Hochkompatible Systeme sowie eine kosteneffiziente Preisgestaltung sind laut Cloudian die wohl größten Herausforderungen bei Multi-Cloud-basierenden Ökosystemen. Managed Cloud Providern bietet dieser Umstand laut Max Schuck, Regional Sales Manager bei Cloudian, die Möglichkeit, sich gegenüber den großen Hyperscalern zu positionieren.
Cloudian ist kompatibel mit allen drei großen Hyperscaler-Clouds.
(Bild: viperagp - stock.adobe.com)
Die Cloud-Akzeptanz nimmt kundenseitig zu, was Chancen für Service Provider bietet. Welche Herausforderungen bringen auf Multi-Cloud-basierenden Ökosysteme mit sich?
Max Schuck, Regional Sales Manager bei Cloudian
(Bild: Cloudian)
Schuck: Vonseiten unserer Enterprise-Kunden werden uns zwei Kernthemen immer wieder genannt. Auf der technischen Seite werden hochkompatible Systeme benötigt, um eine Verlagerung von Workloads zwischen Clouds zu ermöglichen. Was für unser eigenes Angebot die hundertprozentige S3-Kompatibilität bedeutet. Die zweite Herausforderung ist auf der kaufmännischen Seite zu finden. Wenn ich technisch in der Lage bin meine Workloads zwischen Clouds zu verlagern oder zu verteilen, muss ich hierfür die kosteneffizienteste Lösung finden. Schauen wir uns die Preisgestaltung der Object-Storage-Angebote der drei Hyperscaler an, so können wir feststellen, dass die Kosten für den Zugriff auf die Daten häufig die Kosten der Speicherung übersteigen. Hier bietet sich für Cloud-Anbieter eine herausragende Möglichkeit sich gegenüber AWS und Co. zu positionieren und Kunden den Speicherplatz anzubieten anstatt den Zugriff auf die eigenen Daten abzurechnen.
Welche Vorteile bieten Speichertechnologien aus der Cloud (Stichwort Storage as a Service)? Und was passiert mit Daten, die aus Gründen der Leistung oder Datensicherheit vor Ort gepflegt werden müssen?
Schuck: Wir unterscheiden hier zunächst zwischen Speichertechnologien aus der Cloud, wie beispielsweise dem S3-Protokoll und dem Speichern von Daten in der Cloud. Das Speichern von Daten in der Cloud bietet zwei zentrale Vorteile: Zum einen sind die Daten in der Regel in hochgesicherten Rechenzentren untergebracht und auf Wunsch Geo-Redundant verteilt und all das in einem Pay-as-you-Go-Modell ohne große Vorabinvestitionen. Zum anderen liegen die Daten physisch in der Nähe von Compute-Ressourcen in der Cloud. Möchte man beispielsweise aufwändige Analysen mit den Daten betreiben, bieten sich häufig Werkzeuge und Ressourcen in der Cloud an, da diese dort in wenigen Minuten bereitgestellt werden können. Allerdings treffen wir häufig bei Kunden auf Anforderungen, welche eine Datenhaltung im eigenen Rechenzentrum erfordert. Hier können wir unsere Vorteile im Bereich Skalierung und S3-Kompatibilität voll ausspielen. Bedingt durch unsere Architektur können wir auch Installationen im Bereich von einigen Terabytes ermöglichen. So können wir unseren Kunden den Einstieg in eine Private-Cloud-S3-Lösung recht einfach machen. Trotz des kleinen Einstiegs verfügt die Lösung dennoch über alle Funktionen und so sind unsere Kunden in der Lage, jede Applikation welche mit AWS S3 funktioniert auch lokal zu Betreiben.
Welche Mehrwerte bieten Speicherlösungen von Cloudian?
Schuck: Wenn ich die letzten Kundenprojekte Revue passieren lasse, waren die größten Mehrwerte: S3-Kompatibilität, Flexibilität in Skalierung und SLAs sowie Multi-Cloud-Fähigkeit weit oben auf der Kriterien-Liste für eine Entscheidung für Cloudian. Den Vorteil der S3-Kompatibilität kann man nicht häufig genug erwähnen, denn bei der Speicherinfrastruktur handelt es sich um eine Kernfunktionalität jeder Cloud. Ob private oder public, ob beim Provider oder im eigenen Haus. Eine solche Kernkomponente sollten alle Anwendungen unterstützten und nicht nur den Teil von Applikationen mit dem geringsten Funktionsumfang. Die Möglichkeit mit unserer Lösung sehr dynamisch zu wachsen und sich nicht schon bei der Initial Installation für ein SLA entscheiden zu müssen, sondern den Daten entsprechend ihrer Wertigkeit das entsprechende SLA zuzuweisen, wird von vielen Kunden und auch von Service Providern als Entscheidungskriterium genannt. Bei unseren Kunden mit einer Hybrid- und Multi-Cloud-Strategie stehen unsere Funktionen in diesem Bereich weit oben auf der Liste. Hier ermöglichen wir einen einzigen Namensraum über alle genutzten Clouds, ob private oder public, hinweg. Somit ist es für die Applikation völlig unerheblich wo die Daten gespeichert werden, oder wo die Applikation ausgeführt wird. Die Daten können so entsprechend dem Anwendungsfall und Speicherbedarf dynamisch dem entsprechenden Speicherort zugewiesen werden.
Wie unterstützt Cloudian seine Service-Provider-Partner über die Technologie hinaus?
Schuck: Cloudian stellt mit seinem Service-Provider-Partner-Programm eine Fülle an Ressourcen, von der Erstellung neuer Services bis zu ihrer Vermarktung, zur Verfügung. Darüber hinaus bieten wir unseren Partnern Projekterfahrung und Einblicke in aktuelle Trends. Neben eigenen Ressourcen stehen unseren Partnern auch Angebote und Services von Alliance-Partnern zur Verfügung. So können wir VMware-VCCP-Partnern gemeinsam mit VMware ein attraktives Pay-as-you-Go-Modell über bekannte und etablierte Prozesse und Partner anbieten.
Eben erst hat Cloudian die Partnerschaft mit Veeam bekannt gegeben. Wie wichtig sind in Zeiten der Digitalen Transformation Partnerschaften und Allianzen? Werden diese an Bedeutung gewinnen?
Schuck: Wir halten Partnerschaften und Allianzen für eine Kernaufgabe bei der Bereitstellung von Infrastruktur-Lösungen. In Zeiten in denen die Zeitfenster zur Bereitstellung von Services immer kleiner werden, ist es für Fachabteilungen von großem Vorteil keine aufwendigen Integrationstests durchführen zu müssen, da dies von den Herstellen im Rahmen von Technologiepartnerschaften geschieht. Für uns bieten die Partnerschaften mit anderen Herstellen, neben dem Feedback von Kunden, eine wichtige Informationsquelle zur weiteren Entwicklung der eigenen Produkte.
Plant Cloudian weitere Kooperationen? Wenn ja, in welchen Segmenten?
Schuck: Wir arbeiten ständig am Ausbau unserer Kooperationen und Partnerschaften. Ein Fokus wird sicherlich auf dem Ausbau der Kooperationen mit branchenspezifischen Lösungen zum Beispiel im Bereich Media & Entertainment oder im Gesundheitswesen liegen.
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Stand: 08.12.2025
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