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…weil das Netzwerk zur universellen Plattform wird
Voice-over-IP im engeren Sinne besagt zunächst nur, dass Telefongespräche wie herkömmliche Computerdaten als digitale Informationspakete gemäß Internetprotokoll IP über gemeinsame Netzwerkleitungen übertragen werden.
Diese technische Option wurde zum Treiber einer weltweiten Entwicklung. Die Art und Weise, wie wir in Zukunft leben, arbeiten, lernen und spielen verändert sich grundlegend. Längst sind IP-Netzwerke in der Lage, neben Sprache auch Videos und jede andere Form multimedialer Echtzeitkommunikation zu transportieren. Netzwerke werden immer mehr zur zentralen Plattform für alle wichtigen Geschäftsprozesse. Sie treiben neuartige Arbeitsformen voran und bringen Menschen unabhängig vom aktuellen Aufenthaltsort oder einem bestimmten Endgerät jederzeit miteinander in Kontakt. Umfassende Netzwerkkenntnisse sind für angehende IT-Profis daher essentiell, um sich im Berufsleben erfolgreich zu bewähren.
Lebensecht und praxisnah
Das Zentrum selbst hat in enger Kooperation mit Cisco ein konvergentes Netzwerk aufgebaut, das weit mehr ist als eine bloße Testinstallation. Es dient als Kommunikationsinfrastruktur für die gesamte Einrichtung. Angeschlossen sind neben den 1.000 PCs zum Beispiel auch etwa 80 IP-Telefone. Die Voice-over-IP-Fähigkeit des Netzwerks ist insbesondere auch für die praktischen Übungen von großer Bedeutung. Durch lebendige Anschauung wird erfahrbar, wie beispielsweise die so genannte Dienstgüte in der Praxis funktioniert.
Dienstgüte, auch Quality of Service oder kurz QoS, sorgt unter anderem dafür, dass Datenströme, die zur Sprach- oder Videokommunikation gehören, mit Vorrang vor weniger wichtigem Netzverkehr behandelt werden. Auch den Kernbaustein jeder Voice-over-IP-Anwendung lernen die Schüler kennen: die zentrale Vermittlungssoftware. Deren Konfiguration trainieren sie am Beispiel des Cisco Unified Communications Managers mit vorkonfigurierten Systemen.
Als keineswegs trivial gelten die Sicherheitsfunktionen des Netzwerks, darunter auch leistungsfähige Firewall-Lösungen von Cisco. Informationssicherheit ist in der Berufsschule doppelt brisant. Denn einerseits obliegt dem OSZ IMT eine Schutzpflicht gegenüber seinen Schülern, andererseits sind Schüler verständlicherweise experimentierfreudig. Da gilt es zu verhindern, dass zum Beispiel ein privater USB-Stick unbeabsichtigt einen Virus in das Netzwerk einschleppt.
Als übergreifende Management-Lösung nutzt das OSZ IMT das Cisco Monitoring, Analysis and Response System, kurz MARS. Das System wertet Meldungen unterschiedlicher Komponenten wissensbasiert aus und stellt sie grafisch aufbereitet zur Verfügung. Dessen Administration erledigt das OSZ IMT in Eigenregie.
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