Angetestet: Acer Travelmate Spin P4 Business-Convertible für Lehrkräfte

Autor Klaus Länger

Acer preist das mit einer UVP von unter 1.000 Euro relativ günstige Business-Convertible Travelmate Spin P4 als ideales Gerät für Lehrer an. Für uns ein zusätzlicher Anlass, das 14-Zoll-Notebook mit Tiger-Lake-Innenleben unter die Lupe zu nehmen.

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Das Business-Convertible Travelmate Spin P4 von Acer soll nicht nur im Geschäftsleben, sondern auch in der Schule eine gute Figur machen.
Das Business-Convertible Travelmate Spin P4 von Acer soll nicht nur im Geschäftsleben, sondern auch in der Schule eine gute Figur machen.
(Bild: Uwe Umstaetter / Acer)

Bisher mussten Lehrkräfte oft mit ihren ­eigenen Notebooks arbeiten, da keine oder zumindest keine adäquaten Dienstgeräte zur Verfügung standen. Mit der dritten Bund-Länder-Vereinbarung als Zusatz zum DigitalPakt Schule gewährt der Bund nun endlich eine 500 Millionen Euro schwere Investitionshilfe für die Anschaffung von Dienst-Notebooks, die als Leihgeräte an die Lehrer gehen sollen. Für die Notebookhersteller und den Channel ist das natürlich ein lukrativer Markt, den Acer mit dem 14-Zoll-Convertible-Notebook Travelmate Spin P4 bedienen will.

Stiftgarage mit Ladefunktion

Das Spin P4 ist, wie der Name schon ahnen lässt, ein 14-Zoll-Notebook mit 360-Grad-Scharnieren für das Display. Mit seinem ­robusten Chassis aus Magnesium und Aluminium soll das 1,8 cm flache und 1,56 kg schwere Gerät auch Stöße im harten Schulalltag mühelos wegstecken. Das Gehäuse ist laut Acer an den Ecken verstärkt. Das oben und unten in breite Ränder eingebettete IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ist durch Go­rilla-Glas geschützt. Es ist allerdings nicht entspiegelt und auch nicht besonders hell. Acer hat eine Touch- und eine Wacom-AES-Stifterkennung integriert. Der Stift steckt auf der rechten Seite des Gehäuses in einem Einschub und wird dort auch gleich geladen. Er ist allerdings nur knapp 5 mm dünn und so eher für schnelle Notizen geeignet. Wer auf dem Spin P4 zeichnen will, der findet kompatible Stifte im Kugelschreiberdesign für etwa 50 Euro als Zubehör.

Core i5 aus der Tiger-Lake-Familie

Das beleuchtete Keyboard bietet trotz des kurzen Hubs ein angenehmes Schreibgefühl. Die Cursor- und Bildlauftasten mit nur halber Höhe sind hier allerdings auch zu finden. Das Touchpad ist präzise, beim Zwei-Finger-Tippen aber laut. Über dem Keyboard sitzen für ein so dünnes Notebook gute Lautsprecher. Die HD-Webcam über dem Display mit Windows-Hello-­Unterstützung kann mit einem Schieber verdeckt werden. Eine schnelle biometrische Anmeldung ist zusätzlich über den rechts am Gehäuse angeordneten Powerschalter möglich. Denn hier ist auch gleich ein Fingerprintreader eingebettet. Ein Pluspunkt ist die umfangreiche Schnittstellenpalette mit einem Thunderbolt-4-Port, zwei USB-3.0-Schnittstellen, HDMI und sogar einem Gigabit-LAN-Anschluss. Für schnelles WLAN und Bluetooth 5.0 sorgt Intels WiFi 6 AX201, für zusätzliche Sicherheit ein TPM 2.0 und Windows 10 Pro als OS. Das optionale LTE-Modem war im Testgerät nicht eingebaut.

Der Quadcore-Prozessor Core i5-1135G7 aus Intels Tiger-Lake-Familie sorgt für eine ­gute Rechen und Grafikleistung. Er kann auf 8 GB DDR4-3200 als Arbeitsspeicher zugreifen. Die flotte NVMe-SSD mit 256 GB Kapazität stammt von Hynix. Im Anwendungsbenchmark PCMark 10 erzielt das Spin P4 3.924 Punkte. Die Grafikleistung der integrierten Iris-Xe-GPU fällt ­allerdings mit 8.0207 Zählern ein gutes Stück niedriger aus als beim Microsoft Surface Pro 7+ mit derselben CPU, das auf mehr als 14.000 Punkte kommt. Offensichtlich fährt Acer die CPU mit einer geringeren TDP. Bei der Akkulaufzeit messen wir 4:43 Stunden im Dauerbetrieb unter PCMark 8. Damit reicht der Stromspeicher für einen Schul- oder Arbeitstag locker aus.

Fazit: Robustes Business-Convertible mit günstigem Preis

Bei der Ausstattung und der Leistung kann das etwa 980 Euro teure Acer Travelmate Spin P4 auch mit kostspieligeren Business-Geräten anderer Hersteller gut mithalten. Zudem ist es robust und durch seine Convertible-Bauweise und den Stift flexibel einsetzbar. Wir würden uns aber ein entspiegeltes oder helleres Display wünschen.

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