaschenhals, wenn es darum ging, neue Anbieter auf den Cloud Marketplace aufzuschalten. Die technische Anbindung an die Plattform schaffen, die kommerziellen Details aushandeln, die rechtlichen Rahmenbedingungen klären – all diese Tätigkeiten bedeuten Arbeit für Programmierer sowie persönliche Interaktion zwischen Kaufleuten und Juristen. Wegen des aufwändigen Procedere konnte der Distributor nur einen Provider nach dem anderen auf die Plattform bringen, wie Igor Guss, Business Development Manager Cloud bei Ingram Micro, erläutert. „Daher haben wir uns beim Onboarding zunächst auf größere Anbieter konzentriert.“

Die Ingram-Manager Igor Guss (l.) und Eric Gitter wollen das Angebot auf dem Cloud-Marktplatz des Distributors deutlich verbreitern.
Die Ingram-Manager Igor Guss (l.) und Eric Gitter wollen das Angebot auf dem Cloud-Marktplatz des Distributors deutlich verbreitern. (Bild: Michael Hase)

Diese Situation hat sich mit Einführung des Moduls „Connect“ geändert, das der Broadliner auf seiner Hausmesse Top im Mai erstmals in Deutschland vorgestellt hat. Es basiert auf einer Middleware, die es erlaubt, mehrere Anbieter gleichzeitig an Bord zu nehmen. Zugleich stellt Ingram Micro mit Connect einen Self-Service bereit, mit dem Cloud Provider ihre Services eigenständig und weitgehend automatisiert auf die Plattform aufschalten können. Bei allen wesentlichen Schritten – einen Cloud-Distributionsvertrag unterschreiben (elektronisch per Docusign), eine Schnittstelle programmieren, Produkte und Preise anlegen – werden sie durch den Prozess geführt. Das Onboarding wird nach Auskunft des Distributors durch das neue Modul signifikant verkürzt.

Ingram Micro verspricht sich von Connect einen stärkeren Zulauf von Software-Anbietern (ISVs), die ihre Produkte als Service über den Marketplace vertreiben möchten, ebenso wie von Managed Service Providern (MSPs) und Systemhäusern, die für eigene Dienste einen indirekten Kanal suchen. Über die Plattform könnten sie alle ihre Reichweite massiv erhöhen, insbesondere dann, wenn sie ihre Angebote auf mehreren regionalen Cloud-Marktplätzen anlegen, so Eric Gitter, Vice President Worldwide Strategic Business Development bei Ingram Micro. Der Manager beziffert das weltweite Potenzial auf eine Größenordnung von 10.000 Anbietern. Durch die Weiterentwicklung der Plattform und den Ausbau des Portfolios verbessert der Distributor nach Gitters Worten zugleich seine eigene Wettbewerbsposition. „Breite und Relevanz des Angebots, Innovationsgeschwindigkeit und Automatisierungsgrad sind die Schlüsselfaktoren für den Erfolg im Cloud-Geschäft.“

Startup-Wettbewerb

Um insbesondere junge ISVs für dieses Geschäftsfeld zu rekrutieren, hat Ingram Micro 2018 die so genannte Comet Competition ins Leben gerufen. Der Wettbewerb, der sich an Neugründungen aus dem B2B-Segment richtet, wurde bereits in den Startup-Zentren Austin, Boston und Tel Aviv veranstaltet. Geplant ist, die Comet Competion in naher Zukunft auch in Deutschland auszurichten.

Fachhandelspartnern bietet der Cloud Marketplace die Möglichkeit, Services in einem automatisierten Prozess zu beziehen und an ihre Endkunden weiterzuverkaufen. Zum Portfolio gehören unter anderem Acronis, Adobe, Cisco, IBM, Microsoft, Symantec und Trend Micro. Die Plattform unterstützt sämtliche Abläufe von der Bestellung über die Provisionierung bis zur Abrechnung und zum Reporting. Über eine Schnittstelle können Partner die Daten direkt in ihr ERP-System importieren. Ein Control Panel bietet ihnen Funktionen, mit denen sie Kunden und deren Abonnements verwalten und zudem bestimmen können, wie viel Self-Service sie ihrer Klientel erlauben.

Ingram Micro präsentiert Anleitung zur Cloud-Großartigkeit

Cloud Summit 2018

Ingram Micro präsentiert Anleitung zur Cloud-Großartigkeit

22.11.18 - Ingram Micro hat auf dem Cloud Summit 2018 in Kitzbühel die „Cloud Awesomeness Roadmap“ vorgestellt. Auf dem Weg zu einem großartigen Cloud-Geschäft unterstützt der Distributor seine Partner mit einem Expertenteam, das deutlich ausgebaut werden soll. lesen

Der Marktplatz basiert auf Technologien, die sich im Besitz von Ingram Micro befinden. Um deren Weiterentwicklung und um den Support kümmert sich die Division CloudBlue, die im Mai 2018 gegründet wurde. In der Einheit führte das Unternehmen die Assets aus sechs Akquisitionen, darunter die Automatisierungsspezialisten Odin und Ensim, zusammen. „Wir haben in das Cloud-Geschäft ein Vielfaches von dem investiert, was Mitbewerber dafür aufgewendet haben“, betont Gitter.

Sales- und Marketing-Tools

Eine weitere Neuheit, die über den Cloud Marketplace bereitsteht und ebenfalls auf der Top präsentiert wurde, ist der Sales & Marketing Hub. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Produktinformationen, Inhalten und Tools, die Partner dabei unterstützen sollen, eigene Vermarktungsmaterialien zu gestalten und Kampagnen zur gezielten Ansprache ihrer Kunden zu fahren. Für jeden Service auf der Plattform können standardisierte Verkaufsleitfäden, anpassbare Online-Broschüren, Logos und Screenshots abgerufen werden. Zu den Marketing-Elementen gehören Banner, E-Mail-Vorlagen, Social-Media-Inhalte und Landing Pages, die sich individuell bearbeiten lassen. Ein weiterer Bestandteil des Hub ist der Cross Selling Finder, der Partnern zu einem Cloud-Angebot komplementäre Services vorschlägt, die er dem Kunden zusätzlich anbieten kann.

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