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Java-Programmierung Azure Spring Cloud ist jetzt verfügbar

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Im Oktober 2019 hatten Microsoft und VMware angekündigt, gemeinsam mit „Azure Spring Cloud“ einen Service für Spring-Boot-Anwendungen zu entwickeln. Die Unternehmen haben Wort gehalten, was vielerorts das Tagesgeschäft in der Java-Programmierung verändern kann.

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Java-Programmierer können einen neuen Dienst von VMware und Microsoft nutzen.
Java-Programmierer können einen neuen Dienst von VMware und Microsoft nutzen.
(Bild: © ONYXprj - stock.adobe.com)

Die Azure Spring Cloud ist da, deren Entwicklung von Microsoft und VMware im Herbst vergangenen Jahres angekündigt wurde. „Spring“ ist ein Framework, also eine Programmierumgebung für Java und java-basierte Plattformen. In den vergangenen Jahren ist Spring zu einem der meistgenutzten Frameworks für die einfache Entwicklung von Apps und webbasierten Anwendungen geworden. Das quelloffene System vereinfacht die Programmierung von Java-Anwendungen. Hauptsächlich Apps und Web-Anwendungen werden damit programmiert, beispielsweise für Video-Streaming, das Vernetzen von Autos oder Online-Shopping. Zu den Unterstützern der quelloffenen Spring-Plattform gehören unter anderem Microsoft und VMware.

Azure Spring Cloud soll Entwicklern dabei helfen, sich auf den Code konzentrieren zu können, während das Management der Infrastruktur und der Middleware keine Zeit mehr kostet. Vielmehr übernimmt Microsoft Azure die dynamische Skalierung und das Einspielen von Patches. Auch Themen wie Sicherheit, Compliance und Hochverfügbarkeit will Microsoft im Rahmen des Azure-Angebotes abgedeckt haben.

Framework-Erweiterung: Spring Boot

Die Framework-Plattform ist ab sofort in Nord- und West-Europa verfügbar – sowie in acht weiteren Geografien von Microsoft Azure, die immer eine oder mehrere Rechenzentrumsregionen umfassen. Weitere Regionen des Cloud-Angebots von Microsoft sollen in den nächsten Monaten folgen, heißt es bei den Redmondern.

„Spring Boot“ als Teil des Dienstes, ist eine Erweiterung des Frameworks für die einfache Entwicklung eigenständig lauffähiger Spring-Anwendungen, die ohne XML-Konfiguration auskommen und alle nötigen Klassenbibliotheken selbst mitbringen. So soll es leichter sein, eigenständige Spring-Anwendungen zu erstellen und auszuführen, ohne sich um die Verwaltung der Infrastruktur kümmern zu müssen. Wenn die Umgebung in diesem Zusammenhang isoliert vom Internet im eigenen (virtuellen) Unternehmensnetzwerk betrieben werden soll, bietet die Preview-Version des „Managed Virtual Network“ in der Azure Spring Cloud dafür Möglichkeiten.

Managed Virtual Network

Anwender erhalten mit der Funktion „Managed Virtual Network“ die Kontrolle über die ein- und ausgehende Netzwerkkommunikation. Vor diesem Hintergrund kann Azure Spring Cloud auch mit Systemen in lokalen Rechenzentren oder mit Azure Services in virtuellen Netzwerken interagieren. Darüber hinaus arbeitet das System mit weiteren Azure-Netzwerkressourcen zusammen, darunter Application Gateway, Azure Firewall, Azure Front Door und Express Route. Diese Ressourcen können zudem mit Netzwerkprodukten wie Palo Alto Firewall, F5 Big-IP, Cloudflare und Infoblox kombiniert werden. So lassen sich Spring-Boot-Anwendungen auf mehreren Ebenen absichern. Die Autoscale-Funktion ist ebenfalls als Preview-Version verfügbar. Nutzer können ihre programmierten Anwendungen dabei abhängig von der geforderten Last oder nach einem Zeitplan automatisch skalieren. Auch Ober- und Untergrenzen der Skalierung können dabei definiert werden.

Beliebtes Java

Java ist eine der erfolgreichsten Programmiersprachen. Nach dem RedMonk-Programmiersprachenindex 2019 liegt Java zusammen mit Python auf dem zweiten Platz nach JavaScript auf der Beliebtheitsskala. Java ist eine Marke von Sun Microsystems, das 2010 von Oracle übernommen wurde. Im Vergleich zu anderen objektorientierten Programmiersprachen wie C++ oder C# gilt Java als einfach in der Handhabung.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur