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Ausdehnung der Präsenz Cancom übernimmt Carus aus Hannover

Autor: Michael Hase

Die Cancom-Gruppe hat das hannoversche Systemhaus Carus übernommen. Außerdem baut der Münchner IT-Dienstleister eine Niederlassung in Ulm auf.

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Der IT-Dienstleister Cancom dehnt seine Reichweite nach Hannover und Ulm aus.
Der IT-Dienstleister Cancom dehnt seine Reichweite nach Hannover und Ulm aus.
(Bild: Cancom)

Cancom erweitert die regionale Präsenz. So hat die Münchner Systemhausgruppe noch im vergangenen Jahr den hannoverschen Mitbewerber Carus Information Technology übernommen. Der Kaufvertrag wurde bereits Ende November unterzeichnet. Eine offizielle Mitteilung dazu gab es allerdings nicht. Außerdem bereitet Cancom gerade die Expansion nach Ulm vor, wo in den kommenden Wochen ein Team an den Start gehen soll.

Nach Auskunft des Unternehmens stärkt es durch die Akquisition von Carus sein Geschäft im Norden Deutschlands und verkleinert eine geografische Lücke. Tatsächlich verfügt Cancom zwischen Hamburg und Frankfurt / Main bislang über kein Büro. In Hannover bleibt Carus-Geschäftsführer Volker Nitsche weiterhin in seiner Position und zeichnet für den Standort verantwortlich. Die Kunden des Systemhauses haben nun Zugriff auf die gesamte Breite des Cancom-Portfolios.

Carus wurde 1995 gegründet. Der IT-Spezialist stattet mittelständische und große Unternehmen mit Infrastrukturlösungen aus. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der Beratung über Konzeption und Projektrealisierung bis zum Support. In den vergangenen Jahren haben die Niedersachsen ihre Kompetenz auf die Themen Analytics, Big Data, Cloud und Industrie 4.0 ausgedehnt. Zu ihren Herstellerpartnern zählen Cisco, Dell EMC, Fujitsu, IBM, Lenovo, Netapp und VMware.

Cancom sucht Kundennähe

Deutlich kleiner ist die Lücke, die Cancom mit der Ulmer Präsenz schließt. Sie liegt nur 80 Kilometer von der Niederlassung in Filderstadt und gut 40 Kilometer von Jettingen-Scheppach, dem früheren Hauptsitz des Systemhauses, entfernt. Nach einem Bericht der Südwest Presse wird das Unternehmen ein 400 Quadratmeter großes Büro im Zentrum von Ulm beziehen. Mit dem dortigen Team folge Cancom dem Prinzip, „möglichst nah an unseren Kunden dran zu sein und ihnen über die regionalen Ansprechpartner das gesamte Leistungsportfolio der Gruppe anbieten zu können“, sagte Oliver Schallhorn, Executive Vice President bei Cancom, der Zeitung.

Für den Manager ist Ulm vertrautes Terrain. Bis Mitte 2016 führte Schallhorn die Geschäfte des dort ansässigen Systemhauses Fritz & Macziol, das seit dem vergangenen Jahr als Axians IT Solutions firmiert.

Der Zukauf von Mitbewerbern gehört bei Cancom seit Jahren zur Wachstumsstrategie. Zuletzt übernahm die Gruppe im vergangenen Juni das renommierte Hamburger Systemhaus Antauris und den Aachener IT-Dienstleister Synaix, der sich auf die Digitalisierung von Geschäftsprozessen fokussiert hatte.

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Chefreporter